#77: Kommunikation fängt bei dir selber an

Shownotes

Es ist immer spannend, mit Menschen zu sprechen, die sich intensiv mit Kommunikation beschäftigen. Birgit Schneider ist vom geschriebenen Wort als Redakteurin hin zur Expertin für Dialoge gekommen, weil es für sie interessant war, wie Menschen miteinander sprechen und dadurch mehr Verständnis füreinander bekommen können, wenn sie sich ehrlich zeigen und auch aufmerksam zuhören.

In der 77. Folge von SANDRA FRAGT geht es darum, dass gute Kommunikation damit beginnt, in uns selbst hineinzuschauen und unsere Gedanken und Routinen zu hinterfragen - zum einen, weil wir dann viel besser in Worte fassen können, warum uns Manches wichtig ist, warum uns Anderes ärgert oder traurig macht und zum anderen gelingt es uns dadurch auch, Gedanken zu unterbrechen, die für uns gerade nicht hilfreich sind. Stichwort: Selbstzweifel

Wenn du gerade privat oder im Job das Gefühl hast, dass es nicht so läuft, wie du dir das vorstellst, dann höre unbedingt in diese Folge hinein. Birgit gibt so viele wertvolle Impulse.


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https://www.bewusst-im-dialog.de/

https://wortart-texte.de/


In meinen Podcast "SANDRA FRAGT" lade ich mir tolle Menschen aus meinem Netzwerk ein. Ich frage und sie erzählen mir ihre Geschichte. Was kann es Inspirierenderes geben, als Menschen zuzuhören, die ihre Leidenschaft teilen?

Als Kommunikationstrainerin und Rhetorik-Coach sind gute Gespräche genau mein Ding. Komm also gern auch einmal als Gast in meinen Podcast, um mir deine Geschichte zu erzählen.

Aller zwei Wochen dienstags kommt eine neue Folge raus. Abonniere dir den Podcast also gern, um keine davon zu verpassen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich habe die Erfahrung gemacht, je mehr man sich austauscht und je ehrlicher miteinander ist desto mehr wächst nur zusammen.

00:00:10: Und das ist auch so faszinierend!

00:00:13: Sandra fragt... Du möchtest auch mal zu mir in den Podcast kommen, um über dein Herzensthema zu sprechen oder du hast ein Thema, über das ich mal mit einem Gast unbedingt sprechen sollte?

00:00:42: Schreibt mir einfach an.

00:00:44: Hallo at Sandra-Richter.com.

00:00:47: Jetzt geht es aber wirklich los mit der neuen Folge!

00:00:53: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Sandra fragt.

00:00:57: Ich bin Sandra, und heute habe ich Birgit Schneider zu Gast!

00:01:01: Liebe Birgitt, ich freue mich sehr dass du da bist.

00:01:04: Hallo liebe Sandra.

00:01:06: ja vielen Dank das sich bei dir im Podcast zu Gast sein darf.

00:01:09: Ich freue mich riesig auf unser Gespräch.

00:01:12: Ich freu mich auch.

00:01:14: Birgittein vor allem freue ich mich deshalb weil unsere Themen also das große Thema was man uns beiden drüber steht ist ja im Grunde gleich Kommunikation.

00:01:22: Aber vermutlich gucken wir auf ganz andere Dinge und das interessiert mich natürlich sehr, warum ist es bei dir Kommunikations geworden?

00:01:31: Und was ist so?

00:01:32: das Warum du sagst Dialog?

00:01:34: Bei dir ist der Dialog ja ein bisschen im Fokus.

00:01:37: Ja jetzt hat sich entwickelt.

00:01:40: also tatsächlich habe ich angefangen als Journalistin oder damals Redakteurin, also die schreibende Zunft.

00:01:47: Weil ich gern geschrieben habe, mich gerne mit Sprache auf diese Weise beschäftigt habe und ich damals eigentlich gar nicht so viel mit Menschen machen wollte.

00:01:59: Das ist eigentlich das Lustige!

00:02:01: Ich bin nicht so die Kommunikationstante, die sagt, ich wollte schon immer sprechen.

00:02:08: Das kam dann erst mit der Zeit weil... Na ja, die Redakteurin schreibt natürlich nicht nur wie kommt sie an die Informationen in Gesprächen.

00:02:21: Und ich habe dann auch Reportagen gemacht.

00:02:23: also ich schreibe im Bereich Architektur Wohnen und Nachhaltigkeit schon immer und war ein ganz Deutschland unterwegs, hab Menschen besucht in ihren Häusern mit Architekten gesprochen, mit Fachleuten, hab Interviews geführt, Recherchegespräche.

00:02:42: Plötzlich habe ich gemerkt, oh wow das macht super Spaß.

00:02:46: und ich habe auch gemerkt vielleicht kann ich es doch ganz

00:02:50: gut

00:02:52: ins Gespräch kommen.

00:02:54: Und auch zuhören.

00:02:56: also bei mir lag auch viel oder liegt auch immer noch der Fokus aufs Zuhören.

00:03:02: Ich liebe Geschichten von Menschen.

00:03:12: Ich hab tatsächlich keinen eigenen Podcast, das habe ich nicht.

00:03:16: Da freue mich jetzt, dass ich mal bei dir zu Gast bin.

00:03:20: Das finde ich tolles Format!

00:03:22: Ich moderiere in der Zwischenseite ein Podcast im Auftrag und dann ging es halt immer mehr ins Richtung gesprochenes Wort und haben mich da auch immer mehr mit beschäftigt und auf Foto- und Weiterbildungen gemacht Bis ich dann, ja so, im Jahr two-tausendachzehn war so mein ... Da hab' ich gedacht okay wo soll's denn noch hingehen?

00:03:44: Ich war da ein freier Journalistin in der Zwischenzeit.

00:03:47: Das war mein Traum.

00:03:49: Es ist mein Traumpjob!

00:03:51: Dann dachte ich aber den mach ich jetzt schon ganz weich und was mache ich denn da jetzt noch draus?

00:03:57: Und dann habe ich beschlossen dass sich das gesprochene Wort mit reinbringe auch in meinen Beruf Und habe dann tatsächlich nochmal studiert, berufsbegleitend Unternehmenskommunikation und Rhetorik.

00:04:10: Und hab dann aus meinen ganz vielen Erfahrungen und Weiterbildungen mein Konzept bewusst im Dialog gemacht weil im Prinzip ist alles Dialog.

00:04:24: Ja, sagt man ja auch immer ne?

00:04:26: Man kann nicht nicht kommunizieren, seit wenn man so nebeneinander steht irgendeine Aussage kommt trotzdem rüber!

00:04:33: Und man hat immer, also ja gut ausser wenn man kann sagen.

00:04:35: Obwohl wie ist es eigentlich, wenn man mit sich selbst spricht?

00:04:38: Würdest du auch sagen dass das ein Dialog ist?

00:04:40: Da sprichst du was ganz Wichtiges an weil ich nehme mich in meinem Dialogkonzept den inneren Dialog tatsächlich mit einbeziehe und gar nicht nur so... Also natürlich auch das Selbstgespräch, der ist ja oft auch still.

00:04:56: Ich bin Einzelkind zum Beispiel, ich quatsch ganz viel den ganzen Tag mit mir Finde es auch.

00:05:04: Also ich sag auch manchmal jetzt Stopp Birgit, das geht in die falsche Richtung und das mag ich nicht mehr denken oder so.

00:05:15: Aber auch die Gefühle sind eine Art von Sprache und der Körper auch.

00:05:22: Es ist eigentlich alles eine Art Sprache.

00:05:26: Und das hat mich so fasziniert weil eigentlich alles irgendwie kommuniziert.

00:05:33: Ja, das ist absolut richtig.

00:05:37: Bei den Selbstgesprächen ... Ich bin zwar kein Einzelkind, aber ich mach das auch ganz oft.

00:05:41: Also ich sag Dinge laut und plappere manchmal vor mich hin.

00:05:45: Ich hatte früher als ich noch jung war, wenn ich manchmal so konfliktreiche Situationen hatte.

00:05:50: Da hatte ich mich wirklich nicht getraut, mich dem zu stellen und vielleicht mal klar zu sagen was ich dazu zu sagen hab.

00:05:55: Sondern ich habe weißt du ein bisschen das weggelächelt oder so?

00:05:58: Ich hab mich einfach nicht Getraut!

00:06:01: Und dann bin ich nach Hause gefahren.

00:06:03: Ich erinnere mich noch genau, weißt du?

00:06:04: Mit dem Fahrrad hatte ich ein ganz schönes Stück zu fahren und dann habe ich immer auf den Fahrrad gesessen und dann hab' ich gesagt was ich am liebsten gesagt hätte, weil es dann auch lautkommig hin so war.

00:06:13: Ja super!

00:06:13: Dann hast du das geübt und irgendwann sicherlich auch mal lautgesagt.

00:06:19: Aber das hat wirklich Jahre gedauert, dass sich irgendwie... so ein bisschen mehr Mut hatte und ein bisschen mir auch auf mich so vertraut habe.

00:06:26: Und wusste, hey ich bin nicht bloß ein kleines Licht!

00:06:29: Ich darf ja nichts sagen, sondern wirklich gedacht hab nee, ich hab das Recht auch mal zu sagen... So befällt's mir nicht.

00:06:37: Das hat mich dann eben so fasziniert ne?

00:06:39: Wie komme ich aus diesem immer so tun, als wäre alles soupy.

00:06:44: Alles gut und dabei aber irgendwie zerbrecheninnerlich weil man eigentlich nicht alles gut findet oder dann eben vielleicht zu Hause dann meckert über alles was man am tagüber nicht gesagt hat ja auch doof ist und das daher kommt es bei mir ein bisschen dass ich mich damit befasst habe um aus diesen ja aus dieser nicht so schönen Situationen oder so weißt du so schwierigen situationen auch gut rauszukommen.

00:07:11: Ja das finde ich auch so wichtig, dass man sich auch frei fühlt und weiß wie man es ansprechen kann.

00:07:22: Weil oftmals spricht man es ja nicht an weil man jetzt den anderen nicht verletzen will oder auch nicht blöd dastehen will.

00:07:31: Also es macht so frei, finde ich.

00:07:33: Wenn ich merke was geht in mir vor?

00:07:36: Was will ich denn eigentlich und das dann auch frühzeitig ansprechen kann?

00:07:41: Weißt du oftmals schraubt sich ja die Situation dann so rein und dann wird's immer schwieriger sich zu zeigen.

00:07:49: wenn man das gleich kann und macht Dann ist ja noch einfacher und das befreit find' ich so dermaßen.

00:07:58: Ja absolut da sagst Du was dieses Gefühl zu sagen, wenn ich jetzt aber sage was mir nicht gefällt dann ist die andere Person traurig oder euch.

00:08:07: Und dann redet ihr nicht mehr mit mir und dann mag sie mich nicht mehr und weiß ich nicht.

00:08:10: Dann zerdengste die ganze Situation und das Ende vom Lied ist aber oft... dass du dann es immer in deinem Kopf immer schlimmer wird.

00:08:21: Also, du baust das in deinm Kopf immer mehr auf und das müsste die doch merken.

00:08:25: oder was macht er denn das nie?

00:08:27: Und dann hast du solche saublöden Gedanken mit Verlauben im Kopf.

00:08:31: In der Situation an sich ändert sich nichts weil die andere Person das nicht merkt.

00:08:36: einfach also wenn du immer lächelst und im Kopf merkt ihr das nicht

00:08:42: Ja, genau.

00:08:43: Und du legst die Hürde immer höher und die Mauer zwischen dir und der anderen Person auch weil wenn du dann... Also oftmals gehen ja die Situationen, wenn ich irgendwie Kollegen oder so, man trifft sich dauernd und man spürt es ja.

00:08:58: Die Kommunikation ist ja irgendwie komisch.

00:09:01: Man schickt ja da Botschaften mit, die man eigentlich nicht will aber trotzdem merkt man das und dann wird das immer schwierigeres Thema.

00:09:12: Ich habe zumindest das so verstanden, dass du eben eher auch Unternehmen oder Teams berätst.

00:09:17: Oder eben dort... ich weiß nicht wie du es machst aber zumindest zum Thema Kommunikation mit Teams arbeitest?

00:09:24: Ja, ich mache auch Einzelarbeit, aber tatsächlich ist Kommunikationseinfach ein großes Thema in Unternehmen und das liegt mir auch im Herzen.

00:09:32: Ich hab meine Masterarbeiter darüber geschrieben, wie man die Gesprächsfähigkeit in Unternehmen verbessern kann durch bewusste Sprache.

00:09:42: Und da habe ich ganz viel Theorie gefunden, ganz tolle Ansätze über dialogische Führung und aber nirgends was gefunden.

00:09:51: ja...und wie bringe ich das dann jetzt in die Unternehmen rein?

00:09:56: Und mein mir verbringen soviel Zeit im Beruf meistens mehr mit unseren Partnern und Familien.

00:10:06: Da wäre es doch echt wichtig, wenn wir da auch gut kommunizieren.

00:10:12: Das hat sich dann so entwickelt, dass ich jetzt ein richtiges Konzept entwickelt habe wie das in Unternehmen reinkommt weil ein Workshop reicht ja nicht wirklich.

00:10:25: Da stößt man was an und dann geht's erst richtig los.

00:10:29: Und das fasziniert mich einfach.

00:10:32: Ich möchte Menschen da ein Stück weit begleiten Gruppen auch.

00:10:36: Ich lerne auch immer noch selber dadurch.

00:10:40: Ja, ja.

00:10:41: Das stimmt!

00:10:42: Es ist echt schon ein super spannendes Feld.

00:10:45: und weil du das gerade gesagt hast, ich finde eben auch ganz oft werde ich für einen Tag es noch nicht mehr vor einem Tag.

00:10:51: Manchmal sogar eine Verhälttagsworkshops gebucht.

00:10:53: so nachdem jetzt verändern wir mal unsere Kultur.

00:10:58: Sandra, du veränderst jetzt unsere Kultur?

00:11:00: So weißt Du nicht?

00:11:01: Auch

00:11:01: net.

00:11:01: Genau.

00:11:02: In vier Stunden kein Problem Da steckt aber so viel mehr drin und deswegen dieses Wort eine Begleitung.

00:11:10: Das wäre schon gut, wenn man das ein bisschen auf lange Physische... oder wie sagt man denn das?

00:11:16: Du weißt schon was sie sagen will, dass man immer mal dort wieder ist und eben sich das mit den Leuten gemeinsam anguckt weil man verfällt so schnell wieder in seiner alten Muster.

00:11:25: also du stößt zwar etwas an in diesen vier Stunden im Workshop definitiv alle gehen auch raus ja ab morgen

00:11:31: Ja, ja genau.

00:11:32: Irgendwie übermorgen ist es dann aber schon wieder wie immer.

00:11:35: Da fängt die Kurve dann schon wieder ab!

00:11:39: Das bedauere ich so... Also ich bedauert zum einen immer ne?

00:11:43: Ich kriege dann immer nicht mehr mit was daraus wird weil ich werde dir echt beerdammt, also ich mache meistens wirklich... ...ich werd oft nur für eine Workshop gebucht und dann kann ich wieder gehen.

00:11:52: Ich weiß nicht hat's überhaupt irgendwas gebracht?

00:11:55: Das ist bei mir ein komisches Gefühl.

00:11:58: Ich wünsche mir immer, dass man wenigstens einmal mit den Leuten spricht was hat sich verändert?

00:12:04: Was hat einfach nicht funktioniert?

00:12:06: Wo muss man noch mal ran und sich das bewusster machen?

00:12:11: Ja definitiv, das kenne ich auch.

00:12:14: Und meine Arbeit geht von der Sprache wirklich auch weg.

00:12:19: Das ist eigentlich eine Haltung.

00:12:21: Dialogisch für mich eine innere Haltung Und wenn man damit anfängt, dann verändert sich ganz viel im Leben.

00:12:29: Also nicht nur im Außen auch, das merkt man sofort aber auch im Inneren und da entsteht einfach ein neuer Gesprächsbedarf weil es macht ja wie gesagt du machst wahrscheinlich den Schalter von A nach B sondern da hat sehr viele Zwischenstufen Und da entstehen neue Fragen.

00:12:50: Das war bei mir auch so, ich habe das ja auch nicht von jetzt auf nachher.

00:12:54: Das ist ein riesenlanger Prozester der dahinter steckt.

00:12:58: Ja, es hat bei mir lange gedauert bis irgendwann mal... aber ich kann das nicht genau greifen wann nun dieser Punkt tatsächlich kam, dieser Switch in mir selbst.

00:13:10: Also ein bisschen hab' ich nur Vermutung?

00:13:15: eben weg von diesem, ich will niemandem auf den Schlips treten und deswegen sage ich lieber nix.

00:13:20: Mecker aber innerlich immerum so, ne?

00:13:25: Ich sag jetzt was!

00:13:26: Das stört mich, ich sag jetzt etwas.

00:13:27: Und ich kann das so sagen dass die Person sich eben nicht auf einen Schlips getreten fühlt.

00:13:32: Also das hat mich ja so interessiert auch wie kann ich denn das gut machen?

00:13:36: Wie kann ich dann... ...das so sagen, dass die person nicht denkt, was findet dofe

00:13:41: Kuh?!

00:13:42: Was bildet die sich eigentlich ein?

00:13:44: Vielleicht denkt sie das trotzdem.

00:13:45: Das kann schon sein, aber das kann man ja auflösen!

00:13:47: Weil wenn wir aufmerksamer sind auf das wie das Gegenüber so guckt und reagiert und so, dann kann man auch fragen, ob es hat dir jetzt nicht gefallen.

00:13:54: oder weißt du?

00:13:56: Ja,

00:13:56: das finde ich auch so wichtig, dass du da ansprichst... Also weißt Du, dass man sich zeigen kann und individuell sein kann, aber trotzdem verbunden bleiben also dieses vom Ich Zum Du, zum Wir.

00:14:09: Das fasziniert mich auch so!

00:14:12: Ich habe da selber auch jetzt mit Weiterbildung so ganze Jahrestraining gemacht in einer festen Gruppe.

00:14:19: und wie sehr man zusammenwächst wenn jeder sein darf sich ausdrücken darf Und natürlich findet man nicht alle super nett am Anfang oder hat gleichso den einfachen Einstieg oder die einfache Verbindung.

00:14:38: Je mehr man sich austauscht und je ehrlicher miteinander ist, desto mehr wächst nur zusammen.

00:14:46: Und das ist auch so faszinierend.

00:14:49: Weißt du, wenn dann manche sagen so ja ich bin jetzt selbstwirksam oder als Selbstliebe?

00:14:54: Und dann bloß nur sich selber sehen!

00:14:57: Das finde ich auch schade.

00:14:59: Sondern wenn man das auch sagen kann... ...und dem anderen den Raum aber auch lassen kann zu sagen okay Du findest das jetzt so?

00:15:08: Ich finde es aber doof!

00:15:10: Und warum und was hab ich für ein Bedürfnis.

00:15:13: Und dann kann man ja anfangen zusammen zu gucken, okay... Was machen wir denn jetzt da draus?

00:15:18: So

00:15:18: weischt?!

00:15:19: Ja, absolut.

00:15:20: Wir sind ja auch nicht allein im Luftgernraum.

00:15:23: Es ist ja Quatsch zu denken, wenn ich mich jetzt selber liebe und immer nur mache wie ich will, dann läuft das schon irgendwie... Ich meine es ist eine bessere Voraussetzung, wenn man sich selber auch mag!

00:15:32: Und wenn man selbst weiß was man will?

00:15:33: Definitiv!

00:15:36: Keine

00:15:36: Frage!

00:15:38: Aber das als Basis zu nehmen, um mit anderen besser kommunizieren oder klarkommen.

00:15:43: Oder eben in die Verbindung kommen zu können... Das ist ja eigentlich das Ziel bei Kleiner.

00:15:47: Weil er einsam nur an seiner Bude hocken und sich selber gut finden dann die ganze Zeit.

00:15:52: Also das ist zwar schön weil es da aber trotzdem irgendwann langweilig glaube ich.

00:15:56: Ja ich glaube wir sind einfach auch soziale Wesen.

00:15:59: Wir definieren uns.

00:16:01: Weißt du, in diesem Spannungsfeld zwischen inneren

00:16:04: erleben

00:16:05: und wie agiere ich im Außen?

00:16:06: Was bekomme ich da für Reaktionen.

00:16:09: Wir können gar nicht meinen es gibt ja diese diese fürchterlichen psychologischen Experimente mit kleinen Kindern wenn man überhaupt nicht reagiert.

00:16:20: also hast du das schon mal gesehen dass ist ja ganz schlimm wenn das Kind kein klein Kind der Säugling keine Reaktion bekommt Der rastet total aus, das ist Panik für den.

00:16:31: Also ich habe das einmal gesehen und gesagt, ich will es nie wieder sehen – mich so berührt!

00:16:37: Und wir sterben ja auch wenn wir als ganz kleine Wesen keine Interaktion bekommen Und es scheinen wir ein bisschen zu vergessen, wenn wir erwachsen werden.

00:16:48: Aber auch da sind wir soziale Wesen!

00:16:51: Ja definitiv ja.

00:16:53: Ohja das ist eine Experiment, das ist zum Glück schon hunderte von Jahren her... Weißen Kinder, ich weiß gar nicht.

00:17:02: Es gab glaube ich keine Eltern dazu.

00:17:05: Ich will mir sowas auch nicht so genau merken oh Gott.

00:17:08: Und jetzt haben die die Kinder mit... Da haben Ammen halt Essen und aus der Essen gebracht sozusagen.

00:17:14: aber ansonsten gab es keine Berührung, keine Interaktion, kein Gespräch in nichts.

00:17:18: Die lagen da einfach nur so.

00:17:19: Und die sind alle sehr zeitig gestorben.

00:17:25: Ein schreckliches Experiment, wirklich schrecklich zeigt aber eben die Deutlichkeit.

00:17:30: Also zeigt eben deutlich so rum was das mit uns macht wenn wir uns so abschneiden von anderen Menschen.

00:17:38: Es ist ein Wirk-Ding hier und diese ganze Spalterei und dieses ich bin aber besser als du zeugt dass es alles kein guter Gedanke und hilft auch nicht.

00:17:50: also finde

00:17:52: Nein, überhaupt nicht!

00:17:54: Wir wollen doch alle irgendwie unsere Berechtigung haben hier zu sein und unseren Raum.

00:17:59: Und mein Gott es gibt doch auch genug Raum.

00:18:02: also ich verstehe das gar nicht den Ansatz.

00:18:05: Mein klar gerade im Berufsleben da sind wir natürlich aufeinander... Also die Menschen haben wir uns nicht ausgesucht, Familie, aber auch manchmal nicht ganz so, gell?

00:18:19: Finde, da sollten wir doch schauen dass man möglichst alle gut miteinander klarkommen und auch zum Wohleallort.

00:18:26: Das klingt immer so weiss nicht aber es ist doch einfach ein schönes Ziel oder?

00:18:35: Ja finde ich ja auch.

00:18:36: also Ich finde wenn man mehr von dem weiß was in der anderen Person tatsächlich so vorgeht Und man sich dadurch eben auch besser verstehen kann dann ist das ja auch leichter was eben immer die Probleme heraufbeschwört, finde ich.

00:18:51: Dass man nicht sagt, was in einem vorgeht oder warum man bestimmte Dinge so oder so will.

00:18:57: Bei mir... Ich bin manchmal ein bisschen zwangsgestört im freundlichsten Sinne, ne?

00:19:05: Klaro!

00:19:06: Ja klaro.

00:19:08: Also weißt du wie... Ich hab halt mit meinem ersten Arbeitsalltag Ich hatte nur weiße Ordner und die waren alle ordentlich beschriftet, die gleiche Art der Beschriftung.

00:19:20: Die sahen natürlich auch alle aus.

00:19:23: Dadurch mussten sie aber immer an ihrem Platz stehen, sonst hast du ja wieder gesucht.

00:19:26: Und ich hätte dann meinen Stil so, wie ich das gerne hätte ... Wenn die anderen die Ort noch falsch eingeräumt haben, hat mich erinnerlich kaputt gemacht!

00:19:34: Das kann ich nicht leiden, es kann ich einfach nicht leinen.

00:19:37: Und zu sagen, warum man das macht?

00:19:40: chaotischer, also bei mir geht ganz viel ab im Kopf und ich brauche deswegen so Ordnung.

00:19:46: Und das ist wichtig für mich, ne?

00:19:47: So kann ich dann gut arbeiten.

00:19:49: Ja!

00:19:50: Wenn man das eben aber kommuniziert und sagt es ist mir wichtig dass die Ordner so und so stehen weil das ist... Ich brauche das sonst, ja werde ich stinkig.

00:20:01: Dann machen die Leute das vielleicht auch.

00:20:02: Aber wenn die nicht wissen, dass es für Und ich suche dann wieder was, und dann blubber ich vor mich hin.

00:20:09: Bah!

00:20:10: Nie können die das so machen wie es richtig ist.

00:20:12: Ja genau.

00:20:15: Es ist auch oft in Gesprächen so dass wir eine Annahme haben, was andere wissen... Und dem ist überhaupt nicht so.

00:20:26: Also die Situation, die du beschrieben hast sich selber auch mal zu sagen warum einem was wichtig ist ja und das es einem wichtig ist habe ich auch die Erfahrung gemacht.

00:20:35: dass hilft enorm das andere Menschen das dann auch so akzeptieren und auch in Gesprächen.

00:20:43: oftmals merke ich auch, wenn ich so dabei bin bei Gesprächen wie die zwei aneinander vorbeireden.

00:20:51: Weil ich denke ah, ich glaube die Person hat von dem jetzt gerade keine Ahnung vielleicht bräuchte sie noch eine Hintergrundinfo.

00:20:58: also es ging mir auch oft wenn ich als freie so ein Unternehmen kam und so Gespräche Auftragsgespräche liefen wo ich dann auch gedacht habe hey ich glaube wir reden nicht vom gleichen muss da mal moderieren

00:21:13: Woher soll die andere Person auch wirklich wissen, was da in meinem Kopf ist?

00:21:17: Und das ist ja im Berufsleben ganz oft so.

00:21:19: Dass man ein bestimmtes Wissen in seinem Kopf hat über eine Situation X oder über eine Tätigkeit X und geht davon aus ... Die andere Person weiß das genau so auch!

00:21:30: Dann gibt man eine Information raus und der anderen Person fällt einfach der komplette Kontext.

00:21:36: Die weiß manchmal gar nicht wovon spricht die Frau da

00:21:38: Genau und dann setzt du wo ein, wo die gar nicht folgen kann.

00:21:41: Ja oder was ich auch sehr spannend finde wir reden zwar vom gleichen aber wir haben eine ganz andere Abspeicherung dahinter als du benutzen teilweise.

00:21:52: Ich muss auch gern solche Wortproben in Workshops.

00:21:55: das ist so super.

00:21:57: Was da rauskommt also ganz nett ist sogar der Apfelbaum.

00:22:02: Das zeigt sie mir total eindrücklich.

00:22:05: Wenn dann jeder so seinen Apfelbaum beschreibt, die sind so unterschiedlich.

00:22:10: Der eine sieht es blühen, der andere hat rote Äpfel dran, der Andere grüne, der andre sieht ne ganze Wiese... Und dann sage ich immer so und jetzt meint ihr sagt Apfelbaum und jeder hat das gleiche Bild im Kopf?

00:22:24: Und ihr redet vom Gleichen!

00:22:26: Das kann nicht funktionieren!

00:22:30: Oh ja, ist auch schön.

00:22:31: Ich kenn diese Toaster-Übung, kennst du

00:22:33: das?!

00:22:34: Nein, Toaster übrigens.

00:22:38: Da geht es um alle kriegen einen Zettel und ein Stift in die Hand und sollen malen wie man sich Toast macht aufzeichnen weiter und alle machen das unterschiedlich ist kein Bild wie das andere.

00:22:50: jeder fängt bei einer anderen Sache an und hört bei der anderen Sache auf.

00:22:54: und uns Detail getreuer manche weiß ich nicht.

00:22:56: also der Fokus immer unterschiedlich.

00:23:00: ähnliches Prinzip, du siehst dann dadurch wie unterschiedlich Dinge die wo du denkst toasten alle das gleiche über tosten.

00:23:08: und dann siehst du aber nie ist es unterschiedlich unterschiedlich über die dinge.

00:23:13: und dass ist auch schon mal so.

00:23:15: ein erhellend irgendwie für die leute.

00:23:18: also die leuten denken gar nicht das gleich wie ich.

00:23:21: Ja, genau.

00:23:22: Die immer geht halt davon aus!

00:23:25: Wir denken ja, dass das was wir aufnehmen und was wir sehen ist die Wahrheit.

00:23:30: Das ist das größte Kommunikationsproblem schlechthin weil es natürlich nicht so ist.

00:23:36: aber wir glauben das und das macht's halt manchmal ein bisschen herausfordernd.

00:23:41: Weil du das mit dem Toast sagst, da erinnere ich mich hier vor ewigem Zeitend Gott mit Anfang zwanzig malen Seminar gemacht und der hat uns gefragt wie wir den Auto

00:23:49: fahren?

00:23:52: Und wir alle, naja!

00:23:52: Wir fahren halt Auto.

00:23:54: Ja ja aber wie?

00:23:56: Wie schließen wir denn das Auto auf?

00:23:57: mit welcher Hand?

00:23:59: Wie machen wird es?

00:23:59: Mit welchem Fuß steigen wir zuerst im Auto ein?

00:24:04: und wir saßen alle da und haben uns eher super keine Ahnung.

00:24:08: Das ist auch sowas dieser Autopilot den wir brauchen.

00:24:11: sonst wäre schwierig wenn wir alles bewusst erleben würden.

00:24:16: Aber der macht halt auch ganz viel Und da ab und an mal wieder die Bremse rein zu hauen, sich zu überlegen.

00:24:22: Okay wie mache ich das?

00:24:24: Macht es vielleicht jemand anders?

00:24:27: Braucht man da vielleicht eine Info dazwischen so?

00:24:30: Ja super spannend!

00:24:31: Wie mache ich Toast?

00:24:32: werde ich jetzt drauf achten.

00:24:36: Auch dass eben zu visualisieren, wie du Toast machst.

00:24:40: Also auf jeden Fall... Witzig.

00:24:43: Diese Übung ist wirklich einfach witzig, weil sich dann alle ihre Kritzelein angucken über Toast machen und sehen... dass es alles unterschiedlich ist!

00:24:51: Und das ist noch, sag ich mal ... Ich denke, es ist deshalb Toast auch, ne?

00:24:54: Weil das ist einfach so schön eckig und das ist nicht so schwierig zu malen vielleicht.

00:24:59: Ja gut, ein gut Idee.

00:25:01: Apfelbaum wäre schon schwieriger.

00:25:04: Obwohl ich mir vorstellen könnte wenn alle jetzt sagen einen Apfelbau malen sollen.

00:25:08: also auf jeden Fall kommen da auch unterschiedliche Bilder raus.

00:25:12: Ich überlege gerade, wie ich so einen Apfel... Also ich weiß eigentlich genau, wie ein Apfelbaum malen würde.

00:25:18: Und meiner hätte rote Äpfel.

00:25:20: Ja!

00:25:20: Meiner auch.

00:25:23: Wir sind uns schonmal sehr ähnlich.

00:25:25: Obwohl ich früher zum Beispiel gern die grünen Äpfeln gegessen habe weil ich es ganz säuerlich mag aber ich hasse klassische Apfels für mich rot packe ich ja

00:25:37: Außerdem, wenn man so malt in einem grünen Baum.

00:25:39: Sie wirken die roten Äpfel ja hübsch.

00:25:41: Deswegen sind sie rot.

00:25:42: Gut das würde also beim Malen schon wieder davon wegführen.

00:25:46: Ja bei mir malen hängt es natürlich auch schon ein bisschen davon ab was ich malen kann.

00:25:51: Also die Ausdruckskraft, Aussagekraft ist vielleicht da auch noch ein bisschen dadurch gesteuert

00:25:59: und ob man bunte Stifte hat.

00:26:02: Ich liebe ja bunte

00:26:05: Ich auch, mein ganzer Kalender.

00:26:06: Ich habe meine Aufträge, alles hat eine eigene Farbe.

00:26:10: Erarbeitest du aussegern mit Farben?

00:26:13: Ja grundsätzlich ja aber nicht im Kalender!

00:26:15: Mein Kalender ist digital.

00:26:17: Ah okay nein ich hab tatsächlich noch so ein Oldschool Papier...ich mag's gern.

00:26:24: Sind das auch

00:26:24: schön?!

00:26:25: Ich finde es super schön.

00:26:26: also ich hab Leute und Freunde die machen auch so Journaling oder die malen ihre Kalender selber.

00:26:35: Die geben sich voll Mühe, so ein Notizbuch in einen Kalender zu verwandeln.

00:26:38: Das ist wunderschön!

00:26:40: Ich hätte nicht den Nerven dafür und bewundere das sehr.

00:26:44: Das sieht richtig toll aus.

00:26:45: Man kann da schon viel machen.

00:26:46: Und ich glaube es ist eben auch so ein Prozess wo du dir bewusst Zeit dafür nimmst und da eben das Hübsch machst.

00:26:55: Ich kann mir vorstellen dass das gut funktioniert.

00:26:56: bei mir funktioniert es leider nicht.

00:26:57: deswegen ist bei mir alles Dann bimmelt's auch.

00:27:02: Weißt du, um mich zu erinnern?

00:27:02: Das finde ich so geil!

00:27:04: Und wenn ich dann eine Aufgabe auf die habe... ...habe ich heute überhaupt gar keinen Bock und

00:27:09: dann bimmelte ich auch am Morgen.

00:27:12: Ich hab überall meine Zettelauripin, so ne Zetteltante und ich liebe es zu schreiben.

00:27:19: Ich habe auch schon immer gerne geschrieben, habe auch verschiedene Schriften früher mal ausprobiert.

00:27:24: Meine Schulhefte sahen immer ganz nett aus!

00:27:27: Die Ränder waren immer total vollgeschrieben und da ich es ausprobierte mache ich das A jetzt mal so oder so... Also das hat mich auch schon fasziniert die Schrift an sich.

00:27:39: Ja, ist schön.

00:27:41: Ich hab mich am Dezember für einen Handlettering-Kurs angemeldet.

00:27:47: Inachten weißt du so?

00:27:49: Ja, das hat mich auch schon immer mal interessiert.

00:27:51: Also wenn ich mal irgendwann ganz viel sein habe... Ich hab so viele Ideen!

00:27:55: Dann mach' ich das auch noch.

00:27:57: oder so Calligraphie?

00:27:58: Das habe ich mir auch mal ein Set gekauft auf der vielen Jahre.

00:28:02: nur damals gab's also das hat bei mir nicht funktioniert weil die sind ja so abgeschrägt mit dick und dünn schreiben und ich bin Linkshänderin Und jetzt war es immer dick wenn sie eigentlich hätte dünnen sein sollen weil ich das sehr andersrum halte.

00:28:18: Und da habe ich damals keine Miene gefunden.

00:28:23: Da habe ich, sagt man, keine Feder gefunden für mich.

00:28:26: Es gibt es wahrscheinlich in der Zwischenzeit aber das war so schade.

00:28:30: Ja oder musst du nachher gleich mal googeln und wenn's das nicht gibt ist voll die Marktlücke.

00:28:38: Sonst klappt eigentlich links alles ziemlich gut aber manche Sachen funktionieren einfach nicht.

00:28:45: Ich hab nie darüber nachgedacht ob das... Aber ich kann ja eher stimmen, wenn man das so rumhält.

00:28:54: Interessant!

00:28:54: Siehst du auch wieder was?

00:28:56: Wo ich mir als Rechtshänderin nie gedacht habe... Da wengst du ja schon an.

00:29:02: Dass du dann eben den Stift anders hältst und deswegen ist dann das Dicke dünn.

00:29:05: Das ist wirklich blöd.

00:29:07: Das ist total blöd.

00:29:08: Ja, das sind aus der Erfahrung so eine Horizonte und deswegen finde ich auch Gespräche so toll!

00:29:14: Also ich habe mich auch im Studium dann auf Gesprächsrhetorik spezialisiert weil ich das so toll finde wenn ich... Ich find es auch toll einen Vortrag zu halten da kann ich mich ja vorbereiten.

00:29:26: interessant sind ja die Gespräche zwischendrin oder auch im Berufsleben so schnell mal auf dem Flur Und auch so diese Erfahrungsaustausch.

00:29:40: Ich weiß nicht, wie ich mit den Hunden im Wald unterwegs bin, begegne mich manchmal Leute und wir kommen ins Gespräch und führen ein superinteressantes Gespräch.

00:29:51: Wir sind immer wie wir heißen und gehen auseinander und werden uns nie wieder treffen.

00:29:57: Aber da habe ich schon tolle Gespräche geführt!

00:29:59: Hm.

00:30:01: Ja, solche spontanen Begegnungen irgendwie ganz zufällig mit irgendwelchen Leuten und euch finde auch jeder hat eigentlich irgendwas Spannendes zu erzählen?

00:30:10: Ja!

00:30:11: Aber weißt du wenn man ein Hund hat kommen die Leute auch schneller mit dir ins Gespräch.

00:30:16: Ich habe mal einen Hund quasi beaufsichtigt so einem Wochenende Und bin dann mit dem Hund raus kamen so viele Leute auf mich zu.

00:30:26: Was für ein schöner Hund.

00:30:28: und auch, wie alt ist er denn?

00:30:29: Und was ist dann das für eine Rasse?

00:30:30: Ich wusste das natürlich alles nicht!

00:30:33: Aber du wirst mit der Stelle angesprochen.

00:30:35: Ja,

00:30:36: jedes Mal nicht echt auch faszinieren weil sonst bin ich eigentlich nicht so... Also wenn ich alleine rumlaufe werde ich nicht wirklich angesprochen

00:30:44: meistens.

00:30:45: Also tatsächlich funktioniert das oft über die Hunde.

00:30:49: Ich kann es nur jedem empfehlen, besser wie Kinder!

00:30:51: Man kommt super ins

00:30:53: Gespräch

00:30:53: überall und man fühlt sich nie allein.

00:30:56: also wenn ich irgendwo einen Kaffee gehe oder so und den Hund dabei habe, hat immer jemand... Und man kann super Alibi um Selbstgespräche zu führen.

00:31:07: Man sprecht immer mit dem Mund.

00:31:11: Als du das gerade gesagt hast, habe ich es genau so auch gedacht.

00:31:14: Da kann man schön vor sich hin murmeln und die denken alle, du sprichst mit dem

00:31:17: Hund!

00:31:18: Genau, ist super Allebi.

00:31:20: So was ein Klasse.

00:31:21: Allebi war wo uns so ein klein war endlich mal wieder auf den Spielplatz zu gehen.

00:31:26: Ist der Hund ein gutes Allebi um selbst Gespräche zu führen?

00:31:30: Ja

00:31:31: Inzwischen mache ich mir da aber jetzt gar nicht mehr so ein Kopf und spreche einfach vor mich hin.

00:31:36: Und ob die Leute denken, was ist denn mit der los?

00:31:38: Ich merke das manchmal ja auch selber gar nicht.

00:31:40: ehrlich gesagt.

00:31:41: Weißt du, dass sich wieder von mich hin so momelt irgendwie.

00:31:43: Also ich brauche immer... Auch wenn ich darüber nachdenke, was ich jetzt im Laden oder so einkaufen will.

00:31:51: Dann sage ich immer so achja, jetzt brauche ich ja noch Nudeln!

00:31:54: Okay weißte ich, ich muss immer alles kommentieren.

00:31:59: Am Wochenende war meine Schwester zu Besuch mit noch einem Freund und wir haben Karten gespielt.

00:32:04: Und ich hab dann auch immer kommentiert, was ich mache... Oh, das

00:32:07: ist aber beim Kartenspielen auch doof!

00:32:09: Hast du denn deine Karten verraten?

00:32:12: Nein, während ich sie ausgelegt habe, weißt du?

00:32:15: So dachte ich, ah, und dann leg ich die jetzt hier an und guck mal, die passt ja da noch, weisst

00:32:22: du?!

00:32:22: Mir ist es gar nicht so richtig aufgefallen, dass die anderen das nicht machen.

00:32:25: Also ich hab das einfach von mich hin und habe mich des Lebens gefreut.

00:32:29: Und meine Schwester hat dann... Man merkt das eigentlich.

00:32:38: Ich dachte, das ist ganz normales Wahrheit.

00:32:40: Ist

00:32:41: doch schön, wenn du mit dir im Gespräch bist!

00:32:45: Das finde

00:32:46: ich klasse.

00:32:48: Es ist halt immer... Ich weiß auch nicht irgendwie will ich auch gar nicht denken, dass an mir irgendwas nicht stimmt oder so?

00:32:56: Es ist ja eher was Amisantes.

00:32:57: Irgendwo wo die Leute... Also es ist etwas Positives!

00:33:00: Ich fahre mich hin, also gut das mache ich auch wenn ich wirklich ein scheiß Blatt habe weißt du?

00:33:06: Ja, ja.

00:33:07: Was für ein

00:33:08: blödes Blatt,

00:33:09: Mannes!

00:33:11: Aber da sind wir doch auch schon wieder bei dieser Bewertung und Beurteilungen.

00:33:17: Mach Rumpen jeder isst, es ist

00:33:19: Punkt!

00:33:21: Das muss doch kein Stempel haben, keine Bewertung haben.

00:33:26: Übrigens auch was das Leben sehr viel einfacher macht wenn du nicht alles andauernd in irgendeine Schublade stecken musst?

00:33:34: Ja also das macht auch das mitten an da sehr viel einfacher.

00:33:39: Wenn du die

00:33:39: ganze Zeit das Verhalten der anderen Leute in irgendwie eine Schublada steckst und denkst, das ist aber nicht okay.

00:33:50: Also die ganze Zeit um diese Bewerterei so, lasst uns doch einmal mal sein.

00:33:54: Manchmal fällt es vielleicht schwer, weil manches war ich wirklich sehr vom eigenen Ab.

00:34:00: Ja natürlich!

00:34:01: Es gibt natürlich schwierige Situationen wo man die andere Haltung oder Meinung oder das Verhalten auch muss schon schwierig ist.

00:34:09: aber oftmals sind's ja die kleinen Dinge weißt du?

00:34:11: Die haben dann auch Stress machen über den Tag also... Ich denke auch immer, neilich hatte ich wieder im Workshop einen.

00:34:18: Da muss ich mich doch ärgern!

00:34:20: Sag' ich...nö?

00:34:22: Warum?!

00:34:23: Also es entscheidet doch immer noch ich ob ich mich ärger und dann habe ich ja voll die Biochemie in meinem Körper mit Stresshormonen und allem.

00:34:34: also.

00:34:35: Jaa, ich find's sogar manchmal super spannend wenn ich dann merke Ah guck an der oder die macht das jetzt komplett anders als ich.

00:34:45: Ich komme natürlich oft zu dem Schluss.

00:34:47: Nein, nein ich mach das wieder so wie ich das mache.

00:34:50: Mainz ist viel besser als doch auch ein schöner Kenntnis oder?

00:34:55: Ja vor allem eben wenn man dann sagt Mainz es für mich besser

00:34:59: und

00:34:59: und Seins ist für ihn besser also die andere Person.

00:35:02: Es ist ja nur weil ich das jetzt für mich Dinge rausgefunden haben und das für mich gut funktioniert muss es ja nicht bedeuten, dass es für andere genauso gut funktioniert.

00:35:12: Und das ist eben schon allein diese Erkenntnis mal zu haben, dass man sagt okay, manche brauchen halt die Ordner nicht in der bestimmten Reihenfolge stehen haben oder die Klammern in bestimmten farblichen Kombinationen oder so?

00:35:25: Ja genau!

00:35:26: Das ist nicht überall so gleich.

00:35:30: Es ist für mich inzwischen vieles einfach ok weil ich mir Bei manchen Sachen denke, es kannst du jetzt eh nicht beeinflussen.

00:35:40: So regt dich darüber jetzt nicht auf was solls?

00:35:43: und bei anderen Sachen ist das wirklich so wichtig?

00:35:46: Ist es wichtig dass es jetzt so gemacht werden muss wie ich es möchte oder ist es leicht auch okay wie die andere Personen das machen?

00:35:53: Das ist viel mehr richtig schwer weil Ein Perfektionismus will ich es mal nennen.

00:35:59: Ich hatte so ein klares Bild, was sich wie haben will und ich habe immer noch gezweifelt dass die anderen überhaupt in der Lage sind das schön zu machen.

00:36:07: Und schon wenn du mit dieser Einstellung reingehst dann machst du eben auch alles selbst um dich darüber aufzuregen dass dir niemand hilft.

00:36:14: Ja genau das ist eine ganz wichtige Punkt.

00:36:17: ja wenn mir das jemand erzählt dann denke ich immer ja das sollten wir vielleicht mal gemeinsam einsteigen und mal genauer hinhören.

00:36:27: Ja,

00:36:28: auch in Beziehungen im Zusammenleben mit Menschen.

00:36:31: Es vereinfacht so dolle, wenn du das sein lassen kannst ja.

00:36:39: Ich will sein wie ich bin und die anderen wollen aber auch sein, wie sie sind.

00:36:42: Und solange niemand jetzt... Ja?

00:36:46: Sind wir beide höflich jetzt?

00:36:47: ne?

00:36:50: Solange denn niemand jetzt irgendwie verletzt, absichtlich also ich glaube, kommuniziert, verletzt du Menschen.

00:36:58: Das ist fast nicht zu vermeiden!

00:37:00: Selbst wenn man immer wieder freundlich ist und eigentlich darauf achtet und so irgendwann passieren Dinge und du merkst das nicht dass du gerade jemanden verletzst hast.

00:37:09: Da wünsche ich mir eben, dass die Leute offener damit umgehen und sagen oh das hat mich jetzt aber getroffen.

00:37:15: Damit man daraus auch ein bisschen lernen kann.

00:37:19: Ich glaube das ist eben so ein bisschen das Doofe, dass wir... Wenn wir irgendwas hören was uns irgendwie trifft Zum einen vielleicht nicht darüber nachdenken, warum trifft uns das?

00:37:28: Hat es mit uns zu tun.

00:37:30: Mit der anderen Person, diese Unterscheidungen fehlt dann schon und dann eben innerlich so na die ist aber doof wenn er sagt was fällt der ein oder ne?

00:37:39: und unser einer der das gesagt hat und zwar nicht mit Absicht macht so einfach weiter so.

00:37:46: also merkt sie ja nicht.

00:37:47: und dann sagt die Person jetzt merkt die da noch nicht mal na toll bin ich denn gar nicht wichtig.

00:37:51: und so schauke

00:37:52: sich

00:37:53: wo einfach nur eine unbedachte Äußerung die vielleicht auch noch humorvoll gedacht war.

00:37:58: Ja, dazu kriege ich den Leute an zweien.

00:38:02: Ja total schade und ich kann das auch gar nicht steuern weil der andere hat ja sein Erfahrungshorizont warum er was jetzt so bewertet oder so.

00:38:14: also sprechen zu wollen und nie jemand auf den Schlips zu treten Das geht überhaupt nicht Und auch deswegen finde ich den Dialog so wichtig auch da eben um dann das zu klären.

00:38:29: Also, es macht für beide Seiten des Leben leichter also die Dinge anzusprechen auch da wieder ist es macht es befreit einfach so unheimlich auch dieses ehrliche mitteilen.

00:38:43: ich hatte zum Beispiel neulich die situation ich habe in der tzeit ich spiele akkordeon spielt das auch noch nie solange also in meinem alter eine herausforderung sehr komplexes Instrument.

00:38:58: Und ich hatte so das Gefühl, mein Lehrer ist natürlich Profimusiker und ich bin da im Verein und ich hatte das Gefühl... Ich komme gar nicht vom Fleck!

00:39:10: Ich konnte auch nicht zu viel üben wie ich das wollte und ich habe das Gefühl des Nervdien.

00:39:15: Denkt es nervend bestimmt total mit mir Anfängerinnen hier zu sitzen Und das hat so die Hürde aufgebaut, da hinzugehen und die Lust zu üben war.

00:39:24: Irgendwie habe ich gemerkt es beeinträchtigt mich und dann bin ich beim nächsten Mal hin.

00:39:29: Ich hab mit ihm auch einen ganz guten Draht und gesagt du, ich habe irgendwie die Sorge innerlich dass dich das hier total langweilt und nervt, mit mir anfängeriniert zu sitzen.

00:39:42: Nö, wieso?

00:39:43: Was mich nervt ist nur wenn die dann überhaupt nicht üben und mir hier einen vom Pferd erzählen wollen.

00:39:49: Aber nö, sagt er ach dich ärgerst dass du nicht vorwärtskommst sag ich ja es nervt mich gerade richtig das finde ich gut.

00:39:56: Dann bemüßt Du Dich Ja!

00:39:58: Nö isch alles in Ordnung.

00:40:00: Und dann hatte ich das aufgeräumt.

00:40:02: und jetzt gehe Ich wieder.

00:40:03: ganz locker flogge ich zum Akkordionunterricht und Bemühmig So Gut wie's geht.

00:40:12: Weißt du, das stand so plötzlich in meiner Motivation?

00:40:15: Meine Motivations im Weg irgendwie.

00:40:17: Ja, das kann ich mir vorstellen.

00:40:20: Dieser Gedanke, oh Gott!

00:40:21: Ich spiele noch nicht so gut und ich verbessere mich auch nicht.

00:40:23: Und dieser Profimusiker ist ja für den vielleicht doof... ...und dann sagt man, da kann ich nicht mehr hingehen, dass doch doof.

00:40:32: Man lämpt sich dann selbst.

00:40:33: Aber immer fängt

00:40:34: mal an.

00:40:36: Man interpretiert jeden Gesichtsausdruck Ja und weißt du am Anfang bin ich ja relativ gut vorwärts gekommen, da war er dann stolz.

00:40:48: Neue Schülerinnen gleich mit ins Orchester und dann hat es halt einfach irgendwie gerade...

00:40:54: wa!

00:40:55: Weiß auch nicht, hat geharzt.

00:40:57: War auch beruflich gerade fehl, da hatte ich den Kopf nicht mehr.

00:41:01: Und dann habe ich wirklich so angefangen, man guckt dann jeder Haltung jetzt hat er da wieder nichts gesagt.

00:41:06: und wie meinet ihr das?

00:41:07: Und das unterbreche ich in der Zwischenzeit sofort.

00:41:10: Weißt du, das merke ich dann auch selber gleich.

00:41:13: Ich nenne es so ein bisschen eine Sensorpräsenz weil wir können ja nicht andauernd bewusst sein.

00:41:19: Das geht ja gar nicht!

00:41:20: Wir sind ja nicht erleuchtet.

00:41:22: Aber sowas merk' ich dann und denke nee, das läuft nicht gut, das will ich anders

00:41:27: haben.

00:41:29: Es belastet mich dann oder hindert mich frei zu sein und dann fange ich an drüber nachzudenken und dann überlege ich mir wie mache ich das bewusst?

00:41:40: Ich glaube, das ist eigentlich der wichtigste Schritt, dass man es merkt.

00:41:44: Dass man merkt was man manchmal für komisches Zeug denkt und versucht zu hinterfragen und dann eben irgendwie aufräumt.

00:41:53: Du hast vorhin das schöne Wort klären gesagt, dass wir uns klären mit der Person.

00:41:56: Das finde ich eben richtig gut.

00:41:58: Es geht ja nicht darum jetzt irgendwelche Sachen so komplett zu lösen.

00:42:04: Nein Friede!

00:42:04: Vor der Eierkuchen ist damit nicht immer... nein, das Ganze sein.

00:42:09: Ja,

00:42:11: war spannend.

00:42:12: Bei mir ist das bei Instrumenten... Ich habe auch schon ein paar mal angefangen, Instrument zu lernen und ich bin auch am Anfang immer super gut da, weil man kann es gar nicht und dann kann man ja immerhin ein bisschen...

00:42:23: Genau!

00:42:23: Die Schritte im Anfang.

00:42:25: Ich komme dann immer zu dem Punkt wo's irgendwie gefühlt nicht weitergeht, wo ich irgendwas da nicht gleich kann und an diesem Punkt gebe ich immer auf also ich kann nach wie vor kein einziges Instruments spielen Und vielleicht liegt es daran.

00:42:38: Vielleicht sollte ich mir auch ein Lehrer oder eine Lehrerin suchen, die mich dann so ein bisschen motiviert, dann noch dran zu bleiben?

00:42:45: Aber ich schmeiß das dann einfach hin, weißt du?

00:42:47: Das ist eigentlich schade!

00:42:48: Ich bin dann halt gleich wieder auf was gebracht...

00:42:51: Ich bin da gleich ins Orchester.

00:42:53: Die Birgitische ist ja dann gleich so in die Vollen, ne?

00:42:56: Ja, cool.

00:42:59: Also ich dachte, wenn der mich ins Orkester bringt und denkt, ich kann das, dann mach' ich das.

00:43:04: Das hat mich dann schon auch an den Rand gebracht Und wie ich machs jetzt ungefähr drei Jahre, wird's jetzt bald.

00:43:10: Ich kann dir sagen es gab schon ein paar Mal diesen Punkt durchgedacht.

00:43:13: Ich komm einfach nicht weiter und da werde ich dann ergeizig.

00:43:18: Da werde ich denn denke ich ne das kannst du ja jetzt nicht sein.

00:43:21: Das kannst du auch besser.

00:43:23: Und ich glaub tatsächlich ja man muss immer mal wieder über diese Punkte drüber Da kommt halt so ein bisschen die Leistungssportlänge in mir raus.

00:43:32: Ich war früher im Leistungssport und da ist es normal, du musst immer wieder über diese Zähnenphasen rausgehen.

00:43:42: In der Selbstständigkeit auch wenn ich darüber nachdenke oder hast Du bestimmt auch schon gehabt?

00:43:49: Ja auch ich denke immer mal relativ regelmäßig fast schon.

00:43:54: Darüber nach ist einfach alles wieder hinzuschmeißen Weil ich denke, moch.

00:44:00: Und bei mir kommt allerdings auch ein bisschen dazu, dass ich so permanent neue Ideen hab und irgendwie ... eigentlich laufend denke das könnte ich noch machen oder auch schön sind hier das könnte sich doch noch machen und mich nicht so richtig fokussiere auf eins und dann wirklich mal dabeibleibe.

00:44:17: Ich habe Schwierigkeiten zu sagen, das ist jetzt meine Zielgruppe.

00:44:20: Das verändert sich bei mir auch andauernd gefühlt was es manchmal schwierig

00:44:24: macht.

00:44:24: Sagen wir mal ehrlich, wie es ist.

00:44:25: Es macht einfach schwierig, weil ich nicht den Fokus da so reinbekommen.

00:44:30: Aber es ist eben, wie's ist!

00:44:31: Ich bin, wie ich bin und ja...

00:44:35: Also ich finde das total sympathisch.

00:44:37: Was hat man mir gesagt?

00:44:39: Ich müsste mein Profil schärfen und ich müsste Fachfrau werden Und ich dachte immer, ich bin aber so breit aufgestellt.

00:44:46: Ich mag das gar nicht.

00:44:49: Mit dem Dialog gelingt mir das tatsächlich.

00:44:52: So wie ich jetzt mein Thema aufgebaut habe ist alles drin, was mich also fast alles stimmt nicht.

00:44:57: Aber... Ich kann so unterschiedlich arbeiten!

00:45:02: Ich bin ja auch noch klassisch als Journalistin unterwegs.

00:45:05: Ich mache Unternehmenskommunikation und mache eben diese Workshops und Vorträge mit dem bewussten Dialog Und das deckt jetzt so ziemlich viel ab Auch mit dem inneren Dialog, mit den Gefühlsmanagement.

00:45:21: Habe ich auch Ausbildungen gemacht weil das bei mir ein großes Thema war.

00:45:26: Sprechen im Außen ist ja ganz schön aber mich haben die Gefühle oft so überfraut sagt man das?

00:45:34: Ich dachte gerade über Mant ist eigentlich komisch.

00:45:38: Die

00:45:38: Gefühler habe ich überfrauht!

00:45:41: Ein schöner Wort Stimmt.

00:45:45: Dann konnte ich auch oftmals nie mehr so weiterarbeiten, manchmal wenn mich dann irgendwas beschäftigt hatte oder verletzt hatte oder in privaten, dann konnte ich im Beruf nicht so abliefern und das hat mich irgendwie gestört.

00:45:59: Ich gedacht es kann doch nicht sein!

00:46:01: Und da habe ich mich viel mit Gefühlsmanagement auch beschäftigt und mit Resilienz und das bringe ich auch sehr stark ein weil ich denke dass ist auch ganz wichtig um sich nicht immer gleich so angepeaks zu fühlen was und damit umgehen zu können, was im Raum steht.

00:46:21: Allerdings wenn du das jetzt so sagst muss ich sagen, dass Wort gefühlsmanagement will mir nicht gefallen.

00:46:28: Ja, da ist ein bisschen dieses... Ich ahne, was du meinst.

00:46:35: Ja

00:46:36: das klingt so mechanisch.

00:46:38: Du kannst keine Gefühle wegmachen.

00:46:40: also es geht im Prinzip darum die Gefühler anzunehmen und damit zu arbeiten weil Gefühlen sind Energie.

00:46:49: Das stimmt!

00:46:50: Also das ist auch etwas... was mir immer wieder begegnet, diese permanente Gefühlsunterdrückung die wir ja machen.

00:46:57: Also wir versuchen irgendwie angepasst durchs Leben zu gehen damit ja niemand merkt dass wir unfassbare Gefühle haben.

00:47:03: Und im Berufsleben

00:47:04: haben

00:47:05: wir ja ega keine Gefühlen werden.

00:47:07: wir lassen ja auch alles draußen wenn wir zur Arbeit gehen.

00:47:11: Ja ha ha super Idee!

00:47:17: Ja genau auch sie selber wahrzunehmen und zu benennen auch.

00:47:22: Das ist ein ganz wichtiger Schritt, weil wenn ich es benenne, ist das ja auch viel klarer und du glaubst gar nicht wie oft viele Menschen Schwierigkeiten haben.

00:47:32: Auch mir ging das so und geht es auch jetzt immer noch so.

00:47:35: dann wirkliches zu... weißt du?

00:47:37: Dann finde ich einen Wort und denke nie!

00:47:39: Also wut, es wird zuviel aber ehrlich zu wenig.

00:47:43: Aber was ist es denn eigentlich so genau?

00:47:46: Und da habe ich dann so meine Listen Wo dann die Gefühle draufstehen.

00:47:50: Tatsächlich hört sich jetzt doof an, aber also die Norsen und dann sagen auch viele ach das ist auch ein Gefühl ja genervt sein zum beispiel ist auch einen gefühl ungeduldig seien es auch ein gefühl Und übrigens auch ein negatives.

00:48:07: Also im Sinne von Energie raubendes

00:48:14: Ja wenn ich genervt bin für dich ja definitiv

00:48:17: Das nimmt einem Energie hier.

00:48:20: Ich habe so einen Emotionsrat.

00:48:23: Ja, das ist super!

00:48:25: Aber es

00:48:26: sollte ich mir auch noch... Absolut

00:48:27: recht.

00:48:30: Als ich angefangen habe mich damit zu intensiver zu beschäftigen, habe ich natürlich auch gewaltfreie Kommunikation gelesen von Marshall V Rosenberg und dann geht es ja auch in einem der Schritte darum, Bedürfnisse zu benennen und die Gefühle, die hinterstehen.

00:48:46: Und ich dachte, das ist so schwierig!

00:48:50: Was ist denn mein Bedürfenes?

00:48:51: Wie benenne ich denn das?

00:48:53: Welches Gefühl steht dahinter?

00:48:55: Überhaupt mal so zu Hinterfragen... Ich finde das immens wichtig.

00:49:00: Ich kann aber natürlich jetzt nicht in jeder Situation sofort sagen, dies, dass jenes bedürfnet nennen.

00:49:05: Manche Situationen gehen irgendwie so schnell.

00:49:08: Und deswegen sagen immer viele dann zu mir, wenn ich mit so was ankomme.

00:49:11: Das geht doch aber nicht!

00:49:13: Ich denke mir, dass du das ein bisschen übst und im Nachhinein vielleicht noch mal darüber nachdenkst.

00:49:18: Dass du etwas besser wahrnimmst, was tatsächlich in dir vorgeht und warum dich manche Sachen vielleicht jetzt auch genervt haben.

00:49:26: Dann kannst du bei der nächsten Situation viel besser damit umgehen.

00:49:30: Also mir fällt das auch nicht immer leicht, will ich damit sagen.

00:49:34: Sofort zusammen

00:49:34: ist jetzt

00:49:35: das Gefühl und dass jetzt jenes Bedürfnis... Und dann kann ich auch nicht so vier Schritte im Kopf... Das muss ich jetzt sagen, das muss ich... Der Zweck ist, dass wir uns dessen bewusst werden was da eigentlich vorgeht und eben auch bei uns bleiben.

00:49:52: Ja, und auch das Hinterherdurchaus empfehle ich auch immer.

00:49:56: Und das mache ich auch selber Gespräche und Situationen hinterher nochmal durchgehen.

00:50:02: Weil das Gehirn lernt ja nicht nur durch Situationen die direkt sind sondern auch durch Vorstellungen.

00:50:09: Das ist super!

00:50:11: Das kann man sicher total zu Nutze machen wenn jetzt eine Situation irgendwie nicht gut lief Und ich das gerne anders haben möchte, brauche ich ja eine Vorstellung.

00:50:22: Wie?

00:50:24: Wenn ich jetzt gar nicht weiß wie ich das Gefühl hatte, den jetzt da und wie will ich es denn eigentlich lohnt sich das definitiv hinterher dann nochmal reinzugehen und sich das genau anzuschauen.

00:50:35: Ja.

00:50:37: Ich arbeite auch mit so einem Diagramm wo es ein hemmendes Gefühl und also ich mag immer so dieses positiv und negativ nicht, aber so dieses energiraubende Gefühl und das energieschenkende Gefühl.

00:50:50: Und dann aktiv passiv und dann kann man dann lernt man sich schneller eins zu ordnen.

00:50:55: weißt du?

00:50:56: Dann brauchst Du nicht mehr den wirklichen Begriff, sondern kannst du sagen ich bin in dem Quadranten.

00:51:01: Ich glaube, ich hole mich mal ein bisschen runter.

00:51:04: Es wäre jetzt für die Situation angebracht, ein bisschen fähig besonnen zu agieren und dann kann ich das über Übungen geschwind machen.

00:51:13: Das kann man auch im Gesprächs-Situation machen.

00:51:16: Dann fällt es leichter Deorientierung so ein bisschen sich zu forden.

00:51:21: Ja, das ist eine schöne Idee.

00:51:23: Also dass man jetzt nicht unbedingt zwölf Millionen Gefühlsmorte auswendig lernt und dann zu gucken welches es nun?

00:51:28: Sondern das ist ja oft genügt sich da einzuordnen!

00:51:30: Ist das jetzt was Aktivlähendes wo ich sage also jetzt ist die Energie direkt im Keller wenn ich etwas fühle oder eben nicht so doll ist.

00:51:40: Das ist ne coole Idee auch noch nicht.

00:51:44: Ja,

00:51:45: schön.

00:51:45: Wieder was gelernt!

00:51:46: Gibt ja so Dinge die einen dann in einer Situation total hemmend zum Beispiel etwas anzusprechen und es ist ja wichtig dass man eine Strategie bekommt wie man da auch mal über diese Hürde drüber springen kann und sagen kann Es ist ja am Anfang eine Hürda sich zu äußern.

00:52:04: Das fühlt sich am Anfang aber erstmal ungewohnt an Dass man die überspringt.

00:52:09: dafür gibt's schon ein paar Tricks.

00:52:13: Ja, ja.

00:52:14: Stimmt.

00:52:16: Bei mir war immer so ein bisschen ... tatsächlich Wutausbruch das Thema.

00:52:22: Also was mir an mir selber auch nicht so gefiel, ne?

00:52:24: Dass ich manchmal einfach in einer Situation ... dann war es einfach zu viel für mich und da bin ich einfach geplatzt.

00:52:30: Und das konnte ich auch nicht steuern.

00:52:31: Das ist normal, dass man vielleicht nicht steueren kann aber es hat mich halt immer geärgert, dass sich dann eben so ausraste.

00:52:37: Nichts nicht so schlimm!

00:52:38: Ich bin nicht so weit hier, liebe Menschen... Und mir ist dann mal aufgefallen, dass das eben auch ein bisschen da herrührt.

00:52:44: Dass ich eben in den Fünfzigmalen vorher nichts gesagt habe.

00:52:48: Dann lädt sich das halt einfach wenn das Fass überläuft, dann läuft es eben über und da.

00:52:53: bewusst damit umzugehen und vorher vielleicht auch mal was zu sagen hilft.

00:52:57: Ich kann inzwischen auch, wenn ich bühre okay hier rollt etwas an so ein bisschen mit atmen und mit mir selber positiv sprechen, so weißt du?

00:53:06: So innerlich natürlich nur an.

00:53:07: Da sage ich nichts laut und dann kriege ich mich auch wieder ein bisschen beruhigter.

00:53:14: Wenn

00:53:14: ich

00:53:15: weiß okay das bringt jetzt hier nichts aus zu flippen was soll das?

00:53:19: Aber es gibt viele Situationen dann befasst mich etwas derartig.

00:53:24: Das sind oft Dinge die auch noch aus der Kindheit herrühren wo ich sage dass ist eine Situation da fühle ich mich jetzt wieder überspitzt gesagt ungeliebt ja übersehen.

00:53:33: Und dann platz ich kurz, knall die Türen und beruhige mich wieder.

00:53:37: Dann kann ich mir auch beschuldigen.

00:53:39: Ich weiß das jetzt aber drüber.

00:53:45: Ja also ich oute mich da gleich mit.

00:53:48: Ich hatte es früher auch als Kind und junge Frau sehr wütend oftmals.

00:53:55: Das war wirklich spannend aufzuarbeiten warum?

00:54:01: gegen den Türrahmen geschlagen.

00:54:06: Ich habe jetzt nicht so im Außen agiert mit fremden Personen, aber ich wurde dann auch komisch wenn ich mich so eingeengt gefühlt hab in der Enge getrieben und ich habe auch gemerkt dass ich viel zu spät rede.

00:54:26: Auch früher war es diese Erwartungshaltung im Außen.

00:54:30: Die perfekte Journalistin, die perfekten Frau und der perfekste Tochter.

00:54:35: Ich wollte auch immer alles perfekt machen und kam dann so... ...war halt ihnen nicht so perfekt blöderweise!

00:54:43: Und diese Diskrepanz zwischen innen und außen, die war dann echt irgendwie schwierig und seit ich das ausbalanciert habe brauche ich die Wut nicht mehr.

00:54:53: Ja, Perfektionismus ist eher schwierig.

00:54:57: Also ich meine wer sagt denn was perfekt ist?

00:54:59: Wir haben im Kopf so ein Bild was wir denken was perfekt isst.

00:55:02: aber das ist vielleicht auch nur für uns so und der Rest denkt sich...

00:55:06: Meistens kommt es ja aus Erwartungshaltungen von außen in der Gesellschaft oder die man halt so aufgenommen hat von den Eltern vom Umfeld im Berufsleben.

00:55:16: also man nimmt's meistens von außendauf.

00:55:20: Und es ist nicht alles wahr.

00:55:22: Nein!

00:55:24: Würde ich mit unterschreiben, ja.

00:55:27: Also das man zu erforschen... Ich weiß nur da hatte ich auch als junge Frau mal so eine Phase wo ich mal alles komplett anders gemacht habe wie ich es von meinen Eltern her gewohnt war oder wie ich so dachte.

00:55:43: Ich bin bei ganz vielen wieder zurückgekommen gedacht zwar vielleicht doch ganz sinnvoll aber manches mache ich dann auch tatsächlich nicht mehr und das hat mir so das Bewusstsein dafür geschenkt, dass ich da ab und an mal hinguck.

00:55:57: Warum mache ich denn die Dinge so?

00:56:00: Auch selber weißt du es schleift sich ja eine Routine im Alltag ein und ab und zu hinterfrage ich die mal weil ich renne dann diese Routine hinterher und denke dann okay die war jetzt zum Beispiel wo unser Sohn klein war mal sinnvoll.

00:56:15: aber ist es eigentlich auch noch sinnvoll Und das ist dann doch manchmal ganz erhellend, was mit David loslassen darf.

00:56:25: Ja also sich selbst immer mal wieder zu hinterfragen und das, was man so denkt die ganze Zeit, dass was man von anderen auch erwartet ohne dass sie wüssten, dass das unsere Erwartung ist?

00:56:35: Dass es eben auch mal aufzuräumen und sagen okay ich habe jetzt eine Vorstellung wie die Situation zu sein hat und wenn sie da nicht so ist, dann ist die andere Person falsch.

00:56:44: aber vielleicht ist einfach nur meine Vorstellung eben nur meine vorstellung Und die andere Person weiß weder, dass es meine Vorstellung ist und hat eben eine andere Vorstellung.

00:56:52: Beide Vorstellungen dürfen nebeneinander wahr sein.

00:56:56: also weißt du?

00:56:59: Wir kommen ja alle mit anderen Erfahrungen auch ins Leben so.

00:57:05: Der eine will's so oder der andere wills so und du hast ja rechnet das meiste kommt dann eben aus der Kindheit von den Eltern und von der Gesellschaft und weiß ich nicht woher.

00:57:12: und immer wieder zu gucken was gehört davon eigentlich wirklich zu

00:57:16: mir?

00:57:17: Ja, und dass es eben beim anderen anders sein darf.

00:57:21: Und da auch diese Gedanke...

00:57:25: Ich

00:57:25: bin meine Gedanken!

00:57:27: Nein ich habe sie.

00:57:29: Die kommen auch ganz oft.

00:57:30: Also mein Wasingedanken-Gedang ist der Verstand.

00:57:33: Der Verstand sammelt im ganzen Leben alle Eindrücke und Erfahrungen und versucht immer zu checken das was jetzt gerade ist hat es mit irgendwas von früher zu tun.

00:57:44: Das muss jetzt nicht die Wahrheit schlechthin sein.

00:57:48: Ich sage auch oft, hey, trätet mal ein bisschen zurück, hört euch zu!

00:57:52: Aber glaubt nicht alles was das so abgeht in eurem Gehirn.

00:57:57: Ja, wir sagen uns ja oft doofe Sachen, ne?

00:58:00: So Sachen... Was will ich jetzt?

00:58:01: du hier?

00:58:02: Du hast wieder schlecht gemacht oder also sieht es sehr innerlich kritisch aus und stark.

00:58:08: Oftmals.

00:58:09: Und den muss man nicht alles glauben.

00:58:13: Nee, ich muss mal nicht.

00:58:15: Davon ist das meiste wirklich Gäse!

00:58:18: Der will uns halt für irgendwas beschützen und frag mich keine Ahnung, warum es den überhaupt gibt.

00:58:21: Manchmal finde ich das nämlich wirklich nervig wenn der wieder einmal so hoch ploppt und sagt Das kannst du nicht?

00:58:26: Da kommt doch keiner

00:58:28: Und was...

00:58:30: Och ja Aber dann eben auch bewusst zu sagen Okay jetzt ist immer wieder der Megacop da Und wir sagen mal kurz eben auch wirklich stopp.

00:58:38: Nee, lass mal!

00:58:38: Das stimmt doch nicht... Natürlich bin ich gut genug.

00:58:40: Na klar kann ich das?

00:58:41: Ich habe es so oft jetzt schon bewiesen.

00:58:44: Hallo!

00:58:45: Genau!

00:58:46: Das ist der Moment wo ich vorher gesagt hab, da fiel ich dann manchmal Selbstgespräche laut auf und sagt Stopp.

00:58:53: Ich sage dann auch wirklich ganz bewusst, stopp das ist mein Code Wort.

00:58:58: Das will ich jetzt nicht weiter denken und das führt überhaupt nicht zum Ziel.

00:59:03: Und das kann man auch trainieren.

00:59:04: also ich finde es hilft sehr.

00:59:10: Also das ist auch meine Strategie wirklich das Laut So vor mich hin zu sagen, stopp.

00:59:17: Stopp.

00:59:17: Manchmal auch ist es so... Moment!

00:59:20: Das ist doch jetzt kein guter Gedanke, das hilft gar nicht.

00:59:24: Ja weil der Verstand ist einfach dazu da Gefahren zu erkennen.

00:59:28: Das liegt in unserer Natur.

00:59:31: Jetzt ist unser Leben halt einfach nicht mehr so gefährlich wie früher.

00:59:34: also er ist ganz viel aktiv wo's eigentlich nix für ihn zu tun gibt und Da kann man ihn dann mit anderen Dingen beschäftigen, wo man auch zur Ruhe kommen kann.

00:59:47: Also das macht ja auch viel... Die Situation hatte ich schon, wo ich gar nicht mehr runtergekommen bin abends, gerade wenn ich von was begeistert bin.

00:59:58: Bei mir ist es gar nicht nur negativ und wenn ich in irgendeinem themativ drin bin, das lieb' ich oder tauche ich dann ein.

01:00:05: Dann konnte ich früher abends aber nicht abschalten!

01:00:08: Das lief dann einfach da oben weiter, so ein Eigenleben geführt.

01:00:13: Und das ist jetzt auch ... Also, das find ich auch sehr angenehm wenn ich das unterbrechen kann und sagen kann gut du hast jetzt gearbeitet aber jetzt ist was anderes angesagt.

01:00:25: Ja in solchen Situationen hab' ich früher immer das aufgeschrieben was mir noch so durch den Kopf ging.

01:00:31: oft waren das so Gedanken oh ja das ist noch spannend und das darfst du nicht vergessen und das musst du morgen mal gleich als erstes machen.

01:00:36: Dreh dich das so.

01:00:39: und dann habe ich mir halt so Dinge aufgeschrieben.

01:00:42: Und jetzt ist es halt, tatsächlich hab' ich ja auch eine Aufgaben-App auf dem Handy.

01:00:45: Ich weiß es, man soll sein Handy nicht mit ins Bett nehmen.

01:00:49: Ich mach das trotzdem, Basta!

01:00:53: Weil mir hilft das dann wirklich, das Schnelltart reinzuschreiben.

01:00:58: Und dann kann ich's...ich kann das erst loslassen wenn ich's irgendwo hingeschrieben habe.

01:01:01: Also gerade to do's die mir jetzt im Nachts noch einfallen.

01:01:04: Dann kann ich auch schlafen.

01:01:05: Aber wenn ich dann so drauf rumdenke, dann wird's schwierig.

01:01:08: Da reicht bei mir noch keinen Stopp-Hürmer auf.

01:01:11: Da sagt sich mein Kopf ... Nee!

01:01:15: Ja, man hat ja oft... Also geht dir das auch?

01:01:18: Ich hab oft nachts, wenn ich so einfach plötzlich so tolle Ideen denke, wow und oftmals habe ich die im Morgens verloren.

01:01:26: Also ich hab immer was zum Schreiben am Bett liegen.

01:01:29: Immer.

01:01:31: Ja, also brauche ich wie gesagt auch.

01:01:33: Also manchmal kommt da was und dann habe ich einfach zu viel Angst, das zu vergessen und deswegen muss ich es aufschreiben, sonst kann ich nicht schlafen.

01:01:39: Und eben sich solche Sachen eben auch anzuschaffen, dann eben zu gucken warum kann ich noch nicht schlaf?

01:01:45: Woran liegt das?

01:01:46: Was für Gedanken gehen wir denn dadurch in den Kopf und versuchen das irgendwie in dem Moment loszuwerden mit welcher Strategie immer?

01:01:52: Da muss man halt immer ein bisschen individuell gucken.

01:01:55: Ja, jeder anders und das hat zum Beispiel für mich auch ganz viel mit Selbstliebe zu tun.

01:02:00: Weil es ja gerade so gehypt wird überall.

01:02:03: aber was ist denn Selbstliebel?

01:02:04: Selbstlieber ist zu erkennen wie tickig, wie bin ich Und wie kann ich das gut so leben.

01:02:12: Das ist für mich selbst liebe und da gehören also kleine Dinge auch dazu Dass ich da keinen Kopf machen und sagen, ich muss jetzt schlafen.

01:02:20: Das Handy darf ich nicht mit ins Bett nehmen.

01:02:24: Nachts darf ich kein Lichter machen, weil meine Melatoninproduktion nicht mehr funktioniert oder so.

01:02:29: Sondern sagen okay, ich bin so!

01:02:31: Punkt!

01:02:32: Ja also wirklich zu hinterfragen was tut mir gut?

01:02:34: Was tut mir vielleicht auch nicht gut?

01:02:36: Und dann lässt man das, was er nicht gut tut eben vielleicht mal sein... ...und dass immer wieder zu hinter fragen war sich das auch verändert.

01:02:45: Ja, also das hast du ja auch schon irgendwann hier zwischendurch mal gesagt.

01:02:49: Diese Routinen und dieses Ganze wie man so lebt einfach immer wieder mal auf dem Prüfstand zu stellen und zu gucken passt es noch zu mir und zu dem wie ich jetzt leben möchte.

01:02:57: Und ich tatsächlich finde diese Gelassenheit die man dann auch ein bisschen im Alltag kriegt Aufgrund der Weisheit Die man dann wahrscheinlich erlangt weil man so viel Erfahrung gemacht hat.

01:03:07: Also diese Gelassenheit, das finde ich super.

01:03:10: Also wie ich mich früher immer über jeden Quatsch so aufgeregt habe und jetzt so ist nicht... Ich muss mich gar nicht mehr darüber so aufregen, also mich regen immer noch Sachen auf!

01:03:18: Da muss ich manchmal auch wirklich sagen okay, ich lehste halt das nicht mehr oder ich gucke da nicht mehr hin, weil ich wirklich... Ich weiß nicht, in mir geht immer ziemlich viel los.

01:03:32: Da passiert total viel und dann ... Das ist aber jetzt nicht gerecht?

01:03:35: Also ich hab so eine Gerechtigkeit.

01:03:36: Gerechtigkeitsin.

01:03:38: Und dann auch!

01:03:39: Dann sehe ich wieder was, was total ungerecht aus meiner Sicht ist und dann riege ich mich irgendwie auf und denke, ich muss doch etwas tun oder einfach was willst du immer tun.

01:03:45: Du kannst ja eben nichts tun manchmal einfach.

01:03:48: Und das ist für mich auch so ein Erkenntnis gewesen in dieser Circle of Confluence-Uhr oder wie das heißt.

01:03:57: an manchen Stellen kannst du was machen, dann macht das auch.

01:03:59: Und bei manchen Sachen kannst du einfach nichts tun und es ist dann eben auch so.

01:04:06: Dann sollte man sich nicht damit zu verkämpfen und sich immer nur aufregen und sagen wenn man nichts tun kann.

01:04:10: also für mich ist das eine totale Erleichterung gewesen.

01:04:14: Manche Sachen eben dann loslassen zu können hier kannst du nichts tun.

01:04:18: akzeptierst dass es so ist wenn du dich anderen Dingen zu dir vielleicht verändern kannst, wo du was tun kannst und wenn es deine Schritte sind.

01:04:28: Ja, definitiv.

01:04:29: Das ist wirklich sehr wichtig weil dieser Aktionismus in dem viele verfallen und wenn sie dann merken also das ist ja auch hinter momentanen Lage noch wenn Sie merken okay aber ich kann es gar nicht steuern Dann verfallen sie so ein Ohnmachtsgefühl Und das ist natürlich ganz ganz schlecht dass das fühlt sich nicht gut an und das nimmt auch Energie Also Gefühle wieder.

01:04:50: Es ist Energie Ärger kann eine positive Energie sein Wenn ich was tun kann, aber wenn ich mich dann total ausgeliefert und unmächtig fühle ist es halt eine sehr hemmende Energie.

01:05:03: Und da dann zu schauen ja dieses auch mal aushalten einfach gewisse Gefühle.

01:05:09: Ich glaube das lernen wir.

01:05:11: also ich finde wir lernen das sogar nicht.

01:05:13: weißt du manche Dinge Einfach auch Mal Dasein Zu Lassen?

01:05:20: Ja Na Ja Dann Schauen wie gehe ich denn mit um?

01:05:24: Also wenn ich so auf meine jungen Jahre zurückschaue, dann waren Gefühle eigentlich auch immer nicht ... Egal welche Gefühler oder so.

01:05:32: Es war halt immer ... Nee, du darfst hier nicht so Gefühlen zeigen!

01:05:37: Man sagt ja eigentlich immer Mädchen dürfen ja Gefühles zeigen und Jungs nicht.

01:05:40: so, ganz überspitzt gesagt.

01:05:42: Und tatsächlich war das bei mir ähnlich.

01:05:45: Ich bin ein ziemlich emotionaler Mensch und auch sensibel so.

01:05:50: Also auch bei Filmen.

01:05:51: Weißt du, ich weine ...

01:05:53: Ich auch!

01:05:54: Sandra,

01:05:55: ich oute mich gleich mit.

01:05:57: Ja, ich lache viel und weine viel.

01:06:00: Ich meckere manchmal vielleicht ein bisschen.

01:06:02: Das kann schon sein.

01:06:03: Aber ich bin im Grunde eigentlich ein positiver Mensch.

01:06:06: Egal auf jeden Fall hab ich immer viele Gefühle so gehabt.

01:06:09: die kamen dann eben aus mir raus Und da wurde mir aber immer gesagt oh nee das muss noch nicht sein warum holzen jetzt schon wieder der von mir irritierendste, was ich auch sehr bei mir festgesetzt hatte.

01:06:24: Meine Mom hat immer sowas gesagt wie lache richtig oder gar nicht, heule richtig oder garnicht und ich wüsste an meinem Lachen oder Wein falsch ist?

01:06:33: Und das hat mich so verunsichert.

01:06:37: Also wenn jemand fragt deine lache ist blöd deinen Heulen ist eigentlich auch blöd.

01:06:41: Wie kriegt man dann ein zwiespätiges Verhältnis zu seinen Gefühlen dem, wie man so Gefühle äußert.

01:06:49: Und inzwischen ... und da kommt ja die Altersgelassenheit vielleicht auch ... Inzwischen ist das, glaub ich, sogar eine Stärke von mir, dass ich weinen kann wenn ein Wein angesagt ist?

01:07:00: Und dass ich eben auch lachen kann, wenn lachen angesagt wird.

01:07:03: Und nicht ... Gefühlen so hinterm Berg halte.

01:07:06: Ja.

01:07:06: Damit dem gegenüber erlaube auch die Gefühler rauszulassen.

01:07:09: Mhm.

01:07:10: Das fühlt sich für manche so erleichtern an weil die es auch nicht gelernt haben.

01:07:14: Wie du's gesagt hast, das wurde eigentlich immer eher so ... Lächeln, du musst eigentlich ... lächeln.

01:07:20: Und ja, bloß nicht auffällig sein und immer schön angepasst.

01:07:23: Mhm.

01:07:25: Wird's äußern werden noch so ein bisschen beäugt vielleicht?

01:07:28: Denkt man von außen so nachher, das ist ja mit dir jetzt los!

01:07:32: Ja...

01:07:33: Aber ich denke es ist so gesund die Gefühle rauszulassen.

01:07:37: Definitiv, ja.

01:07:39: In einer Podcastfolge hat die Gästin auch gesagt oder sie hat mir zum Poster zugeschrieben irgendwie, weil ertränen sind die Waschmaschine

01:07:49: Ja, oh das kann so reinigen und gut tun.

01:07:52: Also ja würde ich gleich unterschreiben.

01:07:57: Also mein man muss ja jetzt nicht irgendwo über.

01:08:00: also ist schon ein bisschen gucken wo weil man sich auch.

01:08:05: also es ist auch selbst Schutz teilweise.

01:08:07: Man muss sich jetzt nicht angreifbar machen oder so.

01:08:11: Es hat alles so.

01:08:12: seine Situation will ich damit sagen aber natürlich Also ich habe das auch schon bei dir in anderen Folgen gehört, dass du es immer wieder beschreibst.

01:08:23: Dass du sehr sensibel bist auf Geräusche oder so reagierst.

01:08:27: Das kenne ich auch sehr gut und ich konnte dann aber oft nicht das machen was ich wollte.

01:08:33: weißt du?

01:08:34: Ich hab gemerkt die anderen sind der ganze Tag unterwegs in der Klicke und gehen abends noch weg und ich habe dann halt Migräne-Anfall bekommen Bumm, weil es für mich zu viel war.

01:08:44: Aber ich wollte das ja!

01:08:47: Ich hatte so lange das Gefühl...ich muss im Außen jemand anderes sein damit ich das auch leben kann und das war nicht gut.

01:08:58: Und dass sich auch selber mal eingestehen.

01:09:00: Ich kann gewisse Dinge einfach so nicht die für andere ganz leicht sind.

01:09:05: jetzt hatten wir zum Beispiel vom Netzwerk Jubiläumsfeier und da war mittags eine Stadtführung.

01:09:11: Und abends dann die große Veranstaltung, das ist mir zu viel!

01:09:14: Das kann ich nicht.

01:09:17: Es ist sehr schade weil ich das gerne gemacht hätte aber ich kann es nicht.

01:09:23: Ich weiß es ist mehr zu viel und dann bin ich in der Zwischenzeit eben so dass ich dann dafür mich sorge und das auch gut kommunizieren kann sagen das Programm ist ganz toll.

01:09:33: Es hat mich ja super interessiert.

01:09:36: Ich habe für mich entschieden, dass ich erst dann bei der Feierabend einsteig, weil ich ja ... Ich will, dass es mir gut geht.

01:09:43: Dass ich's genießen kann und mit euch sein kann.

01:09:45: Und

01:09:46: das

01:09:47: kommt auch nicht mehr komisch an?

01:09:48: Das ist alles in Ordnung!

01:09:50: Ja, das ist es.

01:09:52: Es ist alles okay.

01:09:53: Wie wir sind, ist in Ordnungen.

01:09:54: Und wenn wir bestimmte Sachen einfach ... Jetzt gerade nicht die Kraft haben, dann ist das auch in Ordnung.

01:10:00: Wie oft man sich zwingt zu Dingen, die man jetzt nicht will... Obwohl ich auch sagen muss, dass manchmal wenn man so dachte, boah, nee hab' ich als gar keine Lust, will ich jetzt nicht und dann ist man doch irgendwie hingegangen, wurde es meistens sogar richtig gut!

01:10:11: Nein, das ist eine andere Art von Nicht-Können.

01:10:15: Ist mir oft, wenn ich abends noch was habe, denke ich natürlich am frühen Abend, oh jetzt auf die Gaut wäre auch schön!

01:10:22: Das meine ich nicht da sollte man nicht immer nachgeben.

01:10:27: Ja aber man spürt es ja genau ob man wirklich jetzt die Kraft nicht hat und einen das eigentlich nur nerven würde?

01:10:35: Und da eben wieder auf sich zu hören.

01:10:38: Also wirklich immer in sich reinzuspüren und wie geht's mir grad?

01:10:42: Kann ich das jetzt gut brauchen oder kann ich es vielleicht auch nicht brauchen?

01:10:46: Und dann eben auch nicht so ... Sich zu geißeln dafür, dass man jetzt da nicht hingeht.

01:10:50: Sondern einfach anzunehmen ist es so... Ich bin da ein bisschen sensibel.

01:10:55: Ist mir jetzt so viel.

01:10:56: Ich nehm die Hälfte der Veranstaltung mit was ja auch völlig okay ist.

01:11:01: Und sich nicht immer selber zu geisseln dafür.

01:11:05: was auch eben oft passiert.

01:11:07: Weil man bestimmte Dinge, also weil man denkt andere erwartenden Dinge von einem und dann geißelt man sich so wieso bin ich nur so anders?

01:11:14: Und wieso kann ich denn das jetzt nicht?

01:11:16: die anderen können auch?

01:11:18: Das sind alles Gedanken, die brauchst du eigentlich wirklich nicht.

01:11:22: Also du beschreibst es total schön ja das läuft nämlich genau dann ab!

01:11:27: Ich habe die tolle Erfahrung gemacht wenn ich mich da zeige... Passiert wirklich Nichts im Gegenteil.

01:11:36: Ich bekomme ganz viel Liebenrückmeldung und Zuspruch oder auch, wie du es vorher gesagt hast andere sagen plötzlich ach wenn ich ehrlich bin ist mir das eigentlich auch zuviel.

01:11:46: Das hat mich jetzt ermutigt um das auch zu sagen wenn du das machst also Es habe nur positive Erfahrungen mit mich dann in solchen Momenten zu zeigen was ich mir da früher von Kopf gemacht hab Vollkommen Banane

01:12:03: Ja, so erlebe ich das auch.

01:12:05: Wie gesagt, wenn man sich selber mehr zeigt ist es wie eine Art Vorbild für die anderen, dass sie sich auch zeigen dürfen oder man gibt denen dadurch die Erlaubnis, dass Sie's auch dürfen.

01:12:14: Man öffnet den Raum ja?

01:12:17: Und das finde ich... Das ist vielleicht auch ein bisschen unsere Funktionen.

01:12:22: Ist ein blödes Wort aber so nehme ich das manchmal wahr, dass das meine Aufgabe fast schon ist und dadurch, dass ich echt bin

01:12:30: zu sagen,

01:12:30: also so echt ich eben sein kann und eben auch ehrlich Dinge sage.

01:12:34: Und auch wenn ich Schwierigkeiten habe oder dass ich mich zeige, das sich dann den anderen erlaube, sich auch zu zeigen.

01:12:41: Dadurch kommt dann diese Verbindung und dieses Verständnis.

01:12:44: Achso!

01:12:45: So fühlst du das?

01:12:46: Achso jetzt verstehe ich auch warum du das immer so und so haben willst.

01:12:49: Ach so naja, das ist für mich kein Problem, das jetzt so auch zu machen.

01:12:52: Ich hab es so nicht kapiert.

01:12:54: Also was hat sie denn?

01:12:55: Weißt Du?

01:12:56: Ungefähr... Das ist so schön.

01:12:59: Das macht das Leben leichter, wirklich mehr von dem zu sagen und auch zu zeigen was da im Kopf vorgeht.

01:13:09: Ja total!

01:13:10: Und es steckt wirklich an... Also man ist Umfeld verändert sich wenn man selber das anders macht Auch wenn sich das Umfeld überhaupt nicht mit dem Thema beschäftigt, aber die Menschen reagieren da drauf.

01:13:24: Also ich finde es immer wieder faszinierend was da alles passiert plötzlich.

01:13:29: und ja ich glaube dass ist schon auch so ein bisschen so'n Altersthema.

01:13:33: also ich kann das auch immer besser je älter ich werde einfach zu sein.

01:13:37: Ja also

01:13:38: deswegen Alter ist etwas ganz Tolles Zumindest die Momente noch.

01:13:44: Ja, ich denke ja dann immer hätte ich vieles von dem, womit ich mich jetzt so beschäftige früher schon gewusst wäre es eben auch wahrscheinlich früher leichter gewesen.

01:13:52: also mit was für Quatsch man sich da so selber gehemmt hat?

01:13:56: Also ... Ich war wirklich in ... Die Leute denken denn immer, ich erzähle quatschen weil ich so jetzt immer eine große Klappe hab und wirklich gar nicht so vürke als wär ich irgendwie introvertiert.

01:14:09: aber das steckt schon auch ein ganz schöner introvertiert der Mensch in mir drin und auch ein sehr schüchterner Mensch.

01:14:14: Und als Kind, auch als Jugendliche war ich wirklich sehr zurückhaltend.

01:14:18: Ich hab mich gar nicht getraut mit Leuten großartig zu reden weil es so jetzt ist mein Job was mitreden.

01:14:24: aber ja wenn man mit sich dann irgendwann mal ein bisschen im Reinen ist also und sich selbst ein bisschen mag und sagt mensch du bist doch eine prima Person Die Leute reagieren auf dich positiv.

01:14:37: Darfst du auch mal annehmen, dass du ein positiver Mensch bist?

01:14:40: Du bist sympathisch, Punkt aus!

01:14:42: Und das nicht immer so zerreden und ich bin nicht dies genug oder jenes genug.

01:14:46: Das ist noch nicht richtig.

01:14:47: Da muss ich noch einen Zertifikat mehr rollen und da bin ich noch nicht klug in den Arm.

01:14:51: Nee, du bist gut genug, wie du jetzt bist im Moment.

01:14:55: Das darf auch mal irgendwann reichen einfach, weißt

01:14:59: du?!

01:14:59: Wenn dieser Moment kommt, kann sich die Kommunikation, die Art, wie mit Menschen umgehend verändern.

01:15:04: Du nimmst nicht alles persönlich, was die anderen sagen.

01:15:08: Du siehst nicht in allem, was andere sagen.

01:15:11: Irgendeine Bestätigung für deine Selbstzweifel.

01:15:14: Weißt du mich mal?

01:15:15: Ja natürlich weil das ja auch etwas anderes sagen hat viel mehr mit ihnen zu tun wie mit dir.

01:15:23: also wenn man sich mal ich höre mich auf meinem Studium so nochmal beschäftigt, wie Sprache entsteht.

01:15:30: Das ist phänomenal.

01:15:31: also gerade im Gespräch ja das ist ja aus dem Moment raus und es hat ganz viel mit der Person zu tun am wenigsten erstmal mit dir.

01:15:40: Und wenn man das mal verstanden hat... Ich muss nicht mit jedem Freund sein ich mag ja auch nicht alle.

01:15:48: Es ist in Ordnung wenn man einfach so sieht dass sich Also mir hilft das Bild, dass ich die Menschen anziehe, die zu mir passen.

01:15:56: Auch im Beruf!

01:15:57: Wenn da ein Auftrag mal nicht klappt dann denke ich immer gleich wird für irgendwas gut sein.

01:16:03: Das befreit auch total.

01:16:05: wenn man es einfach annimmt muss nicht alles passen passt gerade nicht okay Anstatt dann zu sagen oh was habe ich jetzt falsch gemacht?

01:16:14: Ne passt einfach im Moment grad.

01:16:19: Das kann in einem halben Jahr ganz anders aussehen.

01:16:24: Ja, auf jeden Fall.

01:16:26: Ich habe auch muss.

01:16:26: irgendwie mal... Was heißt man muss?

01:16:28: Schon alleine dieses Wort Muss.

01:16:31: Wir müssen nichts!

01:16:33: Genau!

01:16:35: Das hat bei mir schon als Kind nicht funktioniert.

01:16:37: wenn man zu mir gesagt hat du musst hab ich gleich gesagt ich muss gar nix.

01:16:46: Ich führe auch ein Unwohlsein, wenn mir jemand sagt, ich müsste irgendwas machen.

01:16:51: Ah!

01:16:51: Ich hab das total widerstanden.

01:16:53: Ja, ich auch.

01:16:54: Also ... Wenn mich dann jemand in so einen Gefängnis in Anführungsstrichen stecken möchte von irgendetwas und du musst es jetzt so und so ... Selbst wenn das klug ist was der andere da sagt.

01:17:05: aber schon wenn ich's mach'n muss wiedersteht mir das.

01:17:08: Das ist auch, wenn man Kinder hat nicht so clever dieses Wort zu benutzen.

01:17:13: Ich verrate dir was.

01:17:14: wo ich ganz doll das muss entdeckt habe war damals bei mir selber und Das war ziemlich bitter zu erkennen.

01:17:22: Ja, ja also dass muss streichen wir schon mal gleich vor allem wenn es geht.

01:17:29: oft denken wir nur, wir müssten irgendwas.

01:17:31: weil weiß ich nicht.

01:17:33: Was sollen denn sonst die Nachbarn denken?

01:17:35: Ich weiß gar nicht was die Nachbars denken.

01:17:37: Die denken sowieso nicht das was du denkst dass sie denken.

01:17:40: Genau und du kannst auch nicht beeinflussen!

01:17:42: Die machen eher die Denken eh was sie wollen.

01:17:45: ja und es gibt einfach angenehmere Wörter auch das.

01:17:49: man kann sein Leben angenehmer gestalten wenn man seinen Wirtschafts entsprechend gestaltet.

01:17:56: Also ich finde zum Beispiel Gespräche immer sehr bereichernd und ich bin sehr reich an, seit ich dieses Wort in meinen Wortschatz, in mein Gebrauch eingeladen habe.

01:18:07: Empfinde ich das alles viel schöner?

01:18:10: Das macht was mit einem!

01:18:11: Das hört sich jetzt so vielleicht etwas banal an ist überhaupt nicht banal.

01:18:18: Ja, das ist ja oft so.

01:18:19: Auch wenn ich mal sage, wenn du nervös bist, dann atme mal tief durch, auch banal.

01:18:24: Ist es einfach auch banall?

01:18:26: Aber mehr braucht's nicht!

01:18:29: Funktional

01:18:30: banal!

01:18:31: Man müsste immer sonst was noch lernen oder sonst was irgendwie wissen... Meistens ist es wirklich eine kleine Sache.

01:18:39: Und die kleinen

01:18:40: Sachen sind die schwierigen.

01:18:42: Weil da liegt die Wahrheit drin in so ganz einfachen Dingen.

01:18:47: Und warum muss ich es nicht einfach machen?

01:18:51: Ein bisschen Leichtigkeit

01:18:52: rein

01:18:53: und definitiv.

01:18:55: Das ist möglich, das ist vor allem auch im Miteinander möglich.

01:19:00: Man muss sich über alles aufregen was Herr Kollege X oder Frau Kollegin Y mal wieder anders gemacht hat als man es erwartet hat.

01:19:09: Oftmals haben die eben andere Erwartungen.

01:19:11: wenn wir darüber sprechen Wird es auf jeden Fall leichter, weil man sich dann besser verstehen kann?

01:19:18: Man gibt der Beziehung die Chance, sich zu entwickeln.

01:19:23: Ja, das ist schön.

01:19:24: Schön

01:19:25: formuliert!

01:19:27: Das wäre nicht richtig schön formuliert ein richtig gutes Schlusswort wunderbar mit diesen weißen Worten.

01:19:33: Liebe Birgit danke ich dir herzlich für dieses tolle Gespräch.

01:19:38: Ich finde es immer wieder toll, auch mit Kommunikationsmenschen zu sprechen.

01:19:41: Weil wir sind da schon alles ein bisschen auf dem gleichen Weg und ich spüre auch immer noch dieses... Wir befassen uns damit und dadurch ist das für uns leichter geworden.

01:19:49: Das spüre ich auch total.

01:19:51: Dass wir das alle weitergeben wollen weil es ist das A&O bei sich selber anzufangen und dann gucken wie kommunizieren wir?

01:19:58: Wie offen sind wir und so weiter?

01:20:01: Ja so, man kann es nicht oft genug sagen.

01:20:03: Immer bei einem selber anfangen und dann wird's toll!

01:20:06: Und wir strahlen uns an weil... Es wird toll!

01:20:10: Das ist schon toll alles ist super!

01:20:13: Genau, das

01:20:13: war schön!

01:20:15: Ich sage dir ganz herzlich ich habe dieses Gespräch sehr genossen.

01:20:19: Es war sehr lebendig und schön.

01:20:21: Ich freue mich sehr dass ich bei dir war und ich hoffe wir geben nach außen auch ein paar Impulse.

01:20:26: Das denke ich schon.

01:20:27: Ich glaube, da war einiges dabei.

01:20:29: Schreibt's gerne in die Kommentare was euch am meisten für den Moment inspiriert hat und was ihr gleich morgen vielleicht auch anders macht an eurer Kommunikation.

01:20:38: Es hat mir wirklich mega Spaß gemacht Birgit!

01:20:40: Ich freue mich dass du da warst.

01:20:43: Auf Wiedersehen!

01:20:44: Tschüss

01:20:47: Sandra!

01:20:55: Abonnier dir diesen Podcast sehr, sehr gern.

01:20:58: Damit du auch den nächsten Folgen nicht verpasst!

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