#70: Einfach Mensch sein dürfen
Shownotes
Mit Susi Ehrhardt zu sprechen ist immer eine große Freude, auch wenn die Themen einem schwer auf dem Magen liegen. Wir sprechen in dieser Podcastfolge über das Patriarchat und über Rassismus - darüber dass wir es uns oft echt selbst schwer machen, indem wir einander nicht offen und neugierig, sondern voller Vorbehalte begegnen.
Der Kuchen wird größer, wenn wir miteinander ins Gespräch kommen - ganz unanbhängig von irgendwelchen Merkmalen, die uns vielleicht zu trennen scheinen. Lasst uns sammeln, was wir zu geben haben, statt zu glauben, dass andere uns nur was wegnehmen wollen. Deshalb nennt Susi ihr Unternehmen auch "Enlarging the pie". Sehr passend, nicht wahr?
Wenn du zu Themen rund um Diversity eine Gesprächspartnerin oder Keynote-Speakerin suchst, melde dich unbedingt bei Susi. Sie stellt die richtigen Fragen und ist einfach inspirierend mit ihrer Energie und Kraft für dieses Thema.
Lass gern ein Herz da, wenn dir die Folge gefallen hat. Und schreib in die Kommentare, was dir beim Anhören durch den Kopf ging.
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Du findest Susi in der tollen Villa wirklich in Dresden.
Und wenn du ins Gespräch kommen möchtest - Susi sucht immer Menschen für eine Comunity rund um Vielfalt. Schreib ihr gern.
In meinen Podcast "SANDRA FRAGT" lade ich mir tolle Menschen aus meinem Netzwerk ein. Ich frage und sie erzählen mir ihre Geschichte. Was kann es Inspirierenderes geben, als Menschen zuzuhören, die ihre Leidenschaft teilen?
Als Kommunikationstrainerin und Rhetorik-Coach sind gute Gespräche genau mein Ding. Komm also gern auch einmal als Gast in meinen Podcast, um mir deine Geschichte zu erzählen.
Aller zwei Wochen dienstags kommt eine neue Folge raus. Abonniere dir den Podcast also gern, um keine davon zu verpassen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Das ist auch die erste Sache, die ich versuche mit Leuten zu besprechen.
00:00:04: Damit wir von dieser Scham wegkommen.
00:00:07: Sonst sind wir häufig bei so einem ... Wenn du das, was du gesagt hast, rassistisch, dann ist die Abwehrreaktion.
00:00:13: Was?
00:00:14: Nee!
00:00:15: Das kann gar nicht sein.
00:00:16: Weil wenn die Sache rassistsisch ist, bin ich ja Rassistin und ich bin ein guter Mensch.
00:00:22: Das ist die Causalitätskette.
00:00:26: Die stimmt aber so
00:00:27: nicht.".
00:00:28: Sandra fragt.
00:00:32: Ich lade mir tolle Gäste ein, die mir ihre Geschichte erzählen.
00:00:37: Freude ich auf spannende Gespräche, inspirierende
00:00:41: Themen
00:00:43: und fröhliches Blaudern aus dem Neckkästchen!
00:00:47: Du möchtest auch mal zu mir in den Podcast kommen um über deinen Herzensthema zu sprechen?
00:00:52: Oder du hast einen Thema, über das sich mal mit einem Gast unbedingt sprechen sollte?
00:00:58: Schreibt mir einfach an Hallo at Sandra-Richter.com.
00:01:03: Jetzt geht es aber wirklich los mit der neuen Folge.
00:01:11: Das mache ich sehr gern!
00:01:14: Dieses süße Stimmchen gehört Susanne Erhard.
00:01:19: Liebe Susi, ich freue mich sehr dass du da bist im Podcast Sandra fragt.
00:01:23: Herzlich Willkommen
00:01:24: und schön dass
00:01:27: du diese Send pro auch gleich gesungen hast.
00:01:29: Wir haben nämlich im Vorfeld festgestellt, dass wir beide gerne singen.
00:01:33: Find ich cool!
00:01:33: Ja?
00:01:33: Und wir hatten kurz die Überlegung ob wir nicht den ganzen Podcast durchsingen wollen aber wir haben uns dann doch nur für den Anfang entschieden.
00:01:41: Aber liebe Zune wenn ihr wollt das wir mal ein Podcast singen dann schreibt es gerne in die Kommentare
00:01:47: Genau oder singt es in die kommentare.
00:01:49: Scherz
00:01:50: Auch das der geile Idee!
00:01:52: Kontext-Zitate
00:01:53: gehen ja auch immer
00:01:55: Das stimmt.
00:01:56: Mir fällt doch immer irgendwie irgendwas ein, wenn irgendjemand einen Wort sagt.
00:01:59: Weißt du?
00:01:59: Dann gehen wir mal sofort irgendwelche Lieder durch den Kopf.
00:02:02: Ja!
00:02:03: Es geht mir auch so... Ich habe eine Morgenmeditation, die wird angeleitet auf Englisch und dann sagt der Jay Shetty I want you.
00:02:12: Und in meinem Kopf ist es so, what i want uuuuut to want meee.
00:02:16: Ja, das war nicht was Tick.
00:02:18: Das sagt er zwar da nicht aber im Kopf ist dann erstmal Partystimmung.
00:02:24: Ja, also du hast ja eigentlich gar nicht mit Musik zu tun beruflich.
00:02:27: Man könnte jetzt ein bisschen den Eindruck gewinnen, dass wir heute die ganze Zeit über Musik reden was auch durchaus schön wäre.
00:02:34: Aber
00:02:35: dein Thema ist eigentlich ein ganz anderes eher so ... Ich sag mal bei dir kann man das Wort Vielfalt drüberschreiben und viel auch so mit internationalisierung, also mit internationalen Kontakten ne?
00:02:47: Das stimmt, das kann man so sagen.
00:02:50: Wie kamst du da drauf dich, warst du ganz viel im Ausland?
00:02:53: oder Wie hat es dich dahin verschlagen, dich damit zu befassen?
00:02:57: Wie kommt die Susi in die Welt quasi.
00:02:59: Das ist eine gute Frage und lustig ist vielleicht auch zu wissen ich komme aus einem Dorf in Südtüringen.
00:03:06: Meine Straße war ne Sackgasse also das ging dann hinten nicht weiter.
00:03:10: Ich habe wirklich auf dem letzten Stück der Straße gelebt Und von da aus hat sie mich dann in die welt getrieben.
00:03:16: ich hab als teenager Vieles US-Serien geguckt.
00:03:20: Desperate Housewives, Charmed OC California und so ... Das war die Zeit, Mittwochabend glaub ich das immer!
00:03:28: Und hab mich immer gefragt, okay, das ist ja der Fernsehen?
00:03:32: Aber wie ist denn das Leben dort wirklich?
00:03:33: Wie ist es da so?
00:03:36: Einmal war ich mit vierzehn, sind meine Eltern in den USA gereist, haben einen bekannten Besuch.
00:03:40: Da habe ich schon mal zwei Wochen Luft geschnubbert So eine High School für einen Tag, bin einfach so mitgelaufen.
00:03:48: Und dann hab ich gedacht, okay, ich würd da noch mal länger hinwollen und hab nach dem Abi ... war ich als Oper bei einer Gastfamilie und hab da zwei Jahre gelebt und auf deren Kinder aufgepasst.
00:03:59: Genau das war in Chicago.
00:04:01: Und ja, das Coolste was da halt passiert ist... Ich wurde konfrontiert mit, ach, das Leben geht ja auch anders!
00:04:09: Also Sachen können ganz anders gemacht werden, organisiert werden, aussehen als ich das gewohnt war.
00:04:16: Und es hat mir halt gezeigt, na ja so wie ich aufgewachsen bin und was man all ist, das ist normal und so gehört sich das.
00:04:22: Das ist auf anderen Teilen der Erde anders und das ist nicht weniger richtig oder falsch weil jeder ... wir wachsen ja alle mit dem Verständnis auf, naja unseres is die Norm und ich find's cool wenn man sich mal vorstellt da raus zu zoomen.
00:04:35: und sie denken naja alle auf den Planeten wachsen mit Sachen auf und alle denken na ja meins ist die Norm.
00:04:42: Okay, das heißt wir haben parallel denken alle, dass die Mainz es ist richtige.
00:04:46: Von daher kann sie ja gar nicht so, naja Mainz ist jetzt richtiger geben als Deins.
00:04:51: Genau und es folgten verschiedene andere Aufenthalte-Studium im Ausland.
00:04:57: aber ich habe auch dann immer viel sozusagen Internationalisierung at home gemacht hab zu Hause viele international Menschen kennengelernt Studis betreut Praktikanten Betreut gesucht Geflüchtete quasi mit an die Hand genommen, als sie dann zum ersten Mal in Jena aufgetaucht sind.
00:05:16: Ja und so ist Susi in die Welt gekommen und die Welt zu Susi gekommen.
00:05:21: Jena?
00:05:21: An Jena hast du studiert ne?
00:05:23: In Jena habe ich auch noch studiert ja.
00:05:25: Ich hab an vielen Orten studiert.
00:05:30: Okay wie viele Studien hast du denn gemacht?
00:05:33: Ich hab zwei Studienabschlüsse aber in vier Orden studiert also in Leipzig, Das war bei uns in Deutschland und dann in den Niederland, in Neimechen einmal.
00:05:44: Und dann noch in den USA, in Ohio, in einer kleinen Uni genau.
00:05:49: Cool!
00:05:50: In Cincinnati aber nicht ne?
00:05:52: Nee, in Athens, Ohio wie Athen nur mit S noch hinten dran.
00:05:56: Ich rage deshalb, weil wir waren vor ein paar Jahren in Cincinnati, weil mein Mann da auch studiert hat und ein Master gemacht hat.
00:06:03: Ja,
00:06:03: ihr müsst also euch auch mal unbedingt unterhalten.
00:06:07: Ja, Ohio ist auch schon ein interessanter Ort.
00:06:09: Sehr lächelig und ja...
00:06:12: Also ich war vorher nie in den USA.
00:06:15: Ich habe als junge Frau genau wie du diese Säen geguckt und war auch so, dass ich dachte, oh USA das ist das Ding.
00:06:24: Und ich hab es aber nicht gemacht.
00:06:27: Auch ein bisschen aus Angst und meine Eltern konnten mich auch nicht unterstützen und fanden die Idee gar nicht gut.
00:06:33: Und hab's dann nicht gemacht, ärgere mich aber tatsächlich auch darüber.
00:06:35: Weil ich glaub das hätte mir sehr gut getan und auch gefallen.
00:06:40: Als ich jetzt da war ... Also weiß gar nicht, wie viele Jahre es ist.
00:06:42: Ja vier.
00:06:44: Als wir in Cincinnati waren... Ich war so geflasht davon, wie freundlich und fröhlich und offen die Leute da waren oder?
00:06:54: Ging es auch so?
00:06:56: Es ist ja auf dieser, ich sag mal auf der... Der ersten Berührungs-Ebenen ist eine sehr viel mehr Fröhlichkeit und vielleicht auch ein Servicegedanke, vor allem wenn du bist im Laden oder im Restaurant bist.
00:07:08: Hey how are you?
00:07:09: How is it going?
00:07:10: Wie ist dein Tag?
00:07:12: Genau das ist aber auch tatsächlich eher so'n Flow in dem vorbei gehen und so'nen Leichtes.
00:07:19: Es ist kein Tiefes und oft sagen Leute ja was die wollte jetzt gar nicht wissen wie mein Tag wirklich war.
00:07:24: naja klar sie ist jetzt ein bisschen Supermarktkasse Zu viel Zeit haben die da jetzt auch nicht.
00:07:31: Ja, aber ja das mag ich auch sehr gerne und vielleicht habe ich von daher dort auch ein bisschen mehr Überschwinglichkeiten mitgebracht weil manche sagen, ich bin manchmal ganz euphorisch, das kann ich ganz gut wenn es mich packt und dann hab' ich dort wahrscheinlich was davon mitgenommen.
00:07:47: Ja, aber ich find das mega schön.
00:07:50: Als wir dann wieder zurückgeflogen sind und wir kamen hier in Deutschland an ... Und schon am Flughafen in Deutschland siehst du diese Gesichter so?
00:07:58: Eher mit herabhängenden Mundwinkeln so!
00:08:00: Alles so streng und irgendwie ... Bitte sei leise und hu, weißt du?
00:08:06: Habe ich mich gleich ein bisschen ... Das ist jetzt übertrieben, habe so ein kleines Gefängnis hat sich ... So
00:08:10: ein bisschen so... Das ist unbefreit,
00:08:13: ne?!
00:08:15: bedauere ich echt, weil wir könnten uns alle eine Scheibe abschneiden.
00:08:18: Selbst wenn das nicht so in die Tiefe geht und vielleicht nur aufgesetzt ist möglicherweise aber es ermöglicht ... eine gewisse Verbindung.
00:08:25: Also mit Fremden mehr... Ich bin ja nicht so, dass ich mit Fремden so schnell ins Gespräch komme.
00:08:33: Aber auch auf dieser fröhlichen Haare, weißt du?
00:08:37: eben.
00:08:37: Aber ich empfinde das als so schön, wenn die sich dann auch freuen.
00:08:42: Du lächelst dir an und fragst nach wie geht's?
00:08:44: Oder
00:08:45: erzählst
00:08:45: du jetzt einen Quatsch in der Kasse?
00:08:47: Meistens lachen sie und freuen sich und meistert es, dass er mich dort erlebt.
00:08:51: und wenn ich das hier mache, das habe ich früher nicht gemacht aber jetzt mach' ich das.
00:08:56: Und ich krieg nur so positives Feedback zurück auch.
00:09:00: Deswegen, ich glaube dein Überschwang ist super!
00:09:04: Ich bin da ganz bei dir.
00:09:05: Das sind diese freudigen Momente, also Joy ist auch was Verbindendes und es hebt halt die Energie.
00:09:13: Wir können uns keine Mühe geben und wir gehen durch so einen Tag.
00:09:16: der Stress oder der Nerv und das war vielleicht gut.
00:09:19: aber wenn wir bewusst das machen ab und zu uns das zu schenken, das ist für alle gut, gesundheitsfördernd und mehr bringt eine Leichtigkeit und das haben wir in der Hand.
00:09:29: von daher bin ich voll bei dir!
00:09:31: Let's do it.
00:09:32: Let's do it, genau.
00:09:34: Ja.
00:09:35: Das haben wir auch gesungen am Anfang?
00:09:37: Ja, genau!
00:09:38: Bestimmt haben einige da auch geschmunzelt.
00:09:40: Und mitgesungen oder gegroovt.
00:09:43: Ja, gegroovt, genau... Sag mal du bist jetzt also dieses Enlarging the Pie das ist dein Unternehmen.
00:09:53: Ich finde ja den Namen schonmal mega cool.
00:09:56: Erst muss ich kurz überlegen, Enlarging The Pie in der Bäckerei ist es aber nicht.
00:10:01: Nicht im ersten unternehmerischen Handel, das nicht.
00:10:05: Aber ja ... da geht's eigentlich auch schon darum was wir gerade besprochen haben.
00:10:10: Also in Herzen geht es um mehr Freude und Vielfalt und Wohlwoll miteinander.
00:10:16: Weil ich absolut davon überzeugt bin dass wir alle davon etwas haben so.
00:10:21: Und ich glaube und weiß Es gibt im Alltag viele Sachen in denen wir uns gegenseitig Sachen nicht zutrauen.
00:10:34: Es gibt leider auch viele Sachen, wo wir einander kränken und verletzen ... Und ich stell mir immer vor, ah, wenn das jetzt nicht böse gemeint wäre, was es zum Teil ja auch nicht ist?
00:10:47: Aber wenn wir uns dessen bewusst wären und wenn wir das nicht mehr hätten, sondern wir hätten das, was wir gerade erzählt haben, dieses amerikanische vielleicht, wir hätten vielmehr so ... Erhebende, upliftigen Begegnungen und Worte miteinander.
00:11:00: Dann wären wir alle freier und würden uns auch viel mehr zutrauen.
00:11:05: Und ich glaube, wir hätten viele Probleme, viel besser und schneller schon gelöst von so ganz kleinen Sachen bis hin zu wirklich Hunger- und Krisen- und Klimakatastrophe Wenn nicht jeder, der an was tollen arbeitet und nicht nur mit seinen Selbstweifeln zu tun hat.
00:11:22: Und dann auch noch mit dem ach du bist nicht dies genug?
00:11:24: Du bist nicht jenes genug und ständig unterschätzt wird weil es klaut so viel Energie.
00:11:30: Diese Energie könnten wir echt für kollaboratives kreatives cooles einsetzen.
00:11:37: Das ist die Welt in der ich gerne leben würde.
00:11:39: Oh ja ich auch!
00:11:41: Ich weiß das ist träumerisch und genau deshalb versuche ich dran zu bleiben.
00:11:46: Ich versuche mit zu erlauben, zu träumen und andere mitzunehmen, die auch träumen.
00:11:50: Ja es ist halt auch so.
00:11:51: ein gutes Bild also für alle das Kuchenstückchen größer machen nicht so... Und dass ist hier diese Mentalität, die ich manchmal empfinde.
00:12:00: in meiner Umgebung ist das nicht so.
00:12:02: tatsächlich.
00:12:03: aber wenn man ein bisschen weiter guckt mit Menschen, mit denen ich nicht täglich zu tun habe da ist das schon manchmal so, dass sie sich das Gefühl vermitteln, dass Sie Angst haben, dass ihnen jemand den Kuchen wegschüttelt.
00:12:14: Weißt du?
00:12:15: Und das ist ja gar nicht so.
00:12:17: Niemand würde irgendwas wegnehmen, also ich jedenfalls würde niemanden was wegnehmen.
00:12:23: Ja und ich kann noch erzählen wie genau auf dieses Gedankenspiel gekommen bin und zwar ist diese Begriff den Kuchen größer zu machen ist aus diesem Harvard Verhandlungskonzept.
00:12:38: Also da gibt es eine Art Weise wie man an Harvard eben wie man das unterrichtet, Verhandlungen.
00:12:43: Und Verhandlung ist ja oft auch so ein ... wir rangeln um was und das, was ich bekomme, bekommst du nicht und umgekehrt und es ist so ein Wettstreit.
00:12:53: Im Harvatverhandlungskonzept gibt's quasi bevor man jetzt eine Gehaltsverhandling zum Beispiel hat vorher noch einen Schritt und der heißt eben sozusagen, wir packen alle Ressourcen auf den Tisch und sagen immer, tun ich für verhandeln um etwas?
00:13:08: Wir sagen wie verhandelnd rum.
00:13:11: Ich möchte dich als Moderatorin einkaufen und ich sage, kann dir tatsächlich aber nur hundert Euro geben.
00:13:16: Klingt jetzt erst mal vielleicht doof und unattraktiv, aber bevor du sagst ne für den Preis komme ich nicht mehr an deine Tierschwelle reden wir darüber was dir denn was wert ist auch geben kann, was mir aufwas wert ist.
00:13:32: Vielleicht ist es dir wert, wenn ich anderen Leuten von dir erzähle und ich sage hey du, ich hab ein recht großes Netzwerk und ich rede gern mit Menschen.
00:13:40: das kann nicht easy machen und mich kostet in dem Moment jetzt nicht das Geld, was ich nicht habe Und Du hast aber den richtigen Wert davon.
00:13:48: Das heißt wir gucken Was kannst du auf einen Tisch schmeißen?
00:13:51: Und was kann ich auf einem Tisch schmeissen?
00:13:52: Dann wird erst mal die Menge über die wir dann verhandeln wird größer.
00:13:59: Teilen wir das dann auf und das heißt, wir kriegen auch beide größere Stücke.
00:14:03: Weil wir ja erst mal beide Ressourcen und Ideen und Kapazitäten reingegeben haben.
00:14:08: Und dieses Bild liebe ich tatsächlich sehr oft überhaupt so diese Integrationsdebatte oder diese Diversitätsdebatten.
00:14:16: Da ist ja auch oft so ein Ah, wir müssen was für die armen Migrantinnen machen!
00:14:20: Für die arme Frauen ...
00:14:23: Ja...
00:14:24: Erst mal sind die nicht armen und die Geschichte stimmt halt so nicht.
00:14:27: Von wegen, die können noch nicht ... Und dieses Trauen sich nun nicht genug gibt's einfach sehr viel Strukturelles was sich da über Jahrhunderte etabliert hat im Patriarchat Was eben diese, sagen wir ungleich Gewicht macht weshalb man die als auch die Arme sieht.
00:14:45: Das muss man adressieren und anerkennen.
00:14:46: und dann müssen wir das machen.
00:14:47: und B ist es ja nicht nur so ein A Wir helfen den Armen sondern Die bringen ja auch reiniges mit Und wir müssen nur aufhören, ihren ständigen Wein zu stellen und den vor die Füße zu treten.
00:14:59: Dass sie stolpern weil wer am Boden liegt der kann nicht ganz so viel mehr beisteuern Ja ja und das treibt mich sehr viel um Tag und Nacht und ich denke da können wir echt viel machen und es fängt halt schon an mit so coolen Gesprächen wie jetzt wir zwei haben.
00:15:17: Also gerade also das finde ich wirklich So guten Gedanken, dieses aufhören zu denken.
00:15:25: Die können ja das noch nicht und die müssen wir jetzt helfen.
00:15:28: Also ich meine, helfen grundsätzlich ist ein menschliches Bedürfnis und wir freuen uns auch wenn wir jemanden mehr helfen können.
00:15:33: Aber
00:15:34: so wie du es jetzt gesagt hast, ist da gleich so eine Gefälle da?
00:15:36: Wir sind die Besseren und die nicht so guten.
00:15:39: Deswegen müssen wir denen helfen, dass sie es auch gut werden können wie wir.
00:15:43: Und das Gefühl, was ich dann immer noch hab, egal wie die sich anstrengen ... Sie können sowieso nicht so gut werden als wir.
00:15:49: Das gefällt mir überhaupt nicht.
00:15:51: Ich denk auch, die kommen aus ihren Ländern, bringen echt etwas mit.
00:15:56: Und teilweise was mich wirklich maßlos aufregt.
00:15:58: Die haben da richtig tolle Abschlüsse!
00:16:02: Und kriegen hier aber keine Jobs, die dem irgendwie halbwegs entsprechen.
00:16:06: Dann hast du dann halt eine ... weiß ich nicht, Frau Doktor, die dann halt putzt?
00:16:11: Ja.
00:16:12: Da finden wir das schon, jetzt haben wir der armen Frau geholfen und ich denke, Moment, es ist doch vom falscher Blick auf die Sache!
00:16:21: Das
00:16:22: macht mich verrückt.
00:16:23: Also diese ganze Anerkennerei von irgendwelchen Abschlüssen und was sie da für wirkliche echte Barrieren haben.
00:16:31: Stimmt.
00:16:32: Und was da auch noch dazukommt und das Beispiel, was du jetzt gebracht hast ist dafür auch sehr schön.
00:16:40: Du beschreibst ja etwas, was häufig passiert.
00:16:43: Ich denke es auch in erster Linie dann so wie du sagst, die Arme, die sind knackig quasi für ... hat einen höheren Bildungsabschluss, Frau Doktor sowieso, und putzt.
00:16:52: Da haben wir schon wieder eine Klassen-Stufung drin, dass wir das Putzen als sehr niedrig sehen.
00:17:01: Also Ja!
00:17:01: Du musst keine Ausbildung machen.
00:17:02: Du musst nicht studieren, um zu putzen und gleichzeitig ... ist es auch wichtig, dass wir als Gesellschaft noch mal überlegen, was sind so relevante Sachen, die wir erledigt brauchen im Alltag?
00:17:14: Und das ist natürlich eben auch in der Kantine kochen, weil wir wollen, müssen alle essen!
00:17:19: Es soll sauber sein, v.a.
00:17:20: im medizinischen Bereich total lebenswichtig, lebensnotwendig.
00:17:24: Genau.
00:17:25: Da vermischen sich verschiedene Ebenen von ... Ja, Unmachtsverhältnissen und Strukturen.
00:17:33: Also immer die Diskriminierung von der Herkunft und der Bildung und dann aber auch dieses Klassensystem.
00:17:40: Und ja ich glaube da dürfen wir ein bisschen differenzierter darüber sprechen.
00:17:46: In meinem Traum-Szenario würden wir alles elevaten.
00:17:49: also die Frau Doktor darf der Tätigkeit nachgehen, die sie mag.
00:17:54: Ich gehe davon aus dass sie mag wenn sie das vielleicht studiert hat Und wer Lust hat zu putzen, darf auch putzen.
00:18:01: Wir schätzen das viel mehr und erkennen es an.
00:18:05: Ja ja absolut!
00:18:06: Also ich hab ja Hotelfachfrau gelernt und dann musstest du alles möglich machen wie Toiletten-Schrubben und so.
00:18:14: Das ist halt wichtig ne?
00:18:15: Ich denke mir immer wenn ein Hotel ... Da können die Leute noch so nett sein, da kann alles super sein.
00:18:19: aber wenn's schmutzig ist, wenns richtig schmutsig ist... Gut, dann kommt man da nie wieder hin.
00:18:26: Das ist eigentlich mit das Wichtigste und die Frauen sind im Allgemeinen ganz oft Frauen werden wirklich richtig schlecht bezahlt.
00:18:36: Und es ist eine so körperlich harte Arbeit.
00:18:40: natürlich muss ich dafür vielleicht keinen Universitätsabschluss haben.
00:18:45: Aber dennoch gibt's auch tatsächlich Dinge, die man lernen kann wie man was macht.
00:18:50: Es gibt ja ganz klare Handgriffe sage ich dir Es ist körperlich nicht ohne, es ist auch geistig nicht ohne.
00:18:57: Und dann kriegst du teilweise echt einen Hungerlohn und das ... Ich würde nie Menschen die Putzen herabwürdigen wollen.
00:19:05: So war das auch nicht gemeint.
00:19:07: Das geht einfach darum.
00:19:08: Du hast einen Abschluss in irgendwas und diesen Beruf darfst du nicht ausüben.
00:19:12: Man gesteht dir nur solche Berufe zu für die du jetzt nicht den höchsten Abschluss brauchst.
00:19:17: Dann kannst du dir aussuchen ob du hier putzt oder da.
00:19:23: Nicht okay, es sei denn du magst putzen.
00:19:24: dann ist natürlich auch völlig fein.
00:19:27: So wie das bezahlt wird
00:19:28: und die Entlohnung ist immer noch...
00:19:31: Mit dass du so auf Zeit quasi bezahlt wirst.
00:19:35: Wie viel Zimmer du schaffst zum Beispiel?
00:19:38: Und dann putzt du da ein bisschen wild durch so ne?
00:19:40: Dann ist es da nicht gut genug aber du brauchst ja nicht... Also du weißt was ich sagen will.
00:19:44: Einfach wirklich cellenartig!
00:19:46: Ja das sind die Bedingungen, die Rahmenbedingungen.
00:19:49: Ja, was bewerten wir hier und was werten?
00:19:52: Was ist der Wert?
00:19:55: Ja.
00:19:55: Bei Porsche an einem Fließmann stehst du in Autos zusammenschraubst, kriegst du sehr viel mehr Geld.
00:20:00: Und ich bin ja, mein Gutter ist auch wieder irgendwie ungerecht vielleicht, aber das regt mich eben dann auch auf weil ich mit Automobilindustrie nicht soviel anfangen kann.
00:20:08: Ich kann ja gar nicht so richtig guter Auto fahren und messe dem nicht die Bedeutung bei, Nun ja, da fließt Geld hin nach wie vor.
00:20:16: Das sind
00:20:16: wir so schnell schon wieder direkt beim Kapitalismus gelandet als großes Leben in dem wir agieren und wo wir nicht richtig los können von ... Ja?
00:20:28: Aber man darf ja, wie du es gesagt hast eben auch noch im Träumen von irgendwie eine Zukunft, die vielleicht ein bisschen gerechter zugeht.
00:20:36: Also ich ... Kommte auch mal dran, wie meine Gerechtigkeit interpretiert, aber das fehlt mir halt manchmal so, dass alle gleiche Chancen bekommen.
00:20:48: Und dann so ein bisschen eben gucken können, was sind ihre Talente?
00:20:50: Was sind ihre Stärken und dementsprechend auch ihren Lebensweg meistern können?
00:20:55: Weißt du nicht so ... weiß ich nicht, das ist hier alles ein bisschen defizitär!
00:20:59: Na ja, jetzt geht es mir los, weißt du?
00:21:03: Bumm, fünf.
00:21:07: Da machen wir noch den kurz aufregerunde Draus, dass nicht dazu daran noch so aufregt ist, also dass wir einerseits so einen Leistungsgedanken haben und es wird aber auch so verkauft als ob diejenigen, die quasi in gut bezahlten Jobs sind mit hohen Titeln Anerkennungen usw.
00:21:33: und sofort als ob sie es über Leistung alleine geschafft hätten.
00:21:38: Das wird so ein bisschen als Mythos uns quasi verkauft.
00:21:42: Na ja, da musst du dich einfach ein bisschen mehr anstrengen.
00:21:44: Du musst noch das lernen und studieren und diese Ausbildung in der Ausbildung
00:21:47: machen.".
00:21:49: Und gleichzeitig kursiert die Zahl wie den Jobs überhaupt vergeben werden?
00:21:54: Und das ist siebzig bis achtzehn Prozent, dass die Zahl immer wieder bei ... Fachkongressentagungen von Coaches und so, jongliert wird.
00:22:05: Ist das bis zu die Achtzig Prozent durch Netzwerke?
00:22:09: Und dazu haben wir ja noch ... ist es die Thomas Quote?
00:22:13: Also es gibt mehr Männer in Vorstandspositionen wie Thomas und Michael und Matthias Heißen.
00:22:21: Stefan habe ich jetzt die Woche noch gelesen als es Frauen gibt.
00:22:24: So!
00:22:25: Und das heißt, da zieht so ein Ähnlichkeitsprinzip.
00:22:29: Wir mögen gerne Leute, die uns ähnlich sind.
00:22:31: Da vertraut unser System schnell ... Das heißt, same recruits?
00:22:36: Same!
00:22:36: Also, Leute, der ähnlich ist, ziehen sich Leute nach, die ihnen ja vergleichweise sind und das finde ich wie gesagt nachvollziehbar.
00:22:45: und was mich aber daran stört ist dass wir trotzdem nach außen hin dann so erzählen ah naja ihr müsst eben euch besser qualifizieren weil es stimmt ja nicht, das ist ja nicht wie du dahin kommst Und da fehlt mir so ein bisschen Ehrlichkeit und dann möchte ich gerne den Finger in die Wunde immer wieder legen.
00:23:01: Ja mach das, mach das bitte unbedingt stelle ich auch fest.
00:23:05: also Frauen... Also es ist so ein... Ich weiß wie fange ich an diesen Gedanken auszusprechen?
00:23:13: Das
00:23:14: kann nicht sein!
00:23:15: Wir werden schon... Pass auf wir wären ja schon ein bisschen so erzogen Die Braven zu sein, die sich anpassen und ja nicht über die Strenge schlagen.
00:23:25: Sei nicht so, dann bist du zickig, sei nicht so!
00:23:27: Dann bist du darrogan!
00:23:28: Seid ich so?
00:23:29: Und das zieht sich so durch... Vielleicht geht es jetzt nicht jeder Frau so, aber um hier ging es so.
00:23:36: Man kommste dann im Berufsleben an und denkst halt wirklich die ganze Zeit du musst dich noch viel mehr anstrengen damit du gesehen wirst und noch vielmehr hier und das ... Aber du darfst auch nicht zu auffällig sein weil dann könntest du für arrogant gehalten werden.
00:23:47: also sag jetzt lieber nicht laut was du wirklich denkst Und man stellt sich quasi selber auch das Bein weil man das nicht kennengelernt hat.
00:23:54: wie man sich da selbstbewusst verhält sag ich jetzt mal.
00:24:00: Und dann nimmt man natürlich vielleicht den Mann, der gelernt hat ... auch mit der Faust auf dem Tisch zu hauen.
00:24:06: Wenn ich als Frau mit der faust auf einem Tisch schaue, das spitztes Bild?
00:24:11: Das geht ja gar nicht!
00:24:13: Das kann man nicht machen als Frau.
00:24:15: Denk mir, wieso eigentlich nicht?
00:24:17: Habe ich nicht wütend sein oder mich ärgern?
00:24:20: Frechheit.
00:24:22: Ja.
00:24:24: Sport on also ganz große Falle in die man tappen kann dieses... ganz viel Arbeit fleißig wegarbeiten und hoffen, gesehen zu werden.
00:24:34: Also ich bin ja auch mit Frauennetzwerken unterwegs und arbeite auch manchmal einzeln mit Frauen die eben in solchen Situationen sind also unter der Überschrift wie navigiere ich mich durchs Patriarchat ohne daran kaputtzugehen?
00:24:49: Ich glaube man muss sich mal überlegen wenn man angestellt ist dann bist du ja da um für jemand anderen Arbeit zu erledigen.
00:24:57: Und ich habe vor vielen Jahren aber ein schönes Zitat gehört, was auch die Bezahlung angeht und zwar war das so in Richtung naja du kriegst ja nur so viel bezahlt wie es Sinn macht dich einzustellen dass du auch noch wert für mich schöpft.
00:25:12: wer wenn du weniger Wert schöpfst für mich als ich als ich dir bezahle dann brauche ich dich quasi nicht.
00:25:20: stell dich an bei mir im Verkauf und ich bezahle dir hundert Euro im Monat, aber du verkaufst nur Sachen im Wert von vierzig Euro.
00:25:26: Dann macht es für mich keinen Sinn weil ich sechzig Euro drauf zahle.
00:25:30: Also du musst deinen eigenen Wert quasi schon durch deine Arbeit wieder reinholen für mich als dein Arbeitgeberin.
00:25:38: Hundert Euro ist ganz schön wenig Susi, bei dir kann ich leider nicht anfangen.
00:25:41: Das
00:25:41: ist völlig in Ordnung.
00:25:42: das war jetzt auch nur ein leichtes Beispiel damit die Zahlen auf jeden Fall bei der Stange behalten kann.
00:25:49: Genau, und deshalb ... Und bleibt in dieser Perspektive, ich stell jemanden ein, der für mich die Sachen erledigt, damit ich Profit hinten raus habe.
00:25:59: Wer ist ja auch dumm von mir?
00:26:00: Wenn ich da jemanden hab, der total fleißig ist, die macht alles!
00:26:05: Die macht sogar Sachen quasi vorausschauend.
00:26:07: Das muss ihr nicht mehr sagen, weil die scant das.
00:26:12: Wer ist ja dumm von mir, wenn ich die aus dieser Rolle raushole und vielleicht woanders hinsetze?
00:26:18: Weil dann fehlt sie mehr an der Stelle als fleißige Bienenarbeiterin.
00:26:22: Und Oton gestern von einem Kongress Mittelstand – es ging um Personal-, um Fachkräftethemen, wo ich gestern war – erzählte tatsächlich einen Unternehmer Der hat so tolle Frauen bei sich angestellt.
00:26:38: Selbst wenn er nicht da ist, die halten den Laden am Laufen!
00:26:42: Wollen sie quasi gar nichts machen?
00:26:44: Und genau deshalb hat es sich vorgenommen, dass er denen auch immer mal wieder besondere Sachen schenkt wie Entdankeschön oder Blumen- oder Schokolade.
00:26:54: Nicht kurz gleich...
00:26:55: Ich kotze da auch gleich.
00:26:57: Weil das Richtige zu tun wäre, wenn Sie Aufgaben auf deinem Blämpel als Geschäftsführer erledigen, dann wäre es richtige und fairer zu sagen, ihr kriegt den Titel und ihr kriegt auch das Gehalt und die Anerkennung durch den Titeln?
00:27:11: Genau!
00:27:14: Man kann im Podcast deinen Gesichtsausdruck leider nicht hören aber der ist gerade sehr missmutig...
00:27:22: Oh Gott, ja.
00:27:22: Also es ist einfach nach wie vor irgendwie leider noch nicht soweit dass wir sagen können das da ist wirklich so eine Art Gleichberechtigung absolut nicht.
00:27:33: also ich bitte schenke mir keine Schokolade mehr.
00:27:36: Ich will das nicht Leute
00:27:38: und auch kein feuchten Hände drüber mit einem Bange
00:27:40: Nein!
00:27:40: Also ich bin tatsächlich jemand ne?
00:27:42: Ich brauche nicht unbedingt Und das ist schon wieder so dumm von mir, dass zu sagen mehr Gehalt.
00:27:47: Es geht mir gar nicht ums Geld.
00:27:49: und auch da dieser Gedanke kommt irgendwo her.
00:27:51: Das darf man sich auch gerne mal anschauen.
00:27:53: Ja es
00:27:53: ist mir ja fast unangenehm immer zu verhandeln und mehr Geld zu wollen oder so.
00:28:00: Aber mal abgesehen davon eine echte Wertschätzung, das ist mir trotzdem immer noch mehr wert im Sinne dass man eben nicht so abgespeist wird mit einem, ah danke, dass du ...
00:28:12: Dass du alles machst und ich dir nichts dafür gebe?
00:28:14: Ja.
00:28:14: Und dann muss ich direkt nun bloß draus blumen nach drei Tagen vorweg das Weißter aus Kaufland für zwei Euro neunzig.
00:28:20: Oh,
00:28:21: okay.
00:28:21: Nee, nee auch, nee.
00:28:23: Das ... da feiern die sich noch dafür war.
00:28:27: Genau, genau!
00:28:28: Das ist das, was man stolz auf Bühnen erzählt oder ein Foto macht und auf LinkedIn postet also ...
00:28:35: Oh Gott, ja.
00:28:36: Da ist schon noch eindeutig viel zu
00:28:39: tun.".
00:28:40: Ja und was mich einerseits allergisch macht ... diese Sachen von wegen, naja Frauen müssen eben nur nach mehr Fragen und dürfen sich mehr trauen.
00:28:50: Das schifft halt die ganze Verantwortung auf die Frauen, die das nicht gelernt haben.
00:28:54: Und deshalb finde ich es einfach so verdammt wichtig dass wir mehr darüber sprechen und das benennen, dass wir da rein sozialisiert sind dass das kein persönlicher Marke von dir ist, dass du nach wenig Geld fragst oder dir das für dich nicht so ein Thema ist.
00:29:11: Sondern ja, es kommt irgendwoher wie du gerade gesagt hast und ... Das ist eine kollektive Verantwortung und das ist wie wir aufgezogen werden und was es für Messaging gab.
00:29:23: Und das lässt einen nicht unberührt.
00:29:28: Da hat jemand auch einen Benefit davon?
00:29:30: dass das so ist.
00:29:31: Und da gibt es auch Leute, die haben Interesse daran, dass sich nicht ändert und das finde ich immer ganz spannend mich zu fragen wer profitiert eigentlich davon?
00:29:40: wenn ich jetzt so denke ah nee ich brauche gar nicht so viel Geld.
00:29:43: Ich bin dieses Jahr wieder eingestiegen für mich mich auch mit Finanzen und Investment zu beschäftigen.
00:29:51: Ich habe tatsächlich einen finanziell feministischen Freund der mir vor Jahren hat mich hingesetzt am Equal Payday.
00:29:57: er hat gesagt hier Er hat mir tatsächlich eine PowerPoint-Faszination gezeigt.
00:30:01: Hier ist dein Rentengab und so sieht deine Altersarmut aus, dann hat er mir zugelegt hier ETFs.
00:30:09: wenn du anlegst im Durchschnitt so und über so viele Jahre das es wenn du jetzt mit der Summe von ich weiß nicht hundertfünfzehn Euro im Monat dran gehst Dann wird sich da sehr viel Geld vermehren.
00:30:21: Ich wollte sagen dass ich da ich dieses Jahr wieder eingetaucht bin und war auch bei einer Gruppe Frauen- und Finanzen, die eine Anne freiwillig aufgesetzt hat mit Sarah zusammen.
00:30:34: Eine Kollegin von mir aus der Villa wirklich, wo ich eingemittelt bin.
00:30:38: Genau!
00:30:38: Und habe nochmal Energie getankt, dass es einfach wichtig ist, dass wir uns gegenseitig das erzählen Aufzeigen, es ist nicht nur ... Weil jeder denkt so für sich.
00:30:50: Na ja, ich hab's ... Ich krieg das nicht hin und trau mich nicht.
00:30:53: Ich steig da nicht durch.
00:30:55: Mir ist das zu nervig, zu blöd, zu wenig greifbar.
00:30:59: Und aus diesen einzelnen Leiden sozusagen rauszukommen und andere zu treffen und sagen, dir gehts auch so?
00:31:07: Wenn man genug Frauen trifft, wo man merkt, Moment!
00:31:10: Du hast das irgendwie ähnlich wie ich.
00:31:12: Hat schon Grund, warum wir da eher... alle so hindenken und bitte nicht zu viel bitten, zu fragen.
00:31:19: Und nichts fordern.
00:31:21: Das ist die Sozialisierung aus dem Patriarchat.
00:31:23: Ich finde es wichtig, dass wir das benennen können.
00:31:25: Dass wir es erkennen, wenn wir da drinstecken.
00:31:27: Und dann nicht mehr denken, oh Gott, ich kann's halt nicht ... Moment mal!
00:31:31: Doch!
00:31:33: Ich kann das lernen?
00:31:34: Es gibt andere, die das genauso scheiße eingedrichtet bekommen haben wie ich.
00:31:38: Wir können aber was machen.
00:31:40: Dann sich gegenseitig auch ein Vorbild sein, sich mitziehen und hochziehen.
00:31:45: Genau.
00:31:46: Das macht mir ganz viel Freude und deshalb finde ich es auch toll, dass wir darüber reden.
00:31:49: sein Traum.
00:31:50: Ja, ja!
00:31:51: Ich finde das auch wirklich absolut wichtig weil was ich in meinem Umfeld immer wieder erlebe sind halt wirklich richtig kluge Frauen, die wirklich etwas auf dem Kasten haben aber ihr Licht vollkommen unter den Schöffel stellen.
00:32:05: Also so viele Schatten... also ist wirklich krass Ja, das ist doch nichts weiter.
00:32:15: Das kann ich doch nicht öffentlich sagen.
00:32:20: Ich meine nicht, dass ich frei von selbst waffeln wäre um Himmels Willen.
00:32:22: Wir sind ja nun auch so groß geworden.
00:32:29: Aber
00:32:30: man sieht es bei anderen immer besser als bei sich selbst?
00:32:33: Und dann denke ich mir schon immer mein Gott, wenn du dich mal mit meinen Augen sehen könntest.
00:32:37: Du bist großartig, du bist klug, was weiß ich?
00:32:40: Frauen geht es ja dann immer auch noch.
00:32:42: Ja aber ich kann doch jetzt nicht... Also ich bin ja nun so ein Bühnenmensch-Muneration Pipapon.
00:32:49: Geht da ganz viel aus um solche Dinge.
00:32:50: Aber ich bin noch nicht schön genug und ich bin auch nicht schön.
00:32:56: Was heißt schön?
00:32:56: auf meiner Weise sag' ich mal so.
00:32:59: Aber ich entspreche nicht dem Schönheitsideal.
00:33:01: Ich spritze immer auf die Bühne und alle freuen sich, weißt du?
00:33:03: Weil das gar nicht darauf ankommt so.
00:33:06: Frauen haben so viel Zeug in ihrem Kopf.
00:33:08: Irgendwas was... Ne!
00:33:10: Ich weiß nicht.
00:33:11: Ich muss dem entsprechend, ich muss dem entsprechen und dem.
00:33:13: Du kannst eigentlich gar nicht gewinnen.
00:33:15: Ja.
00:33:16: Und irgendwas ist immer,
00:33:17: ne?!
00:33:19: Packing breaks my heart, immer diese Sachen zu hören.
00:33:21: Wie ich das auch so oft so wie dir.
00:33:24: Wo ich denke, wenn du dich so sehen wirst, könntest du, wie ich dich sehe?
00:33:28: Ich hab einfach nur Sternchen, Emoji-Augen oder Herzchen-Emoji Augen, wenn ich andere Leute sehe.
00:33:36: Zwei Gedanken habe ich dazu.
00:33:37: Das eine ist schon praktisch ins Tun.
00:33:41: Wenn wir das erkennen ... Okay, ich seh es bei anderen besser als bei mir selbst und es fällt mir leichter.
00:33:46: über jemand anderem toll zu reden, als jetzt über mich selbst.
00:33:49: Dann lass uns das machen!
00:33:50: Also ich versuche auch wirklich immer toll über andere Leute zu reden vor allen Dingen in Räumen wo es Entscheidungen und Aufträge zu vergeben gibt oder oder oder.
00:33:59: Let's do this weil das haben wir in der Hand dass es pragmatisches machbar so und fällt uns ja auch leicht.
00:34:06: Und Das zweite ist eine Erkenntnis die ich schon paar
00:34:11: mal hatte.
00:34:12: aber wie das immer so ist mit diesen großen Lebenserkenntnissen Die rutschen manchmal wieder weg und ich muss dann immer wieder da hinfinden, dass auch zu leben ist.
00:34:21: Wir müssen ja nicht perfekt ... Immer fröhlich und on sein um moderieren zu können.
00:34:30: Es darf ja davon Nuancen geben und das darf ja auch ... Mancher finde die Worte nicht, manchmal stolbere ich beim Sprechen.
00:34:35: Und das darf auch sein, weißt du?
00:34:38: Du musst nicht eine Qualität immer und auch so hundert Prozent leben und können und verfügbar haben um berechtigt, das zu tun professionell oder für andere.
00:34:52: Ja.
00:34:53: Auszuhalten und es zu verinnerlichen.
00:34:54: Das stellt mich auch manchmal wieder auf die Probe.
00:34:57: Deshalb brauchen wir Community und coole andere Freundinnen und Menschen.
00:35:02: Auch Männer können cool sein?
00:35:04: Die uns an Erinnern sagen ja klar du hast gestern vielleicht was doofes gesagt auf der Bühne ist in Ordnung Du bist auch Mensch.
00:35:11: darfst du jetzt los auf zur nächsten Sache.
00:35:15: Also bei mir ist es ja überhaupt gar nicht perfekt, wenn ich auf die Bühne gehe.
00:35:21: Weil ich das ja absichtlich auch gar nicht will.
00:35:24: Absichtlich nicht will!
00:35:24: Es klingt dann auch ein bisschen übertrieben.
00:35:26: Aber Perfektionismus würde ja bedeutendlich stehen da und alles richtig... Und ich habe das Gefühl erstens kann ich gar nicht alles richtig machen weil jeder Mensch der dazu hört was anderes will und erwartet und sich wünscht.
00:35:38: Und dann denke ich auch immer, wenn ich mich verspreche oder stolperer oder irgendwas dergleichen fühlen sich die Menschen mir gleich näher.
00:35:46: Weil
00:35:46: Ey ist ja auch nur ein Mensch so.
00:35:47: und das dieses Gefühl.
00:35:48: Ich meine ich stolpe jetzt nicht absichtlich nur damit die Leute mich mögen Ja aber ich nehme es auch in mir selber nicht mehr krumm Wenn ich wenn ich stolpern sollte weil dann schmunzelig drüber Die leute schmunzeln und man hat gleich eine Beziehung tatsächlich auch so bisschen aufgebaut und dass Es Da versuche ich ihm auch, vor allem Frauen die Angst zu nehmen.
00:36:07: Dieses perfekte ... Es muss so sein wie jemand, der schon seit zwanzig Jahren Rhetoriker ist und auf der Bühne steht.
00:36:13: Das ist gar nicht notwendig!
00:36:16: Man darf man selber sein und Fehler machen.
00:36:18: Und das Publikum ist immer wohlwollend.
00:36:21: Da sitzen ja nicht Leute, die unbedingt wollen, dass du scheiterst.
00:36:24: Und sich denken, hoffentlich verkackt es.
00:36:30: Ja?
00:36:30: Man hatte immer so Angst davor.
00:36:31: Also ich jetzt nicht, aber nicht mehr sagen wir es mal so.
00:36:35: Das wollte ich dich jetzt nämlich fragen war das schon immer bei dir oder bist du da hingekommen und wenn ja wie?
00:36:42: Ich erinnere mich noch gut in der Schule wenn man da irgendwie mündliche Prüfung hat der Referat oder so habe ich auch Schiss gehabt ohne Ende also mega nervös.
00:36:50: ich war wirklich gar nicht gut darin Und ich kann dir noch nicht mal ganz genau sagen, wenn ich festgestellt hab, dass ich dafür irgendeine Art Talent habe.
00:36:59: Aber ich glaube und da hatten wir uns auch gesehen bei diesem ... Da war man so ein Festival damals als ihn Ronaldinho war.
00:37:05: Warst du dort auch das New Work?
00:37:08: Barcamp?
00:37:10: Weiß ich nicht.
00:37:10: Egal.
00:37:10: Irgendeine Veranstaltung war halt.
00:37:13: Ich hatte mich da schon sehr eingebracht und organisiert und so und hab das dann auch moderiert.
00:37:19: Mhm!
00:37:21: Und es hat mir mega Spaß gemacht.
00:37:22: Es war halt eher niedrigschwellig, ne?
00:37:24: Alles um die Bühne hochgegangen, sondern alle saßen da so ein bisschen zusammen und man hat dann gesagt, jetzt machen wir das und jetzt machen mal das und na-na-na!
00:37:31: Das hat mir so viel Spaß gemacht, die Leute in diese Verbindung zu bringen und dass sie miteinander darüber sprechen und ein bissel quatscht zu machen.
00:37:39: auch weißt du ich bin ja so etwas eher lustig und das kam ihnen auch gut an.
00:37:45: Bitte?
00:37:46: Das ist mir nicht entgangen.
00:37:48: Dann lache ich auch immer noch so laut.
00:37:51: Und dann ist mir mal aufgefallen, dass die Leute gut finden.
00:37:54: Also genau diesen Stil.
00:37:56: Genau wie ich bin.
00:37:57: Dass die mich mit meiner relativ lockeren Art und ein bisschen Späßchen da und so, dass sie das gut fanden.
00:38:05: Da ging es eigentlich erst los... Dass ich das nicht mehr so eng für mich gesehen hab, dass es so perfekt sein muss.
00:38:14: Und natürlich weil ich ja auch dann jemand bin und dann sage ich brauche aber jetzt noch ein Zettel-Zertifikat BIPAPO.
00:38:21: Habe ich dann noch so ein paar Weiterbildung gemacht damit man dann auch so ein bisschen Professionalität dran kriegt.
00:38:28: Wenn du eine gute Ausbildung mal gemacht hast
00:38:30: ...
00:38:32: Dann hast du auch ein besseres Gefühl.
00:38:35: Weiß, ich dammel hier manchmal irgendwie so.
00:38:37: Aber das ist ja auch normales Quatschum.
00:38:39: Wir sind nicht vorbereitet hier.
00:38:41: Wenn ich auf eine Bühne gehe, kann ich meine Sprecherstimme und meinen Sprechersprechen anknipsen.
00:38:47: Und dann ist es trotzdem noch die lustige Sandra aber sie spricht deutlich und klar und langsamer.
00:38:55: Weil
00:38:55: ich das eben geübt habe.
00:38:58: Intensiv geübte.
00:39:01: Also seitdem ... Geh ich halt super gern irgendwo, egal was für eine Bühne es ist.
00:39:05: Sogar wenn's ne Treppe gibt, obwohl ich ja immer Angst hab auf den Treppen zu stürzen, weißt
00:39:10: du?
00:39:12: Nee, ich würd sagen, das wär gleich mal ein Icebreaker mit dem Publikum!
00:39:17: Ist mir auch noch nie passiert.
00:39:18: aber irgendwie so ne Treppel macht mich immer unsicher.
00:39:22: Früher haben wir auch Mikrofoneunsicher gemacht, das weiß ich auch noch.
00:39:25: Also man weiß ja nie wie man dieses dumme Ding sich ins Gesicht hält... Aber auch das ist einfach eine Übungssache.
00:39:31: Und jetzt kriegst du ja meistens so Dinger umgehangen, weißt du?
00:39:36: Da hängt ja dann das Teil davor dein Mund so gesehen zu sein und da musst du dir gar keinen Kopf mehr machen.
00:39:40: Das ist natürlich mega gut, weil du das dann auch einfach vergisst.
00:39:44: Ja.
00:39:46: Alles eine Übungssache!
00:39:48: Ich habe erkannt es macht mir Spaß und dann hab ich einfach geübt und gemacht und auch viele Fehler gemacht und quatsch erzählt vermutlich.
00:39:55: Aber die Leute nehmen dir das gar nicht krumm, wenn du ehrlich bist und sagst, keine Ahnung was ich gerade schon wieder geredet habe.
00:40:02: Das macht es halt irgendwie menschlich.
00:40:04: Klar würde ich jetzt sagen auf einer Tagung von Finanzmenschen, die im Schwarzen... Und dass ist alles nur Klischee.
00:40:15: Da würde ich wahrscheinlich nicht hinpassen weil ich hab auch immer Pink an oder so was.
00:40:20: Ich bin dann vielleicht auch zu fröhlich aber grade diese Fröhlichkeit würde ja allen mal gut tun!
00:40:25: Absolut, absolut.
00:40:28: Ja ich kann das absolut bestätigen.
00:40:30: also so ging es mir als ich dich zuletzt moderieren hab.
00:40:33: erlebt habe was ist ja auch statt Satzstelle und Bordstellung im Satz komisch.
00:40:39: Also deine Lockerades wirklich total einladen und anstecken und ich liebe es wenn du laut lachst weil das erfüllt den Raum Und es macht so eine locker... Es macht etwas Befreiendes.
00:40:49: Ich bin häufiger mal auf Konferenzen Also auch als Besucherin und also das mit dem schwarzen Hemden, ich finde für die Richtigstellung in diesem Podcast müssen wir das ein bisschen korrigieren.
00:41:01: Es geht der Trend eher zu blau Tönen einfach nur dass du Bescheid weißt, ne?
00:41:06: Dass du dein Bild in deinem Kopf aktualisiert
00:41:10: hast.
00:41:10: Ich sehe es immer vor mir so blaue Hämden halt auch.
00:41:17: Aber es ist auch okay.
00:41:19: Ich hab früher gedacht, ich müsste jetzt Kostümchen tragen oder eben auch einen Anzug und weiße Bluse und so ... Vor allem weil ich dachte damit wirkt man kompetenter, hat mir eine Frau die sich mit Farben und Mode beschäftigt gesagt, das sind die Farben, die gar nicht vertrauen aufstrahlen.
00:41:39: Also wer sich das mal überlegt hat, dass das schwarz-weiß sein soll, wird immer noch geschlagen quasi?
00:41:46: Und ich soll doch die Farben anziehen, die zu mir passen und die ich mag.
00:41:53: Das ist ja aber immer so eine Frage für mich tatsächlich gewesen was ziehe ich jetzt an?
00:41:57: Was zieh' ich denn jetzt im Himmels willen an?
00:42:01: Habe ich mir auch Hilfe quasi geholt und mit einer Frau zusammengearbeitet, die sich da mit mir eben ins Benehmen gesetzt hat und gesagt die Farbe passen zu dir der Schnitt passt zu dir und das hat mir auch geholfen.
00:42:11: Ich gehe da hin und weiß, was ich anhab.
00:42:14: Und fühl mich wohl ... Das macht auch viel aus.
00:42:19: Kleider machen schon irgendwie Leute.
00:42:22: Aber eben nicht schwarz-weiß oder helfernegal.
00:42:25: Du weißt was ich sagen will.
00:42:27: Die Farbe die du liebst?
00:42:28: Genau!
00:42:30: Ja, und ich finde es auch... Also ich kenne diese Kleidungsfrage.
00:42:33: Die kenne ich und ich habe da auch inzwischen eher so einen Standard mit ein paar Kombinationen Und das macht ... Es ist halt auch so ein Mental Loading.
00:42:40: also Ich fühle mich davor jetzt nicht dass so viele damit beschäftigen weil ich will mich inhaltlich vorbereiten und wenn ich drei Tage vorher noch überlege was sich an?
00:42:47: Was sich
00:42:48: an?!
00:42:48: Damit's quasi so aussieht, dass ich mich wohlfühle und auch währenddessen nicht darüber nachdenken muss
00:42:55: Korrektamente.
00:42:56: Aber auch was, wo Frauen sich wahrscheinlich viel mehr Gedanken machen als Männer könnte ich mir vorstellen.
00:43:01: Ja und das kann ich mir vorstellen je nachdem auch wie du als Typ Mann bist ist einerseits es entlasten weil Du hast nicht die Entscheidungsüberforderung Und andererseits gibt garantelt auch Männer die sagen oh ich hätte eigentlich mit auch gern etwas anderes anziehen.
00:43:14: so aber kann Ich nicht und traue mich nicht.
00:43:17: also die sind ja auch gefangen in diesem sehr engen Regiment von Norm.
00:43:23: und was ist jetzt männlich?
00:43:25: Und was passt in diesen Finanzkontext?
00:43:26: oder was immer mein Kontext ist.
00:43:29: Von daher, auch die würden davon wahrscheinlich profitieren wenn wir das alles ein bisschen aufsprängen und auflösen würden.
00:43:36: Vermutlich ja.
00:43:37: also ich kann mir das eigentlich gar nicht anders vorstellen als dass das für die auch befreiend ist weil es... Also gerade auch dieses Wir müssen jetzt als Mann immer tough sein und so Passt einfach auch nicht zu wirklich jedem Mann.
00:43:50: Es gibt Männer, die wollen das nicht und spielen dann auch immer nur ihre Rolle.
00:43:56: Gerade das im Leben einfach zu tun als wäre man irgendwer anders.
00:44:00: Das ist so anstrengend!
00:44:02: Und es ist egal wo man herkommt wie man aussieht welches Geschlecht man hat whatever.
00:44:08: sich so anzupassen geht einfach nicht ewig lange gut denke ich.
00:44:14: mehr
00:44:16: Fun Fact, ich bin tatsächlich über einen Kurs an der Uni in Ohio.
00:44:21: Der zur Feminismus gekommen und zwar hieß der Kurs die Soziologie der Männlichkeit.
00:44:28: Ja?
00:44:29: Ich würde gerne mal zurückreisen und die, keine Ahnung, zwei-undzwanzierige Susi fragen was sie denn so gekitzelt hat das sie dieses Seminar besucht.
00:44:38: Es ging aber wirklich im Wesentlichen drum ja so diese Konstruktmännlichkeit und Tafsein da tief einzutauchen bekommt.
00:44:49: Das her, wie wird das gelebt?
00:44:50: Wir haben viele auch ethnografische Bücher gelesen von einem Mann der in verschiedenen Stadtteilen unterwegs war und sich die Bro-Culture angeguckt hat und wirklich mal aufschrieben hat, was sind die Sätze, die gesagt werden?
00:45:07: Und das ist ja auch dabei.
00:45:08: ne, es sei der Fels in der Brandung Männer weinen nicht und solche Sachen.
00:45:13: Und das is schon echt hart!
00:45:15: Ich mach mal so ein Gedankenexperiment, dass sich das Wort Mann oder Frau dann einfach ersetzen mit Mensch.
00:45:22: Und dann sagst du wirklich Menschen zeigt deine Emotionen nicht?
00:45:26: Oder sei immer stark!
00:45:29: Das ist auch entmenschlichend und es kann ja nicht gut sein weil ein gesundes menschliches System hat ja Gefühle und Emotion und der Körper hat ja auch chemische Reaktionen.
00:45:40: durch Weinen wird ja auch ... Was über das Tränen, über die Trennflüssigkeit werden ja auch Hormone wieder ausgegeben.
00:45:50: Und der Körper reguliert sich damit und dann sagen wir halt wirklich ne, wir wollen eine gewisse Art von Mensch möchten.
00:45:56: wird es sie das nie machen?
00:45:57: Ja ist ja kein Wunder dass er sich in den aufstaut und zu verhalten führt was total destruktiv ist und ja einfach für alle wirklich negativ.
00:46:10: Wahrscheinlich hast du da absolut recht.
00:46:12: Wenn das auch mal aufgebrochen werden würde, würden sich viele Männer auch wohler fühlen.
00:46:21: Aber ja ... Es fällt mir manchmal ein bisschen schwer, auch mich auf diese Perspektive zu begeben, weil ich ja nun mal nicht die Perspektiven habe.
00:46:32: Ich habe mich mal mit einem Mann unterhalten als Freund und der hat dann eben so was gesagt wie.
00:46:39: Das hat mich richtig erschüttert, dass die Gefühle von so mittelalten Männern, die erfolgreich sind beruflich keinen Menschen interessieren.
00:46:50: Und der ist in einem sehr losten Phase gewesen und das hat mich auch so aufgerüttelt weil ich habe darüber nie nachgedacht irgendwie so, dass das ja auch ein Schmerz sein könnte.
00:47:04: Dass die das empfinden als dürften sie es nicht oder als würde sich keiner dafür interessieren weil wenn wir Frauen so untereinander sprechen reden wir ja auch über Gefühle.
00:47:14: aber ich glaube bei Männern ist das überhaupt nicht Trend über Gefüle zu sprechen so richtig und dann haben die dann vielleicht wirklich das Gefühl interessiert niemanden Und ich denke dann wieder, der ist doch immer so gut drauf.
00:47:27: Brauche ich jetzt nicht fragen wie er sich fühlt und eigentlich verstecken die es auch nun.
00:47:31: Das ist eben dieses tun als ob die ganze Zeit permanent ... Es kann einmal nicht gesund sein das ist...
00:47:38: Ne,
00:47:39: jetzt müssen wir ablegen!
00:47:41: Ja weil wir vorhin schon über Sozialisierung gesprochen haben.
00:47:44: also das wurde ihnen auch nicht ansozialisiert.
00:47:47: Also ich glaube da fehlt tatsächlich auch an den Skills gibt auch Untersuchungen dazu So Experimente dass man kleinen Kinder und also Jungs zum Alter von vier, fünf, sechs Jahren so Karten hinlegt.
00:47:59: Wo Gesichter Emotionen zeigen, traurig, müde ... Und auch Mädchen.
00:48:06: Und dann immer wieder merkt die Jungs können es viel schlechter deuten was jetzt da das Gefühl in diesem Emoji ist oder im Gesicht?
00:48:14: Ich glaube ja, so Generationen, die letzten Generationen wurde ihnen nicht beigebracht diese Tools haben sie nicht an die Hand bekommen.
00:48:21: Ja, dann können sie das im hohen Alter nicht.
00:48:23: Es ist wahnsinnig traurig und da fehlt ja was von so dem menschlichen Erfahrung im Leben.
00:48:30: Das gehört zum Leben dazu.
00:48:32: Und es ist halt auch einfach saugefährlich.
00:48:34: Also Thema Gewalt gegen Frauen, Themizide usw.
00:48:39: Ja, ich denke auch, dass das ein bisschen damit zusammenhängen.
00:48:43: Dass die gar nicht wissen wie sie ihren Gefühlen Raum geben.
00:48:46: Dann kommt eben sowas bei rum oder was absolutes allerletzte ist?
00:48:53: Das ist für mich ... furchtbar.
00:48:56: Also, ich habe gerade erst zu einer Lesung, da ging es auch um häusliche Gewalt, wenn Kinder mit dabei sind so ne?
00:49:05: Es ist wirklich, was in manchen Familien passiert und dass die Kinder dann davon eben auch ganz schön etwas mitnehmen in ihr erwachsenen Leben.
00:49:16: Selbst wenn sie jetzt nicht selber auch geschlagen worden sind, aber das die Kinder erleben mehr als ...
00:49:21: dass man
00:49:22: manchmal so denkt, wenn die sich anschreien und so.
00:49:25: Also das hat mich auch wieder sehr mitgenommen.
00:49:32: Wenn wir alle ein bisschen mehr einfach Mensch sein durften ... Vielleicht würde es dann wirklich weniger passieren.
00:49:40: Aber eben diese Ich muss doch der starke Mann sein, Rolle und Haar, weiß ich nicht.
00:49:44: Und dann bricht's raus, obwohl... Ach nee!
00:49:50: Nee, das ist das Beste.
00:49:51: Das ist wirklich für mich total belastend.
00:49:55: Also wenn es dann eben so weit geht und dass man gewalttätig wird oder eben auch psychische Gewalt also ich meine nicht nur dass man schlägt sondern auch wie gemein manche miteinander sind.
00:50:10: Ich glaube es braucht die Strukturen und die Rahmenbedingungen auch dafür.
00:50:16: Ich glaub wir sind auch... Also ich habe einige Freunde aus Indien Und es sind auch Leute, die mitunter viel mehr in Gemeinschaft aufgewachsen sind.
00:50:26: Ich höre auch gerne den Podcast von Trevor Noah.
00:50:30: der ist ein Stand-up-Comedian aus Südafrika.
00:50:32: ich weiß ja bei dir was sagt und er erzählt auch viel so aus diesem Kontrast, er lebt jetzt glaube ich in den USA.
00:50:42: dieser Kontrast aus sehr individualistischen Gesellschaften Gesellschaften.
00:50:51: Also das, was wir wahrscheinlich auch so vor zwei Generationen noch mehr auf dem Land hatten, dass dann irgendwie drei Generationen, vier Generationen einem Haus leben.
00:51:00: und ja einerseits ist es nervig und ich habe mal gelesen genervt sein ist der Preis den du dafür talsst quasi in Community zu sein und nicht alleine zu sein.
00:51:10: andererseits dieses Alleinsein glaube ich tut uns nicht gut weil wir eher vereinsamen und auch so soziales Regulierung miteinander Nicht praktizieren, lernen und üben.
00:51:20: Es gibt auch Kontrollmechanismen teilweise.
00:51:23: Wenn du nur das Ehepaar zu Hause bist und da gibts Gewalt ... hast du nicht noch Familie, die drum herum ist, die einschreiten kann oder intervenieren kann?
00:51:34: Und was ich auch mal noch gelesen habe aus einer indigenen Kultur wenn sich jemand auffällig verhält sozial auf irgendeine Art und Weise ausschert sozusagen Dann kommt die, das macht mich ganz emotional.
00:51:50: Dann kommen die Community zusammen und quasi duscht diese Person in warme Worte und sagt, was die Person alles Tolles gemacht hat.
00:52:01: Und fragt dann auch so ein bisschen ... Na ja?
00:52:03: Was ist denn grad los bei dir, dass du vielleicht nicht auch gewaltvoll wirst oder rumschreißt?
00:52:09: Oder sowas?
00:52:09: Was is denn grade in dir los?
00:52:12: Das ist einfach so'n schöner Community-Aspekt von wegen wir sind immer noch da!
00:52:17: als deine Community.
00:52:18: Wir halten den Raum für dich und wir halten ... We have your back, sagt man auch im Englischen.
00:52:24: Wir haben deinen Rücken!
00:52:25: Und wir sehen okay du verhältst dich gerade destruktiv weil irgendwas in dir ist.
00:52:30: also irgendwas ist da grade nicht gut für dich?
00:52:32: Und wir wollen das hören und lass es uns adressieren damit's für Dich wiedergut ist, damit dann für die Community wiedergutt ist.
00:52:40: Ja ich denke da können wir echt viel lernen Weil wir solche Mechanismen als Gesellschaft nicht haben, ne?
00:52:45: Wenn wir so ein Strafsystem und Abstrafen wegsperren.
00:52:49: Und ich weiß nicht, wer jetzt zuhört ... Natürlich gibt es verschiedene Erlebnisse.
00:52:55: Wenn jemand dich akut bedroht, dann muss da physischer Raum dazwischen.
00:52:59: Du musst von der Person beschützt werden.
00:53:01: Gleichzeitig die längere Perspektive.
00:53:03: Die Person, die wir weggesperren, mit der muss auch irgendwie was ... Da muss auch irgendein Support-System da sein damit ihr wieder ... gut gehen kann, damit sie sich wieder gesund für sich selbst und anderen gegenüber verhält.
00:53:18: Ja also ich glaube wir würden davon profitieren wenn wir mehr auch kollektiv diese Sachen sehen und leben könnten und da gibt es ja auch andere Kulturen die das machen und da können wir glaub ich auch viel lernen.
00:53:32: Also ich finde den Gedanken auch gerade richtig schön Wenn ich so ein bisschen zurückdenke an meine Kindheit in der DDR, ist so ein Wohnbaugebiet.
00:53:43: Ja?
00:53:44: Und
00:53:45: wo alle aus meiner Klasse auch da in dem Carré lebten und man eben auch so Feste im Hauseingang gefeiert hat gemeinsam ... Also das Gemeinschaftsgefühl war da anders.
00:53:57: Das war überhaupt da, sag ich mal.
00:53:58: Es war ein Gemeinschafsgefühl da.
00:54:02: Und das tat mir eigentlich immer gut.
00:54:05: Jetzt finde ich, gut, ich lebe jetzt in etwas größeren Stadt
00:54:09: Mhm.
00:54:11: Aber man ist halt sehr für sich so, ne?
00:54:15: Also keiner merkt irgendwas, was hier in unseren Verwänden passiert, wo der jetzt gar keiner merken will.
00:54:20: Da sind wahrscheinlich auch keinen, was ja auch traurig ist irgendwie.
00:54:24: Also das, was du gerade beschrieben hast ... Ich fand es auch so schön und ich glaub ein bisschen fehlt mir das.
00:54:33: Ich bin zwar dann manchmal auf Netzwerkveranstaltungen und so aber irgendwie diese echte Nähe Das dauert bei mir immer ein bisschen, bis ich mich richtig öffnen kann.
00:54:44: Ich verbinde mit Leuten ... das geht nicht einfach mal so, hoppst jetzt rede ich mal mit jemandem?
00:54:51: Das braucht ja Zeit und es geht nur, wenn man länger mal miteinander ist und klauen wird sich dann auch auf die Nerven gehen.
00:54:58: Keine Frage!
00:55:00: Aber ich denke, wir sind soziale Wesen und dieses permanente Alleinsein.
00:55:04: Und vielleicht auch mit dem Handy-Aleinsein hier an und mal ganz überspitzt weil das erlebe ich ja auch irgendwie Leute nur noch auf dieses Ding stehen und gar nicht mehr sich mit den Leuten drum herum befassen, selbst wenn sie mit Leuten unterwegs sind.
00:55:16: Sich dann nicht richtig unterhalten.
00:55:17: Ich meine, das führt ... Das kann nicht gut sein!
00:55:22: Nee, das ist richtig, das kann nicht good sein... Wir verlernen das irgendwie so ein bisschen?
00:55:28: Ja Und dann entstehen die manchmal so Eindrücke.
00:55:32: Also ich hatte letztens auch wieder in einem Workshop, da hat eine Person an eben auch so explizit gesagt sie denkt dass die Menschen im Grunde böse sind.
00:55:42: und ich denke nee ist so nicht.
00:55:44: wenn du egal was für ne Krise auch immer kommt oder irgendwas wo hier die Flut war oder so die Menschen sind eigentlich überhaupt nicht böse sondern wollen sich gegenseitig helfen sind nur unaufmerksam aber worden.
00:55:55: das definitiv Sie nehmen gar nicht mehr wahr, was in ihrer Umgebung stattfindet.
00:56:00: Wenn sie mal hingucken und das erlebe ich ganz oft, weil ich auf sowas natürlich auch achte, wie sich Leute helfen wenn da jemand kommt mit einem Kinderwagen wieder Leute gleich hinströmen und helfen dass die in die Bahn einsteigen kann und solche Kleinigkeiten oder die Tür aufhalten.
00:56:16: also wenn wir den Kopf vom Handy hochnehmen sind die Menschen immer noch total hilfsbereit und ich... Das ist auch so mein meine innere Haltung.
00:56:29: Ich bin okay, du bist okay.
00:56:30: Der Transaktionsanalysis ist ein kleines Büchlein, das so betitelt ist und diese ... Das ist mein Mantra auch.
00:56:36: Ja?
00:56:37: Ich hab oft schon den Podcast gesagt.
00:56:39: Damit fahre ich wirklich gut, wenn ich davon ausgehe, dass mein Gegenüber mir erst mal nichts Böses will.
00:56:45: Wenn er da was von sich gegeben hat, das mir nicht gefällt.
00:56:48: Es ist nicht um mich zu ärgern, sondern weil es bei ihm halt grad so ... ist halt einfach.
00:56:54: Und dann sich dann eben Lohnt rauszufinden, warum.
00:56:57: es ist gerade so?
00:57:00: Wenn man da so offen bleibt und zugewandt ... Dann klappt das auch wieder mit dem, wir gehen gut miteinander um.
00:57:09: Wir wissen eigentlich, der meins nicht böse, kommt vielleicht mal dieser Eindruck weg, dass Menschen alle böse sind.
00:57:14: Oh, quatsch oder nicht!
00:57:16: Ja, das ist echt sehr traurig... Ich glaube, der Akku ist einfach auch runter Mhm, ja.
00:57:24: Und ich merke ... Es macht bei mir einen großen Unterschied, ob ich jetzt erholt, ausgeschlafen, frisch bin und mit was konfrontiert werde?
00:57:32: Dann kann ich da leicht mit umgehen und bin auch sehr in der Haltung, die du sagst von wegen, okay, da kackt mich gerade eine an!
00:57:39: Okay, was ist denn los bei dir?
00:57:40: Was brauchst du grade, Schatzi, Mausi, Hasi, Putzi?
00:57:44: Versus wenn ich's auch irgendwie grade total müde, hungrig ... gestresst, viel gearbeitet und schon viel Energie vergeben habe.
00:57:53: Und dann kommt was ist so okay?
00:57:54: Was willst du jetzt noch von
00:57:56: mir?".
00:57:57: Ich mag die erste Version, die erholte Version lieber und ich glaube diese Diskussionen um wir müssen mehr arbeiten und leisten.
00:58:06: Dann wird alles noch drastischer weil die Zündschnur bei allen Künten kürzer wird.
00:58:11: das nährt halt diesen Leitgedanken.
00:58:15: und genau Leute denken der andere will mir etwas Böses Aber kleine Reality-Checks sind mir glaube ich so unwichtig im Leben der anderen.
00:58:23: jetzt auf positive Art und Weise gemeint, dass keiner früh aufsteht.
00:58:26: Und sich denkt, ist Sandra die ich nicht kenne in der Straßenbahn?
00:58:29: Der kacke ich heute richtig ans Bein.
00:58:32: Ich meine Sprüche sowas sag' ich sonst was.
00:58:34: Achso!
00:58:35: Na dann High Five!
00:58:36: Du weißt du, keiner steht wirklich morgens auf und denkt sich Leute ärgere ich mal irgendwie.
00:58:41: Das ist halt einfach... Manchmal gar nicht das man jemanden auch geärgert hat.
00:58:46: auch gelernt hat, Grenzen zu setzen oder irgendwas zu sagen in dem Moment.
00:58:50: Also nicht unbedingt ... sondern auch freundlich zu bleiben und sagen, weißt du was?
00:58:54: Das kam jetzt hier bei mir so an.
00:58:55: Hast du das
00:58:56: gemeint?".
00:58:57: Und dann kann der andere sagen, oh Gott, das will ich nicht!
00:59:00: Und schon Konflikt gelöst.
00:59:02: Ja.
00:59:03: Magic!
00:59:04: Oh, magic!
00:59:05: Und es ist wundervoll und rosa und pink und schön.
00:59:09: Weißte, dass ist meine Traumvorstellung... I love
00:59:12: it.
00:59:13: Ja,
00:59:13: miteinander reden und immer davon ausgehen dass der andere uns nicht absichtlich irgendwie verletzen möchte.
00:59:20: Und dann eben einfach mal nachfragen.
00:59:22: Ja weiter so und steck weitere damit an, liebe Sandra, das war ganz toll!
00:59:27: Danke schön.
00:59:30: Wir wollen aber eigentlich in diesem Podcast ja gar nicht über mich so viel reden machen.
00:59:33: Das heißt es schon.
00:59:34: Ist gut.
00:59:35: Du bist ja auch spannend?
00:59:38: Ja
00:59:38: danke Eine Sache haben wir noch gar nicht erwähnt.
00:59:43: Du machst irgendwas bei Silicon-Sexiny auch?
00:59:46: Das ist ja hier so ein großes ... Ich finde, das ist schon was, wo man sagt, ah, ja, das kenne ich.
00:59:50: Hier um Ostensilygen, Sexiny großartig und irgendwas machst du da auch.
00:59:54: Auch im Hinblick auf internationalisierung magst du da immer noch mal kurz?
00:59:58: Ja, genau.
00:59:59: Silicon-sexiny is der Branchenverband für die Halbleiterindustrie also Mikrochipherstellung aber auch Hightech.
01:00:10: Also das ist vor allen Dingen Sachsen- und Dresden Softwarefirmen.
01:00:13: Genau, die haben sich vor vormundzwanzig Jahren inzwischen zu einem Verein zusammengeschlossen.
01:00:19: Damals waren es ein paar Vomundzwansichtunternehmen, die das gestartet haben und gesagt haben hey zusammen haben wir doch ein bisschen mehr Schlagkraft.
01:00:28: Und inzwischen sind's fast siehundert Mitglieder.
01:00:31: Das sind hauptsächlich Unternehmen aber auch Hochschulen und Bildungseinrichtungen Zulieferer für diese Industrie.
01:00:41: Und wir haben tatsächlich in Europa damit das größte Cluster, dass Mikrochips herstellt?
01:00:49: Ich weiß nicht ob du das wusstest.
01:00:52: Also das ist das größt es nicht aber das ist großes... Ja und ich hatte noch zu.
01:00:57: im Studium hatte ich im Rahmen meiner Diplomarbeit so ein bisschen damit zu tun.
01:01:02: Aber das ist aber schon her ne Weile!
01:01:08: Und man kann auch sagen, jeder dritte Chip der in Europa im Einsatz ist tatsächlich Made In Saxony.
01:01:14: Ja!
01:01:14: Das
01:01:15: ist ziemlich cool.
01:01:17: und ja also es eine Branche die viel Zukunftsperspektiven hat bei einfach alles digitaler wird und wir brauchen quasi die Mikrochips heißt konkret wir brauchen auch Leute die in der Chip-Industrie arbeiten, die herstellen, die designen, die entwickeln testen etc.
01:01:37: Und deshalb befasst sich der Verein Silicon-Sexiny auch mit dem Thema Fachkräfte.
01:01:44: Wie können wir die gut aus und weiter bilden?
01:01:47: Wer ist überhaupt hier Fachkraft, dann passend zu meinen Herzensthemen bin ich dazu ständig für die Themen internationale Fachkräftepersonalentwicklung und betreue quasi diese Themen für die Mitgliedsunternehmen.
01:02:01: Das heißt wenn sie Fragen dazu haben landen Sie bei mir!
01:02:04: Das
01:02:05: ist ja cool.
01:02:06: Und dann sind wir wieder bei dem ... die Susi, die in die Welt gegangen ist.
01:02:11: Die Welt jetzt quasi nach Sachsen?
01:02:13: Ja, die Welt war schon vor mir in Sachsen.
01:02:16: Aber ich schwimme, das ist immer so.
01:02:18: mein ... meine Bubble, in der ich immer wieder lande und genieße es.
01:02:22: Weil auch gerne aus meiner Sichtweise rausgeholt werde.
01:02:28: Und gerne höre wie andere Leute Sachen anders denken und sehen auf der Welt.
01:02:31: Ich find das echt bereichernd.
01:02:33: Ja, kann ich mir gut vorstellen.
01:02:35: Ich selber habe gar nicht so viel Kontakte.
01:02:39: Dann stell ich
01:02:41: dir welche vor?
01:02:43: Ja bitte!
01:02:44: Das wäre super, weil das auch spannend ist.
01:02:48: Letztens hat mich wirklich mitgenommen ... Da hat eine Freundin von mir etwas Rassistisches von sich gegeben, dass ich mich schon wundere woher so was manchmal auch kommt, weil ja gar nicht sie großartig Berührungspunkte damit hat.
01:03:09: Ich denke dann eben manchmal wenn man wirklich Menschen aus anderen Kulturen tatsächlich kennenlernen kann und die Möglichkeit hat die kennenzulernen mit denen zu quatschen in welcher Sprache auch immer, dann verändert sich das Bild.
01:03:23: ich weiß noch ganz genau da war ich noch ziemlich jung und wir hatten da habe ich in so einer Agentur gearbeitet Und wir sollten in einem anderen Ort irgendwo, ich glaube wie es Baden oder so.
01:03:35: Also wir haben Personal für Events zur Verfügung gestellt und wir sollten Schoffhöre zur Verfügung stellen.
01:03:42: Dann hat sich eben ein junger Mann beworben mit seiner Crew und er hatte einen ausländischen Namen Und wir haben sofort ... Ich mein, wir kannten halt das nicht.
01:03:52: Wir haben sofort auch dummes Zeug gedacht und gesagt können wir das machen?
01:03:56: Dann kann man den vertrauen.
01:03:57: Also sofort in so ein Misstrauen gegangen.
01:04:00: Und das ... Ja... Nachhinein haben wir uns wahnsinnig dafür geschämt, dass wir einen Quatsch gedacht haben.
01:04:08: Die waren alles super!
01:04:09: Das waren nette Menschen und es ist scheißegal wo die herkommen oder wie der Name ist oder was.
01:04:16: Im Nachhinein haben wir uns echt einen Kopf gegriffen.
01:04:18: Aber das war eben auch, weil wir keine Berührungspunkte vorher damit hatten und irgendwie dieses Bild von ... Na ja!
01:04:24: Die sind nicht so ganz zuvor, dass sie whatever in stark ausgeprägten.
01:04:27: Deswegen bin ich das gut, dass du dich dafür einsetzt, dass man mit den Menschen immer mal spricht.
01:04:33: Dass man mit denen Räume finden kann und in Kontakt kommt.
01:04:37: Weil dann stellt man nämlich fest, hey, da sind echt tolle Menschen.
01:04:39: Mhm.
01:04:41: Ja?
01:04:42: Das mit dem Rassismus ist ähnlich wie mit den anderen Themen, die wir vorhin schon besprochen haben.
01:04:47: Weil du sagst, willkommen!
01:04:48: Wir hatten keine Berührungspunkte, warum gab's da solche Assoziationen?
01:04:53: Und ... wir sind ja heute musikalisch unterwegs und ich singe nicht die Ärzte.
01:04:58: Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist.
01:05:01: Das wäre nur deine Schuld wenn sie so bleibt.
01:05:04: Obwohl das Schuldwort nicht ganz so schön.
01:05:07: Aber ja also ... Rassismus... Da sind wir auch rein sozialisiert.
01:05:12: Wir reden da aber in Deutschland weniger drüber.
01:05:15: In den USA ist es tatsächlich so, man hat das ... Das ist ein bisschen mehr auf dem Tisch des Themaes.
01:05:19: Es wird benannt und es liegt mit da und dann können sich alle dazu positionieren.
01:05:26: Ja, nee.
01:05:27: Das gibt es gar nicht so wirklich und wir hatten noch auch keine... Nicht weiße Menschen oder quasi.
01:05:32: Wir hatten ja niemanden den wir rassistisch hätten, dem diskriminieren können.
01:05:35: das stimmt ja aber nicht, ne?
01:05:36: Also nach einem Zweiten Weltkrieg hatten wir in Westdeutschland die türkischen Gastarbeiterinnen Und in Ostdeutschen hatten wir auch aus Vietnam und ich glaube aus Namibia Siehst du?
01:05:53: Ja also genau da gab's schon Da gab es schon auch Menschen.
01:05:57: Und trotzdem haben sich ... Ich sag mal, diese rassistische Ideologie hat sich seitdem die quasi eine ausgedacht hat.
01:06:06: Also das ist ja wirklich Bullshit!
01:06:08: Es gibt keine Rassenlehre und keine Menschenrassen.
01:06:11: Das wurde aber zur Kolonialzeit aufgesetzt.
01:06:15: damit man irgendwie eine Begründung hatte für die christliche Bevölkerung.
01:06:20: Warum fahren wir jetzt nach Afrika, kidnetten da Menschen und schleppen sie über den atlantischen Ozean?
01:06:28: Wobei ganz viele umkommen.
01:06:31: Dafür brauchte man ja irgendwie eine handelnde Begründeung, weil kognitiv wird die Sonanz ... Die Leute hatten ein gutes Bild von sich selbst, die Christen, die das gemacht haben und wollten auch nicht denken, ich bin Unmensch.
01:06:41: Da hat man sich diese Rassenscheiße ausgedacht.
01:06:46: Wir wissen jetzt schon seit ein paar Jahrhunderten, dass das so nicht stimmt.
01:06:50: Und gleichzeitig hat sich dieses Bild von ... Na ja, du kommst von daher und es ist dir im Blut.
01:06:57: Das hat sich weitergehalten.
01:07:00: Ich hab mal in der Lehrerbildung gearbeitet.
01:07:03: Hieß tatsächlich auch Lehrerbildung, nicht Lehrerinnenbildung?
01:07:09: Dort haben wir uns auch mal angeguckt, weil wir haben einen Rassismus-Workshop gemacht.
01:07:13: Den hat meine tolle Kollegin Diana Braun gestartet und ich habe das dann, wenn ich den Job übernommen habe, hab ich das fortgeführt.
01:07:21: Wir haben uns angeschaut, was ist denn in Schulbüchern an unterschiedlichem Rassismus?
01:07:26: Und da ist halt wirklich auch in den Deutschtexten oder in irgendwelchen Matheaufgaben.
01:07:32: Wander sind Textpassagen von ... Ja, die wilden Afrikaner und im Busch und die Tanzen.
01:07:40: Und sie sind unzivilisiert.
01:07:43: Diese Art zu beschreiben, das alleine ist halt schon rassistisch.
01:07:47: Das hat sich weitergehalten.
01:07:49: Es ist so unterschwellig überall bei uns auch in der Sprache drin.
01:07:52: Du bist ja ein schwarzer, na klar kannst du gut tanzen?
01:07:56: Dass dich dieser Rassismus quasi auch so hält ... Wie eben auch der Sexismus von wegen einer, du bist eine Frau und kannst gut Kaffee kochen.
01:08:04: Du kaufst jetzt mal bitte den Kaffees für uns alle fürs nächste
01:08:06: Meeting.".
01:08:07: So auf eine ähnliche Art und Weise ist es omnipräsent und auch unterschwellig.
01:08:14: Und deshalb wenn wir uns da ähnlich wie mit Sexismus oder anderen ismen, weil wir uns dann nicht wirklich das bewusst machen und verstehen wo kommt denn das her?
01:08:23: Haben wir das!
01:08:24: Das ist so die erste Sache die ich versuche mit Leuten zu besprechen damit wir von dieser Scham wegkommen.
01:08:31: Sonst sind wir häufig bei so einem ... Wenn ich sage, wenn du das, was du gesagt hast ist rassistisch, dann ist die Abwehrreaktion.
01:08:37: Was?
01:08:38: Nee!
01:08:39: Das kann gar nicht sein.
01:08:40: Weil wenn die Sache rasistisch ist, bin ich ja Rassistin und ich bin aber ein guter Mensch.
01:08:47: Das ist die Causalitätskette und die stimmt aber so nicht.
01:08:52: Du kannst immer ein gutter Mensch sein auch, wenn man mal dofe Sachen sagt.
01:08:57: Die Frage ist halt, wie gehst du damit um und lernst du auch das wirklich?
01:09:01: Hast du eine Bereitschaft, das zu verändern.
01:09:03: Und auch einzugestehen okay da habe ich jetzt jemanden verletzt.
01:09:06: Dafür übernehme ich Verantwortung und versuche es nicht so heilen oder besser machen.
01:09:12: Das sind die Möglichkeiten, die wir haben beim Rassismus.
01:09:17: Diese Bilder im Kopf, das ist auch ziemlich menschlich... vor allem wenn du keinen eigenen Erfahrungen hast, dann zieht halt dein Kopf quasi saugt ja auch in ganz nach Informationen und die kommen aus Filmen, aus Medien, aus Schlagzeilen.
01:09:31: Und selbst wenn du die Bildschlagzeile hörst weiß ich nicht, Afrikaner hat sonst was gemacht und du weißt kognitiv okay.
01:09:38: das ist irgendwie vereinfacht es ist ein Stereotyp.
01:09:41: es ist wahrscheinlich auch unwahr.
01:09:43: je öfter wir solche Sachen hören speichert unser Gehirn ab ob wir das wollen oder nicht Knau-Auffall irgendwas ist, dann zieht unser Kopf erst mal die ersten Daten, die er quasi zur Verfügung hat.
01:09:57: Und daher kommen dann solche Bilder und solche Einschätzungen von wegen Arneher, was du jetzt in deinem Beispiel hattest.
01:10:02: Können denn die gute Arbeit leisten oder ist das gefährlich?
01:10:05: Da hat halt die mediale Repräsentationen riesen... Verantwortung, dass sie die Sachen so beschreiben.
01:10:12: Und das macht halt viel Angst und Misstrauen.
01:10:15: Da ist immer meine Frage ja Moment mal wer könnte denn profitieren wenn wir als Gesellschaft uns gegeneinander misstrauen?
01:10:22: Und so ja missgünstig zueinander sind?
01:10:25: profitiert da irgendwer zu für zufällig davon?
01:10:29: Genau
01:10:30: Ich nicht
01:10:32: So du nicht und ich will eigentlich nur sagen danke dass du das erzählt hast.
01:10:38: Ich bin auch nicht frei von rassistischen Gedanken und Einschätzungen.
01:10:42: Wichtig ist halt, dass wir anfangen darüber sprechen zu lernen ... Und ja, auch da den Weg vorwärts suchen und uns wirklich weiterbilden und informieren und das am besten über Podcasts-, Bücherfilme die, ich sag mal, People of Color schon veröffentlicht haben?
01:11:01: Weil die haben gesagt okay, ich nehm jetzt diesen Bildungsauftrag an!
01:11:04: Ich hab zwar schon die Scheiße, dass ich es erleben muss Aber ich schreibe das jetzt alles mal auf, damit ich nicht siebzig Tausendmal erzählen muss.
01:11:10: Ich lese einfach mein Buch und dann haben wir schon ein bisschen mehr geteiltes Wissen.
01:11:15: Weil sonst ist halt auch was oft passiert.
01:11:18: Dann trifft man mal jemand sagt ja sag mal kannst du mir das mal erklären?
01:11:21: Und nicht jede betroffene Person hat Bock darüber zu reden weil die wollen nur ihr Leben manchmal einfach leben und nicht dann auch noch die Educators spielen müssen.
01:11:31: Und deshalb versuche ich da auch meine Verantwortung als White Ally vielleicht nachzukommen und sagen hey, ich sehe es.
01:11:37: Ich check es!
01:11:39: Ja das ist sehr spannend.
01:11:40: Ich habe mal eine der letzten Keynotes die ich gehalten hab von einer Firma Thema Diversity.
01:11:47: Habe ich auch Assistismus mit angesprochen.
01:11:49: Da haben zwei Personen Blickkontakt gehabt.
01:11:53: Das waren zwei Women of Color, die ein bisschen voneinander entfernt saßen und das erzählt hab ich die Blicke von einfach nur so yeah you know what she's talking about.
01:12:01: weil ich auch erzählt habe dass es halt auf negiert wird von eben dann weißen Menschen wie sie nicht erleben Und zwar so ein oh Gott endlich sagt mal einer So!
01:12:10: Und das ist nicht die bequemste Rolle und ich glaube manchmal ist es halt wichtig dass wir mal unangenehme und unbequeme Sachen besprechen damit danach wieder schöner und besser wird.
01:12:21: Definitiv muss man es ansprechen, weil wie das ja schon gesagt hat.
01:12:24: Das fällt den Leuten manchmal gar nicht auf und der erster Schritt ist ja sich bewusst zu machen dass man da gerade einen Käse denkt der gar nicht stimmt vermutlich nicht stimmt.
01:12:35: also das ist tatsächlich so dass wir manchmal dann auch Rassistische Sachen in den Kopf kommen und ich denke immer, bist du bescheuert?
01:12:45: Was soll denn das so?
01:12:46: Wo die herkommen?
01:12:47: keine Ahnung.
01:12:48: Aber ich kann es wenigstens hinterfragen und sagen was ist okay jetzt.
01:12:51: Ja
01:12:54: aber wie gesagt ich denke wenn du einfach ein bisschen mehr Draht zu Menschen hast die von woanders her kommen dann verliert sich das auch weil... Es gibt da keinen Unterschied.
01:13:08: Das sind Menschen halt
01:13:09: Ich
01:13:12: ... ich kann das auch irgendwie nicht so mit meinem, ich weiß nicht.
01:13:17: Mit meinen Werten und so vereinbar, dass man Leute herabwürdigt einfach nur aufgrund irgendeines Merkmals egal was es für eins ist.
01:13:25: Dass man sagt du bist irgendwie anders und deswegen schlechter als ich.
01:13:31: Das
01:13:31: ist doch irgendwie... Und ich mein, ich find zwar weiß, also mit Rassismus hab' ich jetzt nicht wirklich zu kämpfen.
01:13:37: aber So als übergewichtige Frau hast du auch deine ... nun ja, Dinge.
01:13:44: Unsere Erfahrungen und Erlebnisse, ja?
01:13:46: Ja also egal, manchmal ist es fast schon egal, weil wenn du nicht gerade in weißer normal gewichtiger Thomas bist kannst du davon ausgehen dass irgendwas auch ist wo für man dich händen kann.
01:13:59: Ja?
01:13:59: Das so
01:13:59: blöd irgendwie.
01:14:02: Verschängte Lebensmühne!
01:14:05: Ja, auf jeden Fall.
01:14:06: Also ich finde wir sollten alle viel netter miteinander sein und viel offener aufeinander zugehen uns mal zuhören und was für andere Menschen interessieren und aufführen.
01:14:14: Zu urteilen bevor wir überhaupt wissen wer da eigentlich vor allem steht.
01:14:17: überhaupt diese ganze Interpretiererei und Urteilerei das ist der Untergang.
01:14:22: Ja spannend ist ja.
01:14:23: dann finde ich immer auch die Frage naja wofür brauchst du das jetzt gerade die andere Person abzuwerten?
01:14:29: Also es ist
01:14:31: gerade in dir, dass du irgendwie das Bedürfnis hast da jemanden wegzuschieben oder zu degradieren.
01:14:37: Warum bist du gerade unsicher?
01:14:38: Was ist da gerade los bei dir?
01:14:40: Ja also wenn ihr das so fragst könnten einige dann auch schon sagen ich bin überhaupt nicht unsicher.
01:14:49: Der Abwehrmechanismus kommt dann recht schnell ist in Ordnung ist auch verständlich.
01:14:53: Ich würde auch nicht von jedem fremden stranger gefragt werden warum ich gerade uns hier bin.
01:14:57: aber ja
01:15:00: Ja, aber du hast ja eben wahrscheinlich dann Formate in denen die Leute genau deshalb auch mit dir sprechen.
01:15:05: Genau!
01:15:06: Das ist immer das Traumsszenario dass dann tatsächlich auch ganze Teams oder auch Organisationen sagen okay wir reden jetzt mal darüber und ich versuche dann eben Formate zu stricken in denen es einen Rahmen gibt wo's möglich niedrigschwellig möglichst schuldarm.
01:15:23: den Raum dafür gibt ja auch die Fragen zu stellen warum ist denn jetzt vielleicht das rassistische Schwächheit?
01:15:28: das verstehst nicht?
01:15:30: Hätte es nicht als rassistisch eingeschätzt, kannst du's mir erklären.
01:15:33: Damit wir einfach darüber reden können, damit wir es wirklich verstehen und dann auch anders machen.
01:15:40: Am Ende glaube ich dass keiner jemand anderen bewusst jetzt verletzen will und abwerten will.
01:15:48: Und ich glaube da ist auch nur so viel Happiness zu holen.
01:15:51: Selbst wenn du glaubst, oha!
01:15:53: Wenn ich die jetzt dekradiere, dann gehts mir kurz besser?
01:15:55: Dann gibt sie nur kurz besser aber langfristig nicht.
01:15:59: Aber ich glaube auch tatsächlich, dass das ein relativ unbewusster Prozess ist.
01:16:05: Dass man nicht bewusst sagt, jetzt degradiere ich die dann, fühle ich mich besser?
01:16:08: Ich glaub, das denkt niemand!
01:16:09: Aber es ist so ein Mechanismus, den man eigentlich auch... Naja, manchmal ist ja vielleicht sinnvoll aber das passiert dann irgendwie einfach, dass man sich mal mit sich selbst auseinandersetzen, also so ein bisschen reflektierter sein und zu gucken.
01:16:24: warum habe ich mir jetzt gerade das gedacht und warum fühle ich mich jetzt grade so.
01:16:28: Und also wirklich auch mal bei sich anzufangen, zu gucken, woher kommt denn da vielleicht dieses Unserheitsgefühl oder was auch immer für ein Gefühl?
01:16:38: Das ist ja schon mal, finde ich ganz wichtig.
01:16:42: Da kann wirklich jeder Mal bei sich anfangen, so will ich damit sagen.
01:16:45: Also nicht immer so gucken die anderen, sondern es fängt wirklich immer bei einem selber an.
01:16:49: Da haben wir den höchsten Wirkradius mit uns selbst.
01:16:55: Dennoch werden einige strukturelle Veränderungen auch sehr zu begrüßen.
01:16:59: Sowohl als auch, also ja wir brauchen die ganze Palette.
01:17:04: und klar manchmal ist es bei den strukturen Sachen schwer.
01:17:07: wie kann ich da jetzt Einfluss nehmen?
01:17:10: Und trotzdem ich habe sie schon zwanzigmal gesagt aber ich glaube wir kommen nicht weiter wenn wir's nicht benennen Wenn wir damit nicht anfangen und dann uns aber auch organisieren und strukturiert daran gehen die Sachen auch zu ändern
01:17:24: Genau.
01:17:25: Und weil du es jetzt schon zwanzigmal gesagt hast, haben sich das auch alle gemerkt?
01:17:29: Wiederholen ist wichtig beim Lernen, weißt du?
01:17:32: Ja, und ist wichtig!
01:17:33: Dann würde ich, wenn wir jetzt gegen Ende gehen, auch noch ein Aufruf starten.
01:17:37: Ich suche tatsächlich immer weiter Leute die Bock haben über solche Themen zu reden und gerne einfach in den Settings wo ihr seid.
01:17:46: Mein Traum ist aber wirklich... dass wir in allen möglichen Settings, sei es egal wo du arbeitest.
01:17:52: In deinem Ehrenamt, in deiner Familie, dass wir darüber sprechen und das sozusagen parallel auf mehreren Spuren anschieben.
01:18:00: also wenn jemand Bock hat darüber zu reden und wir auch eine kleine Austauschgruppe starten können von wegen oh das ist mir passiert.
01:18:06: wie kann ich darauf reagieren?
01:18:07: was kann ich sagen?
01:18:08: Und ich habe mich doof gefühlt sich auch gegenseitig da den Rücken so stärken weil's ist schon auch ne kräftezehrende Aufgabe.
01:18:15: Dafür brauchen wir auch Community.
01:18:17: Also wer Bock hat, let's connect?
01:18:19: Let's do this together!
01:18:21: It is the only way.
01:18:23: Ja sehr schön.
01:18:24: ja.
01:18:25: also ich werde denn die schon uns alle Kontaktmöglichkeiten von dir packen so dass sich die Leute auch bei dem melden können.
01:18:32: Das ist gut für die Brieftauben.
01:18:34: vor allen Dingen brauchen immer noch die geografischen Daten und Windrichtung und so her.
01:18:41: Okay ich bin gespannt Wie wir das als Schumlaut verpacken.
01:18:47: Ja, auf jeden Fall ... Mit dir zu quatschen ist immer wieder ... ja also auch manchmal schwer im Sinne von die Themen sind halt so.
01:18:57: Es ist immer schön mit dir zu sprechen aber die Themen liegen mir manchmal ganz schön schwer im Magen.
01:19:03: Deswegen find ich's gut wenn du dann immer einen leckeren Kuchen machst.
01:19:07: Noch mehr bei Enlarging-Gempae?
01:19:11: Also, Susi kann wirklich gut backen auch so nebenbei.
01:19:16: Wer mit mir hoch essen will und über leichte und schwere Themen reden möchte, sagt wahrscheinlich...
01:19:21: Ja, so ein Kuchen lockt die Leute, weißt du?
01:19:22: Hoben
01:19:23: lockt!
01:19:24: Ja, das verstehe ich.
01:19:26: Ja also ganz herzlichen Dank dass Du mit mir über all diese Themen wichtigen Themen gesprochen hast.
01:19:33: Ich finde es mega toll wie engagiert du da dran bist und dran bleibst.
01:19:38: Weil es ist wirklich auch hart, das kann ich mir vorstellen.
01:19:42: Und bestimmt kriegst du auch immer mal ganz schön so Gegenwind zu spüren und weiß nicht ne?
01:19:47: Ist ja jetzt gerade politisch auch nicht so ganz einfach mit solchen Themen.
01:19:51: vielleicht also toll dass du trotzdem dem Thema Raum gibst.
01:19:56: Herzlichen Dank!
01:19:58: Sandra danke dir für dein Interesse und dass du hier auch damit den Raum öffnest und du machst auch wundervolle Sachen.
01:20:05: Du bist ja auch ein Teil dieser Veränderung, wirklich.
01:20:09: Einfach dass du anderen coolen Personen hier Sichtbarkeit gibst.
01:20:12: also danke und
01:20:14: bis zu unserem Kuchentreffen.
01:20:15: Bis zum nächsten Kuchentreffen.
01:20:17: Ciao!
01:20:20: Das war Sandra fragt.
01:20:23: Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Anhören der Folge Und vielleicht konntet ihr den einen oder anderen Impuls für euch mitnehmen.
01:20:30: Am besten, ihr abonniert euch diesen Podcast.
01:20:33: Denn dann könnt ihr auch die folgenden tollen Gespräche nicht mehr verpassen!
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