#83: Bürofläche meets Arbeitskultur
Shownotes
Danny Hess begleitet KMU in Dresden und ganz Deutschland dabei, Büroflächen zu entwickeln, die wirklich zu ihrer Arbeitskultur passen. In unserem Gespräch nimmt er mich mit auf eine Reise in die Welt der modernen Arbeitsplatz-Gestaltung, in der sowohl Fokusarbeit als auch Austausch gut gelingen.
Besonders spannend: Wenn richtig geplant wird - gemeinsam mit einem Architekten und Experten wie Danny - dann braucht es auch kein Booking-System für Arbeitsplätze, selbst wenn nicht mehr jede Person einen festen Arbeitsplatz hat.
Du hast das Gefühl, dass eure Büroräume irgendwie nicht so sinnvoll aufgeteilt sind, weil immer so viel leersteht oder Menschen, die sich ein Büro teilen, immer wieder abgelenkt werden? Oder du hörst Sätze wie: "Ich bin lieber im HomeOffice. weil ich da in Ruhe arbeiten kann.". Dann horch unbedingt in diese tolle Folge rein, denn Danny hat richtig gut Ideen für richtig gute Raumkonzepte.
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Danny triffst du auch bei den Veranstaltungen der Wirschaftsjunioren Dresden an: https://www.wj-dresden.de/
In meinen Podcast "SANDRA FRAGT" lade ich mir tolle Menschen aus meinem Netzwerk ein. Ich frage und sie erzählen mir ihre Geschichte. Was kann es Inspirierenderes geben, als Menschen zuzuhören, die ihre Leidenschaft teilen?
Als Kommunikationstrainerin und Rhetorik-Coachin sind gute Gespräche genau mein Ding. Komm also gern auch einmal als Gast in meinen Podcast, um mir deine Geschichte zu erzählen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dann ist das eben genau, was das Büro leisten muss.
00:00:03: Eben dir die Möglichkeit geben dort fokussiert zu arbeiten und trotzdem das Gefühl zu haben du bist ja in einer Gemeinschaft ihr könnt zusammen über Probleme nachdenken Und du hast trotzdem die Möglichkeit dort eben auch mal zwei Stunden zu sein ohne dass jemand die Tür aufreißt und dich raus holt aus deinen Fokusierten Arbeiten.
00:00:23: Sandra fragt Ich lade mir tolle Gäste ein Die mir ihre Geschichte erzählen Freude ich auf spannende Gespräche, inspirierende Themen und fröhliches Blaudern aus dem Neckkästchen.
00:00:42: Du möchtest auch mal zu mir in den Podcast kommen um über deinen Herzensthema zu sprechen oder du hast ein Thema, über das ich einmal mit einem Gast unbedingt sprechen sollte?
00:00:53: Schreibt mir einfach an!
00:00:54: Hallo et Sandra-Richter.com.
00:00:58: Jetzt geht's aber wirklich los mit der neuen Folge.
00:01:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Sandra fragt.
00:01:07: Ich bin Sandra, und heute befrage ich Danny Hess.
00:01:11: Lieber Danny!
00:01:12: Ich freue mich sehr dass du da bist.
00:01:14: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:15: Hallo Sandra
00:01:17: Es ist wirklich schön dich mal überhaupt wiederzusehen.
00:01:20: Wir kennen uns eigentlich gar nicht so gut Aber wir haben uns irgendwie... Das war für mich zumindest so Dass ich dich sofort mochte Und auch deine Idee davon wie Räume auszusehn haben Denn Du bist Wirkplace-Strategie.
00:01:35: Und jetzt kannst du mal ganz schön erzählen, was zum Henker das bitte ist?
00:01:41: Ein Workplace-Sstrategie den Namen habe ich mir erst vor kurzem gegeben.
00:01:46: Grundlegend bin ich Architekt und selbstständig als Workplace Designer.
00:01:53: Den strategischen Part habe ich mich erst in den letzten Jahren noch mehr drauf geschafft um tatsächlich meine Kunden noch viel weiter vorne abzuholen, das heißt was braucht man eigentlich strategisch in Zukunft für Räume?
00:02:09: Nicht nur wie sollen die aussehen und was sollen sie können sondern was braucht Man eigentlich in Zukunft.
00:02:14: Und deswegen den strategischer Part im großen Kontext Workplace oder Arbeitsplätze Büros.
00:02:20: und daraus ist dann der Workplace-Strategie für den Mittelstand geworden weil dass meine Zielgruppe ist.
00:02:27: vor allem mit Sachsen Dresden bin ich gut vernetzt macht das aber gerne auch überregional.
00:02:35: Und was ist denn dein Kernpunkt, warum du sagst man braucht da überhaupt jemanden?
00:02:41: Weil ich mein ursprünglich so ne?
00:02:43: Ich bin in einer Verwaltung sag' ich mal beruflich groß geworden.
00:02:47: Da haste halt einmal dein Zimmer und da sitzen dann halt die Leute.
00:02:51: Wieso brauchts denn jetzt den Wirkblässtrategien?
00:02:54: Weil zum einen sich die Arbeit grundlegend verändert hat in den letzten mindestens Fünf Jahre, eigentlich aber auch schon zehn, fünfzehn Jahre.
00:03:04: Das ist so die Zeit wo ich auch eingestiegen bin in das ganz große New Work-Thema erst mal gegen den Zwei-Tausend-Zehnen.
00:03:11: Es ist auch schon wieder sechszehn Jahr her mitten im Studium.
00:03:15: Das hat ja mittlerweile jeder gehört und auch schon in verschiedene Schubladen gepackt und wieder zum Einstauben zurückgelassen.
00:03:25: Aber grundlegend hat sich unsere Arbeit schon drastisch geändert zu dem, wie es eigentlich die Büroflächen oder vor allem viele so vor zehn, fünf, zwanzig Jahren einmal geplant wurden wenn du auch gerade von der Verwaltung sprichst.
00:03:38: Und spätestens seit Corona und der ganzen Homeoffice mobiles Arbeiten hat Einzug gehalten.
00:03:44: Das heißt, die Frage, die sich bei Büros stellt, hat sich deutlich geändert.
00:03:49: zudem, damals war es halt wie viele Menschen arbeiten hier gibt ihnen ein Tisch unten Raum und fertig ist das Büro.
00:03:58: Und die Fragen sind heute ganz andere.
00:03:59: Zum einen, wer ist wann da?
00:04:01: Was machen sie tatsächlich dort?
00:04:03: Warum kommt man ins Büro und mit wem möchte man dort arbeiten?
00:04:07: Was möchte man dorthin tun?
00:04:09: Und was braucht man dazu um es eben tatsächlich produktiv auch erledigen zu können?
00:04:14: Manchmal ist das noch der Schreibtisch in einem Raum aber ganz häufig kommen wir eben auch ins Bürogom uns dort zusammenzuarbeiten und kreativ und produktiv zusammenzusehen.
00:04:24: Das hat sich deutlich geändert, zu dem was es eben vor zehn, fünfzehn Jahren noch viele Büros ausgemacht hat.
00:04:33: Ich erinnere mich an eine eher dunkle Phase in meiner Karriere.
00:04:37: Da war ich auch nicht lange da habe ich in einem Großraumbüro gesessen wo das alles so angeordnet waren und ich saß mit dem Rücken zur Tür und am Gang und alle um mich rum.
00:04:50: Wir saßen da und haben viel telefoniert.
00:04:53: Für mich war das die Hölle auf Erden, also zum einen weil ich nicht gerne Dinge im Rücken ... Das war wirklich unangenehm.
00:05:00: Und dann eben dieses, wo mich rum sind so viele Leute.
00:05:03: Manchmal denke ich jetzt, dass häufig wenn man über den Arbeitsplatz nachdenkt, die Idee gemacht wird.
00:05:09: Dann machen wir ein Shared Desk, Großraumbüro, wer da ist, setzt sich hin
00:05:14: usw.,
00:05:15: aber ich glaub es gibt ja auch Menschen für die das nicht der Weißletzter Schluss ist.
00:05:20: Wie sind da so deine Erfahrungen?
00:05:23: Also du bist nicht allein mit diesem Gefühl, vor allem wenn man im Großraum sitzt am besten noch rücken zur Tür und das anscheinend auch den schlechtesten Platz erwischt.
00:05:33: Das ist tatsächlich ein Trugschluss, der bei vielen da ist dass irgendwie neues Arbeiten oder moderne Berufflächen irgendwie großraum ist und ganz viel Desk Sharing und Handtuchkultur.
00:05:45: Man muss früh kommen damit man irgendwo einen Platz bekommt, der eben nicht mit dem Rücken zur offenen Fläche funktioniert, aber das ist ja grundlegend nicht so wie man gut arbeiten kann.
00:05:58: Das heißt ich setze auch viele Projekte um wo es kleinteiliger Strukturen gibt, wo man teilweise gar nicht irgendwelche Wände versetzt nur man auch in kleinen ein oder zweier vierer Büros auch neues Arbeiten ermöglichen kann.
00:06:14: denn Großraumbüro, vor allem dann wirklich viele Tische und Menschen die telefonieren.
00:06:21: Wenn da alles zusammenkommt, ist es eben zumindest für die Hälfte, die das gerade nicht braucht der falsche Arbeitsplatz.
00:06:28: Und da eigentlich auch die richtigen Mix zu finden.
00:06:30: zum einen was dann eben passt wenn in einem Callcenter alle mit Kopfhörern auf irgendwie telefonieren Dann mag das dafür ein guter Platz sein.
00:06:40: aber wenn sich daneben zwei Leute konzentrieren möchten und drei Tische weiter eine kleine Gruppe ... ein Brainstorming macht, dann ist das viel zu viel was auf so einer Fläche passiert.
00:06:51: Und dafür braucht es dann eben die... ... richtigen Räume oder die richtigen Zonen wo eben entweder gesprochen werden kann, entweder fokussiert arbeiten können,... ...wo vertrauliche Gespräche stattfinden können.
00:07:03: und so ist vor allem der Mixen, der auch nach Abteilung nach Unternehmen immer komplett unterschiedlich ist, den's dann eben zu erfassen gilt.
00:07:14: daraus eben ein Konzept zu bauen, was entweder neu geplant wird oder was auch auf die alte Raumstruktur tatsächlich einziehen kann.
00:07:25: Ja das ist ja erstmal tatsächlich diese Arbeit zu erfassen.
00:07:28: Was machen die Leute da überhaupt?
00:07:30: Und was vielleicht ist noch so... Das erlebe ich manchmal einfach so weil es schon immer so war und man kann sich das gar nicht vorstellen wie es vielleicht auch anders ginge und dann hält man so an Dingen fest.
00:07:45: Also kommt selber gar nicht so oft eine Idee, was man anders machen könnte.
00:07:49: Und ich glaube da braucht es dann schon jemanden der da ein paar Gedanken einbringt.
00:07:54: Also stelle ich mir einen spannenden Prozess vor aber auch den Prozess, der wahrscheinlich bei vielen auf Widerstand erst mal stößt oder?
00:08:01: Auf jeden Fall ja.
00:08:03: Vor allem weil auch so viele Vorurteile im Raum sind ist das ja so ein Projekt immer mit viel Bauchkrummeln mindestens einhergehend.
00:08:14: Zudem kommt dann noch, dass viele Architekten und Berater auch den Prozess ein bisschen falsch angehen oder auch intern das falsch gestartet wird.
00:08:25: Wenn man dann fragt was braucht ihr denn eigentlich?
00:08:27: Dann kann eigentlich nur das kommen, was man schon kennt und dann wird sich nicht viel verändern.
00:08:32: und wenn man es dann doch anders macht ist die Gewissheit groß, dass man sich nicht gehört und nicht wahrgenommen fühlt.
00:08:40: Von daher, das ist auch eines was ich predige dass man eben tatsächlich lernt wie die Organisation arbeitet.
00:08:46: Was tatsächlich die Prozesse sind, wie die Organization tickt also auch kulturell möglich ist oder was vielleicht auch als Schritt notwendig ist um irgendwo dahin zu kommen und die Organisationen zu entwickeln ob es jetzt ein Sharing System ist was irgendwie durchs ganze Gebäude sich zieht oder was man einen kleinen Gruppen vollführen kann die Organisation sehr unterschiedlich und das erstmal rauszukitzeln.
00:09:13: Und dann eben auch ein Kommunikationsprozess damit anzustoßen, der zum einen die Menschen hört mitnimmt, die dort arbeiten und dir das ja später gut und professionell nutzen sollen ist unglaublich wichtig vorher bevor irgendwie eine Wand und Grundriske zeichnet wird oder schöne Visualisierung gebaut wird Ja, deswegen versuche ich da eben soweit vorne wie es geht anzusetzen.
00:09:40: Mit der Strategie mit der Zukunftsvision und erst ganz am Ende irgendwie über Farben und Möbel und vielleicht auch Raumstrukturen nachzudenken, nachdem er erstmal verstanden hat was dort stattfinden muss und was eben den Menschen vor Ort hilft tatsächlich sehr gut ihre Arbeit dort zu erledigen.
00:10:03: Ich bin ja auch überzeugt davon, dass der Raum eine ganz wichtige Bedeutung hat.
00:10:07: Also ich merke das selber wenn ich in einem Raum bin, weil du sagtest zwar die Farben sind am Ende aber der farblich schon mal irgendwie für mich angenehm ist... ...der hell ist, weißt du wo frische Luft drin sein kann?
00:10:21: Wo ich vielleicht Möglichkeiten habe auch irgendwas kreatives zu tun, weil ich halt jetzt so ein kreativer Mensch eher bin.
00:10:27: Das regt mich dann schon eher an, als wenn ich in so einem Büro sitze.
00:10:32: Wie man es früher kannte, wo man auf eine Wand guckt, die möglichst weiß ist auch noch.
00:10:38: Wo sie gar nichts ist?
00:10:38: Nur ne weiße Wand und der Monitor ... Und wo man das Gefühl hat, ist irgendwie... Ich weiß nicht.
00:10:45: Also, das fühlt sich für mich immer beklemmend an.
00:10:50: Dennoch erlebe ich eben oft, dass das noch so isst einfach.
00:10:53: Das ist häufig einmal noch so.
00:10:55: hat das Gefühl, man könnte auch gar nichts machen und deswegen finde ich das so spannend.
00:10:58: Dass es Menschen wie dich gibt die da mal ein paar andere Ideen reinbringen und vielleicht eben nicht alles umschmeißen sondern dem auch mit den Sachen die da sind vielleicht schon so ein paar kleine Veränderungen machen.
00:11:12: Und du hast vorhin gesagt Zonen also dass du möglicherweise so was wie eine Ruhezone hast, wo dann wirklich fokussiert gearbeitet wird.
00:11:20: Wo dann eben nicht gequatscht wird und dann gibt es eben ne Zone, wo vielleicht auch gekwatscht werden darf, wo da ein kleiner Fläche ist, wo immer so vier Leute oder fünf intensiv auch Brainstormen sich austauschen können.
00:11:35: Sonst finde ich alles richtig gut!
00:11:36: Weil ich kenne aus der Verweitung nur diese ... Du hast dein Büro?
00:11:41: Das teilst du dir vielleicht noch mit einer Person Und wenn dann halt mal jemand so zu Tür reinkommt und dann irgendwas von mir zum Beispiel will, ist auch die andere Person mit abgelenkt.
00:11:50: Und irgendwie ist das alles nicht so sinnvoll einfach irgendwie?
00:11:57: Ja es gibt auch tatsächlich ja Verwaltung, wo sich die Schritte wagen wird auch öffnen und tatsächlich über ihr eigenes Arbeitsverhalten und auch über eigene Flächen.
00:12:07: nachdenken, vor allem auch in Dresden mit einem neuen Stadtforum oder auch der Versuch gewagt dort mal anders zu denken.
00:12:16: Du hast ja auch gerade gesagt die Räume wirken auf dich.
00:12:19: ob das jetzt Farben sind, Anordnungen oder eben Funktionen die dort gewünscht sind oder eben auch nicht gewünschte sind ist es genau das was auch eine Kulturveränderung zum einen mit herbeiführen kann Zum anderen aber auch, wenn man eben eine Organisation entwickelt diesen Tick noch geben kann oder vielleicht sogar geben muss um optisch festzustellen hier hat sich was verändert.
00:12:48: Oder es verändert sich gerade wie wir zusammenarbeiten.
00:12:51: Es verändert sich wie wir miteinander umgehen.
00:12:54: Wenn wir uns schon acht Stunden am Tag sehen länger als unsere Familie vielleicht früh und Abend zusammengerechnet dann ist das ja der Ort an dem man Wenn man im Büro ist, die meiste Zeit des Tages verbringt und da eben sich auch zu... ...vermitteln auf eine Form des Zusammenlebens und des Zusammenarbeitens.
00:13:15: Wo eben dann hier gegessen wird, dort wird gearbeitet, dort fokussiert, dort kann telefoniert werden, dort findet ein Meetings statt Und das muss ja nicht immer ein Raum für alles oder für die einzelne Funktion sein.
00:13:28: Das kann ja dann je nach Team was dich dort auffällt eben auch unterschiedlich sein.
00:13:34: Das ist glaube ich ganz wichtig, dass man aber diese Möglichkeiten hat.
00:13:37: Weil sonst passiert halt das was du gesagt hast... Man kommt hier mal zur Tür rein und setzt sich dann an den Tisch oder man hatten vier Stunden Online-Meeting und der Gegenüber kann dann quasi für vier Stunden nicht arbeiten wenn er gerade irgendwas fokussiert machen möchte.
00:13:53: Oder man flüchtet sich eben irgendwie in ein Noisecanceling Kopfhörer und versucht es irgendwie alles ein bisschen auszublenden Und da den richtigen Mix zu finden Und tatsächlich aber auch erstmal die Notwendigkeit zu erkennen aus Unternehmenssicht, dass man dort was anpassen sollte.
00:14:10: Es ist der erste große Schritt und deswegen meine ich, es funktioniert auch super in Bestandsflächen.
00:14:16: Ich habe tatsächlich Projekte wo wir keine einzige Wand versetzt haben, wo es eine kleinteilige Struktur gab aus einser zweier vierer Büros ein paar größere Flächen, wo dann einfach nur Funktionen umgewidmet haben vielleicht ein paar optische Highlights, ein paar neue Möbel mehr Meeting-Optionen, die deshalb eben nicht am Arbeitsplatzstand finden muss hingestellt haben.
00:14:39: Die wunderbar funktionieren ohne dass da tatsächlich irgendwie eine Wand fortsetzt wurde.
00:14:44: und trotzdem ist dieser Moment das sich dort was verändert auch durch die Struktur, durch das Zusammenrücken dann tatsächlich auch durch einen Sharing System, was aber vorher abgestimmt worden mit den Teams sehr wirkungsvoll.
00:14:59: Glaubst du, dass es notwendig ist bei diesen Sharing-Varianten dann auch so eine Art Kalender einzuführen?
00:15:04: Dass man sich da irgendwo einträgt und dann weiß man hat einen Schreibtisch an dem Tag.
00:15:10: Also ich frage mich das manchmal wenn die Leute haben ja dann manchmal so Angst Dann komme ich vielleicht ins Büro, dann habe ich gar keinen Arbeitsplatz.
00:15:17: Ja, das ist die grundlegende Angst Auch wenn man sowas plant eigentlich immer Aber seltenst eintritt.
00:15:24: Ich bin ein Freund davon zu sagen, ein gut geplantes modernes Büro braucht keinen Booking-System.
00:15:31: Zumindest nicht für Arbeitsplätze.
00:15:33: Für Besprechungsräume also vor allem für welche die Firmen weit geteilt werden dann schon eher.
00:15:40: aber grundlegend muss eine Fläche so geplant sein dass man weiß es gibt für mich Platz.
00:15:49: Es gibt vielleicht an absoluten Spitzentagen wo viele da sind nicht den Platz bei meinem Lieblingsteam, den ich immer gerne besetze.
00:15:57: Sondern es gibt Ausweichflächen die das dann auffangen.
00:16:00: Was ich gerne mache in meinem Prozess ist dass wenn es keine Zutrittskontrolle gibt, die das quasi misst schon mal über das ja wie viel sind eigentlich gleichzeitig da von welchen Teams das zu simulieren?
00:16:14: Das geht ganz gut indem man weiß wieso das die Anmesenheiten sind weil man gerne da is was so die Homeoffice Quote.
00:16:23: Dazu kommen ja noch die Urlaubs-Tage und die Krankheitstage, die man quasi gar nicht im Büro ist.
00:16:27: Und das kann man alles sehr gut in eine Simulation packen und sehen was es dann eigentlich.
00:16:32: wie viele Leute sind denn eigentlich gleichzeitig wahrscheinlich im Bürow oder im Gebäude?
00:16:37: Wie sieht das über den Teamsverteid aus?
00:16:39: da gibt's ja auch dann die Wochenkurve.
00:16:43: meistens ist man an Dienstag mit dem Donnerstag im Büromo, davon Freitag weniger.
00:16:47: aber das ist ja oft wieder unterschiedlich von Team zu Team.
00:16:50: Manche haben irgendwie Ihren kulturellen Tag am Montag, wo es Pizza gibt.
00:16:55: Die anderen treffen sich gerne am Donnerstag.
00:16:58: Das ist dann eher dieses Kulturelle.
00:17:00: Wir treffen uns tatsächlich an ein, zwei Tagen geplant im Büro und an den anderen Tagen ist dann eben da, wo dann auch viel Fokusarbeit vielleicht zu Hause stattfindet oder Kundentermine eher noch wahrgenommen werden.
00:17:15: Ist aber alles eine Verhandlungsmasse Und von daher würde ich sagen wenn man's gut plant und weiß ... für wie viele Leute gleichzeitig eigentlich Platz sein muss.
00:17:24: Und was passiert, wenn man das... Wenn man diesen Punkt überschreitet vielleicht an wenigen Tagen um Jahr,... ... dann braucht man dafür kein Booking-System.
00:17:32: Es ist eher... Was tatsächlich wieder Plätze belegt und die Person dann vielleicht doch nicht kommt.
00:17:40: Ich meine da gibt es auch Möglichkeiten, dass wieder irgendwie technisch zu lösen, dass dann wieder alles freigegeben wird oder mit Sensorik zu messen, ob wirklich jemand gekommen ist aber.... das grundlegend so zu planen, dass man das nicht braucht und trotzdem sicher sein kann.
00:17:54: Ich finde hier ein Platz Das sollte eigentlich das Ziel sein und das hat bis jetzt auch immer ganz gut geklappt.
00:18:01: Und auch bei Kunden die das jetzt schon eins zwei Jahre einsetzen Nach einer Konsolidierung von mehreren Standorten quasi in das Hauptgebäude zurückgezogen sind haben wir auch gesagt also alle haben vorher gesagt na was ist denn wenn alle da sind?
00:18:16: Wir haben gesagt dieser Moment, der wird höchstwahrscheinlich statistisch gesehen nie eintreten.
00:18:22: und auch nach einem Jahr habe ich das Feedback gekommen.
00:18:26: Es ist jetzt noch niemand irgendwie mit dem Laptop durchs Haus gelaufen hat keinen Platz gefunden wo man arbeiten kann.
00:18:32: Das ist dann was mich freut dass eben diese Simulation oder auch die Berechnung da war es tatsächlich auch die Messung des letzten Jahres dazu geführt hat dass wir dort sehr effizient bauen konnten planen konnten und das trotzdem für alle genug Platz und Fläche da ist, um gut zu arbeiten.
00:18:52: Ja das klingt doch richtig gut.
00:18:55: was dann noch manchmal so kommt ist dieses ja aber ich habe so viel Zeug wo mache ich denn das hin?
00:19:01: Also jetzt hat man ja immer seinen Schreibtisch und dann mögt man den voll mit irgendwas, was man so hat.
00:19:05: Auch Bilder der Familie zum Beispiel und das ist ja dann alles wenn man so ein bisschen die Schreibtische teilt auch nicht mehr möglich.
00:19:14: Welche Varianten siehst du da dass man sein Kram irgendwie gut durch die Gegend bringt?
00:19:22: Dann immer dahin wo man ihn braucht?
00:19:26: Ja das sind zwei Themen.
00:19:29: Zum einen der Kram auf dem Tisch.
00:19:33: Mein Tisch, muss ich sagen ist auch komplett immer mal wieder gut gefüllt mit Sachen die ich aber tatsächlich gar nicht brauche, die ich gerne so ein bisschen im Blickfeld habe.
00:19:45: Aber grundlegend will man ein Sharing-System einführen sollte man Lockerfläche also hier Schließfächer für alle Personen haben wo die Sachen, die man sich dann täglich mit an Arbeitsplatz nimmt einschließen kann, mit einem kleinen Körperchen oder einer kleinen Tragetasche.
00:20:02: Es gibt auch schöne Modelle wo man denen dann quasi direkt zu zwei Haken oder so zwei Schüben an den Tisch andocken kann.
00:20:11: Das heißt wenn man tatsächlich täglich Scheren und Locher und was auch immer braucht könnte man das da reinpacken.
00:20:18: oder es gibt eine zentrale Anlaufstelle wo sich sowas holt wenn man noch viel mit Papier arbeitet was ja auch immer weniger wird.
00:20:27: Das Bild, ich habe gestern auf einer Bürobesichtigung bei einem großen Halbleiterunternehmen hier in Dresden und dort standen tatsächlich auch Bilder auf dem Tisch.
00:20:42: Obwohl die das Clean Desk Sharing System haben ist ja nicht verboten aber man kann es dann einfach wieder in die Taschenpackung zurück in den Locker stecken und am nächsten Tag wieder an einem anderen Platz aufbauen zum Beispiel an einem Platz, wo man sehr fokussiert arbeiten konnte.
00:21:00: Und es ist ja auch nicht so, dass man alles sofort wieder freiräumen muss wenn sowieso an dem Tag nicht viel da ist.
00:21:08: Ist das auch eine kulturelle Frage?
00:21:09: Ab wann räumt man so ein Schreibtisch eigentlich wieder frei?
00:21:12: Kommt man da früh einmal, richtet sich ein und abends wird's wieder freigeräumt.
00:21:16: aber es gibt auch tatsächlich Firmen, wo es so gelebt wird, sodass man sobald man irgendwie in den Meeting geht was länger als Stunde ist, den Tisch wieder freiraumt.
00:21:24: Und so ist es zum einen erstmals zu überlegen, was brauche ich eigentlich die ganze Zeit hier an meinem Tisch?
00:21:33: Ist da wirklich so viel Papier dabei.
00:21:35: Ich habe auch eine zeitlang in so einem Büro gearbeitet und dann hat man halt den Rucksack dabei, holt man sich drei, vier Zettel mal raus, die man wirklich mal ausgedruckt hat.
00:21:46: Ansonsten ist man ja mit dem Laptop mittlerweile und im zweiten Bildschirm oder vielleicht sogar im dritten sehr gut bedient.
00:21:53: Also die Frage des Tisches an sich Und dann gibt es auch meistens so dieses kulturelle, diese Frage mit.
00:22:03: Dann müssen wir jetzt hier alle Plakate und alles persönliche irgendwie aus den Räumen entfernen.
00:22:07: Das wird ja alles super steril wenn man jetzt hier Clean Desk machen und alles... Aber das hat ja auch eigentlich, das ist ja auch keine Vorgabe die gegeben wurde, das war irgendwie so eine Annahme von den Teams die dann in diesen Prozess mit reinkommen dass jetzt alles unpersönlich wird da wo man auch ein persönliches Team hat und einen persönlichen Arbeitgeber.
00:22:28: Und es war auch wieder so ein Prozess den mitzuteilen.
00:22:32: nein es ist völlig in Ordnung ihr habt eure Home Sones das heißt man hat wahrscheinlich ne Bereich im Gebäude wo man seinen Team höchstwahrscheinlich antrifft auch wenn's okay ist woanders zu sitzen.
00:22:45: Aber da kann natürlich irgendwie das Teamfoto vom letzten Ausflug hängen und die zwei, drei lustigen Bilder, die man sich ausgedruckt hat.
00:22:53: Und die da schon Jahre dabei sind.
00:22:55: Es gab auch schon große Diskussionen wo der Kaktus jetzt hin soll, der da schon zwanzig Jahre überlebt hat im Büro ob er da noch stehen darf?
00:23:05: Das sind alles Sachen die man aushandeln kann und die ja nicht verboten sind sich dort wieder heimisch einzurichten.
00:23:12: aber es muss ja nicht unbedingt der Schreibtisch sein, den man sich mit anderen teilt.
00:23:16: Sondern dafür gibt es auch andere Flächen die gut genutzt werden können.
00:23:22: Ja ich glaube es gibt viele schöne Möglichkeiten sich das dann auch trotzdem irgendwie zu gestalten angenehmer zu gestalten.
00:23:29: und ich glaub jetzt ist das ja mit diesen Bildern und dem Kaktus und diesen ganzen persönlichen Sachen eben auch deshalb weil man eben in so einem kalten weiß getünchten Zimmer sitzt.
00:23:39: und wenn du denn aber eben Ja, ein bisschen ne neuere oder modernerer Variante hast.
00:23:44: Dann brauchst du vielleicht tatsächlich auch gar nicht mehr unbedingt das Foto deiner Familie da stehen haben weil es eben anders schön schon ist.
00:23:52: Weißt Du wie ich mein?
00:23:55: Das ist ja auch ein Ziel auch dann Grün mit reinzubringen so ein bisschen biophiles Design.
00:24:01: Ist ja auch im Trend aber es macht ja auch was mit dir wenn die eine gute Luft da ist, wenn du grünen siehst in Büro wenn die Farben nicht alle komplett steril sind, wenn an den Wänden was hängt.
00:24:12: Wenn die Akustik gut ist, wenn man das alles mit bedenkt und dort auch mit wenigen Eingriffen oder kleinen Hebeln schon viel Wirkung erzielen kann, dann ist es ja auch schon eine bessere Arbeitsumgebung als vorher.
00:24:27: Und das wird auch sehr positiv aufgenommen wie man da mit weniger Eingriffe tatsächlich auch schon viel
00:24:36: Ja, cool.
00:24:37: Das hören einige bestimmt jetzt gern so mit wenigen Dingen schon Wirkung erzählen.
00:24:42: Ich kann mir vorstellen, wenn man eine komplette Umgestaltung ... Von Anfang bis Ende sind ja bestimmte Projekte, die dann auch nicht in drei Monaten erledigt sind, sondern sicherlich auch im Jahr oder ich weiß gar nicht wie ich mir das vorstellen kann gehen.
00:24:58: Das kostet ja sicherlich dann auch und vielleicht ist manchmal aber gar nicht notwendig den großen Wurf zu machen.
00:25:06: Und du hast auch Ideen dafür, wie man kleine Schritte machen kann und trotzdem schon in Klima erreichen kann.
00:25:11: Dass eben auch für die Zusammenarbeit förderlich ist.
00:25:15: Ich glaube nämlich auch daran dass das gut gestaltete Räume und Clever, dass man es ein bisschen clever aufteilt, förderlig ist für gute Zusammenarbeit.
00:25:26: weil jetzt muddelt ja... In vielen Bereichen muddeln die Leute in ihren Zimmern vor sich hin, in ihrer Abteilung und reden mit niemandem außerhalb.
00:25:34: Und wenn man aber schon alleine mit diesem Getein mal den Schreibtisch... ...und dann sitzt man vielleicht mal mit anderen Leuten zusammen als normalerweise, schon alleine das erlaubt ja eine größere Transparenz.
00:25:44: mal ein ach so arbeitest du ach so guck mal das machst du.
00:25:47: ah okay so weißt du
00:25:48: wie ich meine?
00:25:50: Ja aber auch Gespräche mit zu hören die vielleicht sonst nicht so aufgefallen wären.
00:25:55: Das ist ein großes Thema, auch wenn man mal in vier Jahren oder sechs Jahre dann vielleicht doch auf einer offenen Fläche sitzt, wenn es halt dem Arbeitsmodus den man gerade hat entspricht oder eben auch informellen Austausch zu fördern mit... Nicht nur kleinen Teeküchen mit drei Quadratmetern wo man noch nicht einmal zu zweit drinstehen kann werben wir auf den Kaffee wartet sondern da eben auch Flächen anzubieten wo man sich mal zusammen hinsetzen kann gegebenenfalls zusammen Mittag essen kann.
00:26:24: Das muss ja auch nicht der gleiche Ort sein, aber tatsächlich anzubieten dass die Menschen sich auch vielleicht außerhalb ihrer Tätigkeit gerade miteinander austauschen das sind genau die Momente wo dann Ideen entstehen, wo Probleme gelöst werden, die vorher eine Stunde lang ein Meeting irgendwie geblockt hätten, in dem man bei einem Kaffee auf einem auf einer gemütlichen Couch in zehn Minuten auch geklärt hätte, das eben anzubieten und das aber auch dann zu leben.
00:26:57: Und auch vorzuleben ist nochmal ein großer Schritt, um es auch zuzulassen, dass dort vielleicht auch mal nicht über die Arbeit geredet wird.
00:27:06: Das ist dann vor allem auch für Führungskräfte und für Chefs wichtig da eben dann auch Vorreiter zu sein und zu zeigen, dass es erlaubt hier.
00:27:15: Es ist in Ordnung wenn du auf der Couch sitzt und mit deinem Kollegen sprichst und nicht den Blick von der Seite zu bekommen im Sinne von, hier wird gearbeitet oder nicht rumgesessen.
00:27:27: Weil das sind dann genau diese Momente habe ich auch schon erlebt wo dann solche gut gemeinten Workplace-Projekte die viele schöne Sachen anbieten die aber dann warum auch immer von wenigen Personen nicht gewollt werden dann eben auch nicht genutzt werden wenn es eben dieser Kultur sein wieder so ein bisschen reingebracht wird im Sinne von Arbeiten und nicht quatschen.
00:27:55: Das ist halt wie machen und nicht denken.
00:28:00: Also das ist ja was, was ich auch nicht ganz so clever finde weil ich glaube eben gerade dieses dass man sich mit den anderen Leuten auf eine Nicht-Arbeitsbezugene Weise verbindet.
00:28:11: also ne?
00:28:14: in Konfliktsituationen oder bzw.
00:28:16: es entstehen gar nicht erst Konflikte, weil du die Leute besser kennst, besser einschätzen kannst einfach mal hingehen kannst auf ein Käffchen man trifft sich und dann wird das halt so einfach mal geklärt.
00:28:27: die Angelegenheit aber so wenn alle im verschlossenen ihren Zimmern sitzen entsteht so eine Trennung der Arbeitsbereiche der Menschen voneinander und dann entstehen eben vielleicht auch Konflkte weil man nicht mitkriegt was die andere Person da eigentlich so den lieben langen Tag.
00:28:45: Man kennt die nicht.
00:28:46: und dann kommen dann so Vorstellungen rein, wie die Person denn wohl wahrscheinlich ist.
00:28:51: Was alles Quatsch ist!
00:28:53: Aber ich bin immer dafür in einem Räume Möglichkeiten zu schaffen dass sich die Leute ein bisschen besser kennenlernen können weil das für die Zusammenarbeit einfach absolut nützlich ist um dieses ins Büro kommen wollen.
00:29:07: In der Pandemie durft man ja nicht und da waren viele Leute das erste Mal überhaupt im Homeoffice Wie ich zum Beispiel.
00:29:15: Ich war vorher nie im Homeoffice und habe immer gedacht, was soll denn das?
00:29:18: Das ist doch Quatsch!
00:29:19: Ich hab hier meine Arbeit und hier hab ich mein Zuhause so und wollte diese Verquickung nicht.
00:29:24: Und dann mussten wir quasi zwangsläufig... ...und dann hab' ich gemerkt wie toll das ist weil nicht alle paar Minuten jemand in meinem Zimmer gestürzt kommt, Sandra kannst du mal schnell und hier Sandra oder was weiß ich ne?
00:29:36: Zu Hause konnte ich wirklich fokussiert arbeiten und dann ist es bei mir so gekippt dass ich nicht mehr ins Büro wollte.
00:29:43: Das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache, dass man da gar nicht mehr hingeht.
00:29:46: Und ich hatte dann wirklich so ein Vereinsamungsgefühl zu Hause... ...und dennoch, ne?
00:29:50: Ich wusste wenn ich da ins Büro gehe weil... Da war es eben nicht so nuvorkmäßig eingerichtet.
00:29:55: Dann geh ich da in das Büro und dann sitze ich dann in meinem Büro alleine.
00:30:00: Dachte ich, er kann ja alleine zuhause sitzen.
00:30:02: Mir fehlte dann wirklich dieses Miteinander sehr stark!
00:30:05: Und das wurde eben nicht ermöglicht.
00:30:07: Auch durch die Räume.
00:30:09: Und das ist, was du vielleicht auch am Anfang so meintest mit.
00:30:15: Warum kommen wir eigentlich ins Büro?
00:30:17: Was machen wir da?
00:30:19: Was ist der Zweck?
00:30:21: und soll der Zwecke unbedingt Fokusarbeit sein?
00:30:23: oder sollte er vielleicht möglicherweise eher sein, dass wir eben zusammenarbeiten?
00:30:28: Ist es dafür eben gedacht?
00:30:32: Genau, das ist einfach eine der Hauptgründe die du gerade nennst.
00:30:36: Ich habe ein eigenes Umfragetool und mache damit quasi Mitarbeiterbefragung.
00:30:41: und da ist auch eine Frage warum oder welche Arbeits-, welche Tätigkeit verlagerst du ins Homeoffice?
00:30:47: Und da ist die meiste Antwort tatsächlich Fokusarbeit, weil man gelernt hat oder weil es dann eben ist wenn man im Büro ist und tatsächlich auch die Menschen trifft mit dem man sonst irgendwie nichts zu tun nicht zusammenkommt, aber vielleicht zusammenarbeitet.
00:31:04: Dann möchte man sich mit den Menschen austauschen und wenn es dafür keinen Platz gibt dann stört man eben auch andere die sich gerade eben dann fokussieren wollen.
00:31:12: Und genau das abbilden zu können dass man sich im Büro eben fokassiert arbeiten kann und aber auch einen halben Tag in der Community sich austauscht oder eben ansprechbare Individualarbeit macht wo man sich freut wenn mal jemand aufreinkommt oder wenn wir nicht direkt aus den kompletten Gedanken gerissen wird, ohne da wieder zurückzukommen.
00:31:35: Dann ist das eben genau das was das Büro leisten muss eben auch dir die Möglichkeit geben dort fokussiert zu arbeiten und trotzdem das Gefühl zu haben du bist ja in einer Gemeinschaft ihr könnt zusammen über Probleme nachdenken und du hast trotzdem die Möglichkeit dort eben auch mal zwei Stunden zu sein ohne dass jemand die Tür aufreißt und dich raus holt aus deinen fokusierten Arbeiten.
00:32:00: Ja, ich glaube gerade das wird irgendwie immer wichtiger.
00:32:03: Ich habe das Gefühl die Ablenkung nehmen exorbitant zu auch weil man natürlich so ein Smartphone rumliegen hat und da immer mal aus den Lust drauf guckt.
00:32:12: Das ist nochmal eine andere Sache.
00:32:13: Ist die Frage ob man Smartphones morgens gleich einsammelt?
00:32:18: Ja, interessante Frage sowie in der Schule mittlerweile.
00:32:24: Es würde sicherlich einigen helfen, bisschen besser durch den Arbeitsalltag zu kommen, wenn es halt nur privat genutzter Telefone sind.
00:32:31: Aber ja, besser wäre es natürlich, wenn man lernt damit umzugehen nicht bei jedem Vibration mittlerweile hat er kaum immer noch einen Klingelton an da direkt schauen zu müssen oder... Noch schlimmer ist das geworden, weil man noch eine Uhr umhat die dann auch noch vibriert und der sagen möchte hallo in deiner Gruppe mit vierzig Leuten halt gerade einer ins Meili geschickt, dann ist das vielleicht auch nicht der richtige Moment um dort seine Fokusarbeit zu unterbrechen.
00:33:01: Aber da gibt es ja auch tausende Arbeitsmethoden die das eben so ein bisschen fördern.
00:33:07: tatsächlich mal fokussiert Handy weg halbe Stunde oder fünfzwanzig Minuten Fokus Arbeit, fünf Minuten Pause.
00:33:13: Da gibt's sehr sicherlich viele Methoden die man sich dann auch nochmal nahe bringen kann um da ein bisschen besser durch den Tag zu kommen.
00:33:20: Ja, auf jeden Fall.
00:33:23: Da pläntier ich auch dafür.
00:33:24: Ich hab jetzt mein Handy fast immer lautlos und guck gar nicht drauf.
00:33:28: Also so ein paar Mal am Tag gucke ich schon drauf aber wenn ich fokussiert arbeite dann kriegst du sowieso nix mehr mit.
00:33:34: Wenn ich wirklich so fokusiert arbeide bin ich im Tunnel.
00:33:37: Dann merke ich gar nicht was rechts und links passiert.
00:33:40: das ist ganz gut.
00:33:41: Aber wenn ich angesprochen werde kann man sehen dass ich mich richtig erschrecke.
00:33:45: Das ist auch nicht gut Und dann fängste immer wieder von vorne an.
00:33:49: Aber auf jeden Fall diese Fokusflächen, also diese Zonen, wo wirklich Fokussarbeit passiert.
00:33:53: Wo man wirklich an Dingen dranbleiben kann und wo die Leute auch wissen jetzt darfst du hier nicht stören!
00:34:00: Das finde ich total wertvoll weil wir haben oft ja auch Menschen die so glauben sie müssten immer ansprechbar sein und den ist gar nicht klar dass sie auch durchaus mal sich das erlauben dürfen, so eine Fokuszeit zu nehmen.
00:34:14: Und wenn das wirklich durch die Räume ermöglicht wird und dann wirklich so gelebt wird, dass man sagt okay hier ist jetzt wirklich mal ich sitze jetzt hier in der Stunde und will nicht gestört werden, dann ist es doch super wertvoll, das auch zu nutzen und dann nützen sie's vielleicht auch wirklich mal und haben nicht dieses Gefühl oh Gott ich muss doch aber jetzt hier dieses Taschenes auch noch machen.
00:34:35: Das erlebe ich halt sehr oft, ne?
00:34:37: Dass man so allem gerecht werden will
00:34:41: Kann sich auch diese Zeit im Kalender blocken.
00:34:43: Ich kenne es ja auch, wenn da irgendwo ein freier Slot ist wird er mit Meetings vollgebompt.
00:34:50: man kennt's wahrscheinlich auch.
00:34:52: Sich aber auch diese Teil tatsächlich irgendwie zu blockieren Auch für andere nicht buchbar Wenn man weiß alles gleich braucht mal hier die zwei Stunden für das Projekt oder für die für die Ideen dass man niederzuschreiben Dann ja auch im Kalender vermerken und dann tatsächlich sich aber auch die Zeit zu nehmen, um zehn dann wirklich dort reinzugehen und da auch dann die eins zwei Stunden zumachen.
00:35:18: Es sei denn man kommt halt wirklich nicht in den Flow oder in den Tunnel oder kann sich nicht konzentrieren, dann kann man das natürlich wieder abbrechen.
00:35:23: Aber sich die Zeit schon mal zu blockieren und tatsächlich dann auch daran festzuhalten ist auf jeden Fall ein wertvoller einfacher Tipp da auch ein bisschen geplanter gezielter mit der Fokuszeit umzugehen.
00:35:38: Ich hätte jetzt richtig Lust, dass du mir mal einen Büro baust.
00:35:46: Mein Büro hier... Also ich habe mir also mein eigenes hier so, ne?
00:35:50: Das ist der einzige Nachteil ist das es ziemlich dunkel ist weil naja ist halt nur ein kleines Fenster hier so.
00:35:56: aber ich hab wirklich versucht mit allen Möglichkeiten mit Farben und auch sehr viel... Hier ist wirklich sehr bunt!
00:36:02: Aber ich brauche das halt mir das so hübsch wie möglich zu machen.
00:36:05: Es ist tatsächlich verrückt, was für ein Gefühl ich habe, wenn ich in dieses Zimmer komme, also ein positives.
00:36:16: Das Einzige, wie gesagt, ist diese Lichtweihe und da hab' ich ja auch Lampen und so... Ich sag mal, es löst Emotionen aus, will ich sagen.
00:36:27: So ein Zimmer, wenn das irgendwie einem entspricht.
00:36:31: Auch so Lernräume.
00:36:32: Weißt du, das ist ja noch ... Du machst es zwar eigentlich eher für Büros wahrscheinlich, aber auch Lernräume.
00:36:38: Da ist das ähnlich.
00:36:40: Wie guckt ihr das mal in Schulen an?
00:36:41: Wie so ein Raum aussieht.
00:36:43: Da denke ich jedes Mal, mein Gott, das regt doch gar nix an!
00:36:47: Man könnte so viel machen mit Räumen und Farben, mit gestalterischen Mitteln, die du sicherlich alle besser kennst als ich.
00:36:55: Und dann ist das aber so Nullachtfünfzehn schon seit hundert Jahren.
00:36:59: Weiß ich nicht, finde ich es so bedauerlich.
00:37:02: Also hast du auch schon mal ein Schulprojekt gehabt?
00:37:04: Den Schulprojekten habe ich noch nicht gehabt.
00:37:07: Auch weil ich mich tatsächlich komplett auf Gewerbe- und Büromobilien fokussiere.
00:37:12: Aber es gibt Schulprojkte die das auch mal anders denken.
00:37:17: Zum Einen ist ja die Schulform, die da noch eine Rolle spielt.
00:37:20: Es gibt ja auch Schulformen, die eher partizipativ arbeiten im Sinne von wir... lernen in kleinen Gruppen, bringen uns das selbst bei und präsentieren viel was wir gelernt haben oder was wir erarbeitet haben.
00:37:36: Und dann gibt es ja noch die Version Frontalunterricht, die wir ja alle auch kennen und lieben gelernt haben würde ich's mal nennen.
00:37:46: Nicht!
00:37:47: Das finden wir jetzt nicht.
00:37:51: Die natürlich eine andere Räume brauchen wenn man so ne Workshop Struktur über den Tag lebt ließ und tatsächlich auch Zeit für sich hat, sich in Themen einzuarbeiten.
00:38:03: Braucht es auch andere Räume als eben leere Vorne- und Wittenzwanzig Schülerinnen dahinter, die am besten sich nicht bewegen und keinen Mux machen?
00:38:15: Und sobald man sich irgendwie bewegen möchte einmal melden und dann warten zehn Minuten bis sie dran kommen.
00:38:24: Ja aber da gibt's auch Schulen.
00:38:27: tatsächlich, ich müsste jetzt lügen wenn ich direkt irgendwelche Beispiele hätte.
00:38:32: Aber mit ein bisschen Recherche kommt man da auch tatsächlich auf neue Schulformen die auch Gebäude zumindest teilweise schon mal neu gedacht haben.
00:38:41: Genau und tatsächlich war das aber auch ein Thema in meinem Studium.
00:38:45: Zwei tausend elf zwölf bin ich nämlich in die Wissensarchitektur eingestiegen Und da ging es vor allem auch um Lernräume, Bibliotheken.
00:38:57: Wie vermittelt man wissen, wie entstehen Innovationen?
00:39:00: Wie entstehen Ideen auch im Zusammenspiel zwischen Menschen.
00:39:06: Es ist superinteressant dort auch diese Orte als Vorbild zu nehmen für Büroflächen.
00:39:15: und so sind ja zum Beispiel auch Bibliotheksräume in Büros eingezogen wo dann tatsächlich fokussiert gelesen wird, wo man eben nicht spricht, wo die... in großen Gruppen auch sehr fokussiert zusammensitzen können.
00:39:30: und dann gibt es kleine Nischen, kleine Rückzugsräume.
00:39:33: Es gibt eher Flächen für Zusammenarbeiten.
00:39:37: das findet man ja in großen Bibliotheken auch hier in Dresden.
00:39:42: zu Hauf und sich da nochmal ein zwei Scheiben abzuschneiden und das ins Büro, den Büroalltag oder auch an Schulen drüber zu nehmen wäre sicherlich auch ein guter Ansatz.
00:39:55: Wissensarbeiter und Arbeiterinnen, da ihren Alltag ein bisschen besser zu gestrukturieren.
00:40:03: Definitiv!
00:40:04: Wenn ich manchmal eben tatsächlich einfach Texte lese... Wie schön ist das doch?
00:40:09: Weil man in einem Bibliotheksähnlichen Raum gemütlich sitzt
00:40:14: so.
00:40:14: Also das macht ja gleich ein ganz anderes Gefühl.
00:40:19: Ich glaube es ist wirklich eine Sache von Gefühlen irgendwie.
00:40:23: Wenn wir jetzt immer so sagen, Arbeit anstrengend doof, Arbeit kann doch auch nicht Spaß machen.
00:40:29: Ist das ein anderes Gefühl als das was du auch dann mit den Räumen auslisten möchtest vermutlich?
00:40:36: Dass man eben gerne dahin kommt, dass man eine Zone hat wo man eben gern seinen Text liest weil einfach das gemütlich ist.
00:40:42: Wo man sich gerne austauscht weil alles dafür da ist was ich brauche.
00:40:46: Weiß ich nicht muss auch Lack für einen Kaffee geben meinetwegen auch das Wo man sich irgendwie, je nachdem was man eben gerade für eine Aufgabe hat aber mit der Aufgabe möglichst wohlfühlt und nicht so, das muss möglichst doof sein.
00:40:58: Weil es ja Arbeit!
00:40:59: Weißt du?
00:41:00: Das ist ein Umdenken.
00:41:03: Wir wollen ja alle in einer gewissen Art und Weise wirksam sein und gut sein dem, was wir tun und zu einem guten Ergebnis beitragen und zum einen natürlich die Aufgabe an sich und dann wie gut man diese Aufgabe erledigen kann.
00:41:19: und da ist zum einen natürlich die Organisation.
00:41:23: Die Kollegen, mit wem macht man das?
00:41:25: Wie kann man die Aufgabe angehen?
00:41:26: Muss man diese machen wie es einem vorgeschrieben wurde oder hat man eigene Lösungswege?
00:41:33: Und natürlich wie unterstützt mich der Raum dabei?
00:41:36: Unterstützt ihr mich nicht dabei indem ich die ganze Zeit rausgebracht werde aus meinen Gedanken und mir die Leute hier auf die Füße steigen?
00:41:43: Oder habe ich eben die Möglichkeit für die verschiedenen Momente, die ich dort habe oder die Phasen in der ich so eine Aufgabe wirksam lösen möchte.
00:41:51: Dann die richtigen Räume mir zu nehmen?
00:41:53: weil die Personen wissen ja alle selbst am besten wie sie arbeiten oder wie sie gut arbeiten können und da gibt es eigentlich dann darum eben die die Möglichkeiten zu schaffen zum einen organisationell dass man sich eben auch wechseln darf wenn man sagt Ich bin jetzt fokussiert oder ich brauche jetzt ein zweier Besprechung Also räumlich das anzubieten, aber auch kulturell dann zu erlauben dass man eben selbstbestimmt seinen Arbeitsalltag durchführen darf indem man am besten weiß zumindest meistens wie man den wirksam arbeiten kann.
00:42:32: Ich denke gerade so es ist manchmal noch eine Frage von Vertrauen bzw Kontrolle.
00:42:39: Also ich habe oft das Gefühl, dass man eben noch nicht das Vertrauen in die Teams steckt.
00:42:44: Die ja selber wissen wann sie wo wie warum am besten arbeiten können und dann eben irgendwelche Regeln sich ausdenkt oder vielleicht haben wir auch mal eine Zeckervirt kann ja durchaus sein und Sie erfüllen doch sicher irgendeinen Zweck.
00:42:59: aber ist der für alle sinnvoll?
00:43:00: Das ist die Frage!
00:43:00: Aber eben so enge Regeln zu machen wie wir dürfen nur weiß ich nicht einmal in der Woche Homeoffice machen und wir dürfen.
00:43:08: Und wir haben eine Kernerbeitzeit von so und so, und irgendwie passen manchmal die Regeln gar nicht zur Arbeitsweise der Leute einfach.
00:43:17: Das ist bei mir natürlich ein bisschen ausgeprägt, weil ich ein bisschen ADHS-Mensch bin.
00:43:21: Weißt du?
00:43:21: Ich brauche ein bisschen Flexibel!
00:43:22: Für mich führt sich das manchmal wie ein Gefängnis an.
00:43:29: Da kannst du tolle Räume haben, aber wenn das nicht so gelebt wird und nicht die Möglichkeiten geschaffen werden, dieses Vertrauen auch nicht geschenkt wird.
00:43:37: Dann werden die Räumen dann eben auch nicht dementsprechend genutzt.
00:43:39: Das ist ja bedauerlich.
00:43:41: Deswegen denke ich auch immer auch ein bisschen eine Kulturfrage, weil man sowas umsetzen möchte.
00:43:46: Ja, Kultur ist der größte Hebel noch vor den Räumen würde ich behaupten.
00:43:52: Weil genau wie du es gesagt hast... Vertrauen und Kontrolle ist ja auch jetzt wieder vielen in den Medien, wenn Menschen zurückbeordert werden ins Büro.
00:44:02: Wenn man es quasi nicht schafft das kulturell schmackhaft zu machen dann eben mit Zwang zu.
00:44:08: aber ich bin Freund davon dass man sich im Büro trifft hat man eben diese Gemeinschaft auch lebt Und bin fest der Überzeugung dass man als Team und auch als Einzelpersonen im Bürow meist besser arbeiten kann als Zuhause.
00:44:21: wenn's eben die Möglichkeiten gibt wenn sie Kulturellen Eigenschaften hergeben, dass man auch das tatsächlich dann so nutzen kann wie man es für richtig hält.
00:44:30: Und trotzdem ist es auch wenn's eben kulturell nicht angesehen ist oder wenn auch Führungskräfte ein Problem haben Menschen im Homeoffice oder aus der Ferne zu führen Sofern er überhaupt sinnvoll ist Ist halt so der Reflex häufig wieder wir holen alle wieder zurück Dann können wir zumindest sehen ob sie da sind.
00:44:52: ob sie dann wirksam arbeiten können, ist mir erst mal egal.
00:44:54: Weil ich habe das Gefühl dass ich meine in Anführungszeichen Schäfchen wieder beisammen habe.
00:45:03: Das war aber auch tatsächlich der Grund warum ich mich vor zehn Jahren knapp vor acht Jahren selbstständig gemacht hab weil ich auch im Büro gearbeitet habe Bauträger wo irgendwann nur noch Anwesenheit gezählt hat.
00:45:16: Es war eigentlich egal was ich den Tag schaffe Hauptsache ich war da und sichtbar.
00:45:21: Ja, das hat mich innerlich so gewornt weil ich auch dann fünf Jahre lang schon in dieser ganzen Bubble aktiv war.
00:45:27: Wie arbeitet man zukunft?
00:45:29: Wie kann man gut arbeiten was ist wirksam für einen selbst und dann aber die Umgebung und auch die Kultur gar nicht mehr dazu gepasst hat dass es so innerlich in mir gezerrt hat bis ich dann irgendwann den Moment gefasst habe wo ich tatsächlich dachte ich muss hier raus Und so geht's ja auch.
00:45:46: vielen würde ich behaupten die jetzt wieder ins Büro gezwungen werden ... ohne tatsächlich den Mehrwert zu sehen.
00:45:53: So wie du es auch gesagt hast, wenn man jetzt dann wieder in die... ... in das triste Gebäude kommt.
00:45:58: Man wird eher gehindert an der guten Arbeit als dass es irgendwie einem hilft und dazu muss man noch zwei Stunden pendeln am Tag.
00:46:08: Dann wird eigentlich nur alles schlechter ... ... als dass sich irgendwas an der eigenen Wirksamkeit verändern kann.
00:46:14: Ja, das ist dann eben tatsächlich der Reflex bei vielen auch großen Firmen.
00:46:19: Braucht man immer kurz die Suchmaschinen eingeben, dass da viel Homeoffice verpögend alle wieder zurück ins Büro ist halt der Versuch Kontrolle zurück zu gewinnen wo es vielleicht aber auch gar keine Kontrolle sondern eher Vertrauen braucht.
00:46:35: und die Menschen.
00:46:38: Ja das hast du gut gesagt.
00:46:39: ich denke eben wenn man dort die Kultur die Räume die Möglichkeiten schafft so dass die Leute ins Bürokommen wollen weil's da wirklich gut Weil sie dort ihre Arbeit gut machen können, weil sie dort die Leute haben, die sie dann eben für ihre Arbeit brauchen.
00:46:55: Dann stellt sich gar nicht mehr die Frage alle zurück zu holen und die müssen das jetzt so unbedingt.
00:47:02: Sondern dann ist ja dieses Wollen da.
00:47:03: Und ich glaube, da sollte man die Energie hinlenken zu überlegen wie können wir es gestalten?
00:47:09: Dass die Leute eben fokussiert arbeiten können wenn sie fokassiert arbeiten müssen dass sie aber genauso Austauschräume haben.
00:47:19: Auch weniger sind unsere Medien am Tag, weil man sich halt so schon mal schnell bilateral austauschen kann.
00:47:25: Wie kann man das gut gestalten?
00:47:27: Eben auch räumlich und deswegen finde ich es super, dass du dich... Also, dass Du das so auf Deiner Fahne schreibst also da Ideen zu entwickeln wie man diese Räume gut gestaltet kann ohne eine Wand auch manchmal zu verrücken.
00:47:42: Das fand ich ein sehr guter Hinweis.
00:47:44: Ich hab immer gesagt, jetzt reist ihr die ganzen Wände raus und dann hast du nur Großraumflächen.
00:47:49: Man hat eben so seine Ängste und Vorbehalte, wenn man sich nicht tiefgründlich damit beschäftigt.
00:47:53: Aber du hast auch Möglichkeiten ohne dass man gleich ein ganzes Gebäude komplett einreißen
00:47:58: muss,
00:48:00: gute Flächen zu schaffen, gute Räume zu schaffen oder gute Zonen zu schaffen ist finde ich richtig cool!
00:48:05: Ja, manchmal sind es ja die kleinen Eingriffe, die vielleicht mal eine Tee-Küche vergrößern und mehr in größeren sozialen Ort bringen.
00:48:14: Aber wir brauchen genau für ad hoc Besprechungen, für zwei oder dreier Meetings, für eine fokussierte Arbeit wo man sich tatsächlich einmal zurückzieht auch kleine Räume.
00:48:24: Das heißt wenn man schon ein Haufen Einzelbüros hat oder zwei oder vierer Büros dann ist es vor allem die Umwitmung, ...potenziale freisetzen kann.
00:48:35: Und dann eben mit gezielten Eingriffen in die Substanz, auch mal eine Wand zu versetzen... ...um einen Workshopfläche zu generieren um tatsächlich so ein Marktplatz zu schaffen oder auch Flächen wo man sich mal spontan über den Weg laufen kann.
00:48:53: Dann reicht das meistens schon und manchmal sind sogar diese Flächen schon vorhanden in Form von Fluren oder großen Treppenhaus vor Plätzen, die aber quasi nicht genutzt werden.
00:49:06: Und da auch noch mal zu schauen wo kann man denn noch nutzen?
00:49:09: Wo kann man umnutzen und was von der Bestandsmöblierung ist ohnehin noch gut brauchbar oder auch umnutzbar oder flexibel ergänzbar?
00:49:19: Da kann man mit kleinen Budgets viel erreichen und tatsächlich dann schauen okay wir investieren hier mal in Topfarbe, vielleicht hier und dort ein paar neue Fußböden.
00:49:31: Ein paar neue Möbel die auch eher zum Zusammensein einladen.
00:49:37: Und dann braucht man auch keinen zwei drei Jahres Kernsanierungsprojekt.
00:49:41: Das mache ich auch.
00:49:42: und auch Umzüge wenn man sich vor allem verkleinert oder merkt alles klar so wie wir gerade arbeiten das passt für uns aber irgendwie ist wohl zu groß.
00:49:52: das ist ja das nächste Problem.
00:49:53: ...dann mal ins Büro kommt und dann aber keinen findet, mit dem man gerne arbeitet.
00:49:58: Dann hat man auch wenig Interesse, das irgendwie jeden Tag zu wiederholen... ...und dann zu sagen, na gut!
00:50:04: Dann rühre ich dich halt an, aber es gibt die Firmen habe ich erlebt,... ...die tatsächlich alle drei Personen im Büro sitzen vielleicht auf drei Räume verteilt,... ...dass sich dann trotzdem irgendwie alle in einem Online-Call zusammenfinden.
00:50:17: Da muss man dann auch nochmal hinterfragen ist wäre doch.... einfacher gewesen hier euch kurz zusammenzusetzen, drei Meter weiter.
00:50:25: Und dann war es ja meistens die Antwort naja alle Mietingräume waren belegt wir haben nur zwei.
00:50:30: Na ja und dann ist es manchmal ein einfaches tatsächlich zu schauen wie viel von was brauchen wir eigentlich?
00:50:37: Was geben unsere Räume schon her?
00:50:39: Und meistens ist es so dass sie mehr hergeben als man eigentlich an Fläche braucht.
00:50:45: Von daher habe ich immer auf meinen T-Shirts wenn man mal rumläuft gerne so ein Spruch hinten draufstehen.
00:50:52: Scale Your Business, Not Your Office begleite auch gerade viele Firmen die tatsächlich wachsen in ihren eigenen Gebäuden und das möglich ist weil sie festgestellt haben irgendwie es passt grade kein weiterer Schreibtisch mehr ins Haus.
00:51:07: aber doch irgendwie ist nur jeder Zweiter oder jeder Dritter tatsächlich irgendwie über den Tag besetzt.
00:51:13: Das muss irgendwie so ein organisatorisches Problem sein und kann noch nicht mal ein räumliches.
00:51:18: da sind viele Hebelmöglichen mit Bestand Und wenn man an der glücklichen Position ist, dass vielleicht auch dem nächsten Mietvertragsverlängerung ansteht.
00:51:27: Da sind tatsächlich Vermieter auch gerne bereit viele Kosten zu übernehmen um die Unternehmen im Gebäude zu halten.
00:51:35: Also da gibt es viele Hebel auch die Kosten ein bisschen umzuverteilen und tatsächlich mit dem Budget was man hat auch gute Sachen zu erreichen.
00:51:45: Ja jetzt ist ja manchmal also das ich so mitgekriegt habe.
00:51:50: Ich habe lange auch vorher schon an der Uni gearbeitet, dass man halt diese Regeln also Arbeitsschutz und so Regeln einhält aber so genau ausmisst wie viel Platz darf dann?
00:52:01: Wie viel Platz brauche ich denn hinter meinem Schreibtisch und so?
00:52:03: Und so werden dann halt Büros eingerichtet anhand dieser Regeln was auch gut ist.
00:52:07: Diese Regel braucht es ja Aber das man eben darüber hinaus nicht überlegt.
00:52:12: passen die Leute da zusammen, die man da zusammengestellt?
00:52:16: Und ist das sinnvoll?
00:52:18: Brauchen wir wirklich nur so reine Einzelarbeitsplätze oder brauchen wir auch wirklich mehr Raum für diese Besprechungen.
00:52:26: Das höre ich ganz offen, wir haben keinen Raum wo wir uns jetzt zurückziehen können um das mal kurz zu besprechen.
00:52:35: Da braucht man glaube ich einen Umdenken.
00:52:37: aber es ist glaube ich auch doch ein bisschen schwer.
00:52:40: Personen die schon Zeit ihres Lebens ein Büro hatten und die vielleicht sogar in irgendeinem Hochschulgesetz, ja sogar eine Größe für ihr Büro vorgegeben haben.
00:52:50: Also ProfessorInnen haben tatsächlich... Den steht ein Büro in der und der Größe zu.
00:52:56: Wenn er dann solche Gegebenheiten noch mit einbeziehen muss ist es vielleicht manchmal auch ein bisschen schwierig.
00:53:02: oder hast du dafür auch spontan irgendeine Idee?
00:53:05: Natürlich!
00:53:08: I love it!
00:53:08: Das ist
00:53:10: halt die Frage der Führungskultur denn auch Vor allem Professorinnen, Professoren.
00:53:17: Aber es ist ja mit jedem Unternehmen gibt's eigentlich das Chefbüro an der größten Ecke oder in vielen zumindest.
00:53:25: Es ist auch so dass dann viele Abteilungsleiter sich irgendwie über die Jahre hoch gearbeitet haben und dann irgendwann das eigene Büro als hier... Anstatt der Gehaltserhöhung, da gibt's auch aber hier hast du endlich dein eigenes Büro, die er arbeitet das dann wieder in Frage zu stellen ist.
00:53:45: Da sind wir wieder bei dem Thema vorhin, der ganzen Kommunikation und was nehme ich dir vielleicht weg?
00:53:51: Aber was gebe ich euch auch als neue Optionen?
00:53:54: Aber zurück zu den Chefs und Professorinnen und Professoren!
00:53:58: Ich habe tatsächlich auch im Unternehmen gewesen wo genau diese Menschen ihr eigenes Büro haben aber freigeben sobald sie nicht da sind Das heißt, auch diese Büros von Führungskräften, Professorinnen und Chefs so gebaut sind.
00:54:18: So vielleicht den wichtigen Sachen so leicht abschließbar, dass sie halt als Meetingraum funktionieren oder als Rückzugsrahmen.
00:54:26: Professoren und Professoren sind auch nur ein, zwei Mal in der Woche wahrscheinlich in ihrem Büro.
00:54:31: Sie haben ja meistens auch noch andere Verpflichtungen und Unternehmen, wo man arbeitet – zumindest in der Architektur kenne ich es so!
00:54:40: Diese Räume eben freizugeben, das ist eigentlich nur eine organisatorische Frage mit dem was liegt dort rum und was kann man gegebenenfalls einfach wegklappen.
00:54:52: Genau diese Sachen, diese Räumen frei zu geben zur freien Nutzung und das dann aber auch zu dulden und das auch einzufordern von seinen Kollegen oder Kollegen und da nicht die Kultur Polizei sagt, naja da gehen wir jetzt nicht rein.
00:55:09: Ist das Büro vom Chef?
00:55:11: Sondern es ist wirklich auch zu fordern dass man das mitnutzt.
00:55:13: Das ist ein großer Hebel.
00:55:15: und dann eben auch als Führungskraft als Chef einen Chefin voranzugehen.
00:55:20: Es ist eines der wichtigsten Themen in so einem Change Prozess auch Nichts zu sagen Ihr arbeitet jetzt alle anders aber ich mache alles wie bisher Und das ist einer der größten Hebel Kulturveränderung tatsächlich herbeizuführen und auch eine Akzeptanz zu schaffen, mit Führungskräften und Geschäftsführerinnen, Geschäftsführendprofessoren.
00:55:46: Ich mache mit.
00:55:49: Ich habe vielleicht meine Tätigkeiten die alle hochvertraulich sind oder größere Maße als bei anderen Leuten.
00:55:56: Und deswegen habe ich ein Fokusbüro was ich grundlegend nutzen darf, aber wenn ich nicht da bin Urlaub krank oder drei Tage auf Dienstreise dann steht das für alle anderen trotzdem zur Verfügung.
00:56:10: Und mit diesem Hebel kann man da schon viel erreichen und trotzdem seinen Einzelbüro Privileg würde ich jetzt mal fast behaupten, nutzen.
00:56:20: Das habe ich auch in verschiedenen Projekten.
00:56:21: gerade, dass es eben gewünscht ist, dass die Abteilungsleiter- oder die Führungskräfte noch ihr Einzelberohr haben, vertrauliche Gespräche mit ihren Mitarbeitern führen zu können.
00:56:32: Das kann man auch anders lösen, aber manchmal ist es eben so dass es unter keinen Umständen gewünscht ist das die auch noch in zwei hervieren oder größeren Gruppen zusammen sitzen.
00:56:42: Aber dann zu erreichen dass diese Bürose trotzdem nutzbar bleiben und nicht die ganze Zeit leer stehen ist auf jeden Fall nochmal ein großer Hebel für die Kultur und auch für die Flächeneffizienz dort ein bisschen mehr Möglichkeiten zu schaffen.
00:56:56: Ja das klingt gut!
00:56:58: Das werde ich versuchen in deinem Namen auch weiter an die Welt zu tragen.
00:57:07: Sehr gut!
00:57:08: Also ja, ich finde das super spannend und... diese vielen kreativen Möglichkeiten, die man eben auch hat.
00:57:14: Ich habe schon viele so tolle Flächen gesehen und ich dachte, boah!
00:57:20: Also man wusste noch gar nicht was das eigentlich für eine Firma ist oder so.
00:57:22: Man war da einfach nur bei irgendeiner Veranstaltung und hatte aber sofort gedacht, hier würde ich gerne arbeiten.
00:57:27: Einfach nur weil man das Gefühl hatte, hier haben sich die Leute echt Gedanken gemacht um die Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, die es braucht.
00:57:36: Und hier halt man das Gefühle... Da ist die Kultur ein bisschen so auch ausgelegt auf gute Zusammenarbeit halt.
00:57:43: Ja, es macht echt richtig viel aus.
00:57:46: also du hast da einen wirklich tollen Job und ich wünsch dir allen Erfolg der Welt damit weil ich das echt auch wichtig und gut finde räumlich mal umzudenken und kulturell vielleicht auch gleich mit.
00:58:00: Ganz lieben Dank Danny dass du da warst und so aus deiner Arbeitswelt berichtet hast.
00:58:07: Eine Sache nach, du bist auch bei den Wirtschaftsunion irgendwie aktiv.
00:58:11: Da bist Du auch im Vorstand oder?
00:58:13: Genau und ich war zwei Jahre Vorstandsvorsitzender für alle die es nicht kennen sind junge Unternehmerinnen und Unternehmer Führungskräfte unter vierzig Jahren viel Sparing Weiterentwicklung und ehrenamtliche Tätigkeit an Schulen eben auch den Weg als Selbstständige oder als Führungskraft oder auch als Unternehmensgründer wurde als Nachfolger, dass es auch eine Alternative ist zu Ausbildung und Studium.
00:58:43: Das hechte ich auf den Schülern beizubringen mit Vorurteilen aufzuräumen, gemeinnützige Sachen zu organisieren.
00:58:49: Und unser Motto deswegen habe ich gerade noch mal angesprochen ist One year to lead das heißt auch Führungsposition innerhalb des Verbands quasi immer weiterzugeben in die nächste Generation an die nächsten Personen um sich dort auszuprobieren wie wir dann so einen ehrenamtlichen Verein führen kann.
00:59:08: Und ja, wer sich da angesprochen fühlt Wirtschafts-Union Dresden, Görlitz Leipzig in jeder größeren Stadt.
00:59:16: wir sind glaube ich über zweihundert in Deutschland.
00:59:19: Kreise dort mal melden und mitmachen eine super coole Community.
00:59:26: Wir sind über fünfzehn tausend Leute in Deutschland Über zweihunderttausend weltweit.
00:59:33: große Netzwerke.
00:59:35: Ja, Vertrauen über Visitenkarten in Kurzform.
00:59:42: Vertrauen bei Visitengarten, das sagst du schön!
00:59:45: Das ist ja manchmal so nervig für mich, wenn wir teilen unsere Visiten-Karten und aber wir lernen uns gar nicht als Menschen kennen.
00:59:52: Das mag ich nicht.
00:59:53: Aber bei euch ist es anders.
00:59:54: Das finde ich schön.
00:59:56: Also ich teile dann in den Shownotes nicht nur alle Kontaktarten von dir auch gerne vom Wirtschaftsunion.
01:00:05: Ja, Danny.
01:00:05: Ich danke dir wirklich für das tolle Gespräch und die schönen Einblicke.
01:00:10: Auch irgendwie fühle ich mich jetzt ein bisschen ermutig.
01:00:12: Da vielleicht auch noch mal so paar kleine Sachen vielleicht super ändern.
01:00:17: Ja, mach weiter!
01:00:18: Halt es aber auch so gemacht?
01:00:20: Heute nicht vor heute abzubrechen...
01:00:23: Sehr schön finde ich.
01:00:25: gut.
01:00:25: also ganz herzlichen Dank dass du da warst.
01:00:28: Danke schön
01:00:30: Das war Sandra fragt.
01:00:33: Ich hoffe, du hattest Spaß beim Anhören der Folge und konntest den
01:00:37: einen oder anderen
01:00:37: Impuls für dich mitnehmen.
01:00:39: Abonnier dir diesen Podcast sehr gerne damit ihr auch den nächsten Folgen nicht verpasst!
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